Neue Serie Blickpunkt Landratsamt:
Dezernat 3 – Bildung, Jugend, Soziales & Arbeitsförderung

Ob Jugendamt, Amt für Soziale und Psychologische Dienste oder Kommunale Arbeitsförderung: Im Dezernat 3 steht Beratung ganz oben auf der Agenda.
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Ortenau (gr). Unsere Mülltonnen werden regelmäßig geleert, das Wohngeld ist pünktlich auf dem Konto, wir gehen an schönen Grünanlagen vorbei und der Verkehr rollt: Hinter dem, was für uns so selbstverständlich ist, steckt eine Riesenlogistik – und das Landratsamt Ortenaukreis. In einer sechsteiligen Serie in loser Folge schauen wir hinter die Kulissen. Teil eins: Das ist das Dezernat 3 –Bildung, Jugend, Soziales & Arbeitsförderung“.

Finanzstärkste Dezernat

824 Mitarbeiter insgesamt und 384,8 Millionen Bruttoumsatz: Das Dezernat 3 ist das finanzstärkste Dezernat des Landratsamtes Ortenaukreis und bewirtschaftet mit fünf Ämtern das größte Finanzvolumen.
Mit dem breitesten Aufgabenspektrum, auch weil altersübergreifend, ist das Amt für Soziales und Versorgung betraut. Das Team – 134 Mitarbeiter mit Wolfgang Huber an der Spitze – hat zuallererst die Sicherung eines menschenwürdigen Lebens zum Ziel. „Die Aufgaben erfordern ein hohes Maß an Sachlichkeit und gleichzeitig viel Empathie“, sagt Huber, der weiß, dass die Arbeit seelisch belastend sein kann. Zum Beispiel im Sachgebiet Soziales Entschädigungsrecht, zu dem auch das Opferentschädigungsgesetz für Opfer von Gewalttaten gehört. Oder das Sachgebiet Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen – dies betrifft sowohl geistige wie auch körperliche Einschränkungen von Menschen jeglichen Alters. Derzeit erhalten im Ortenaukreis rund 3.000 Betroffene Eingliederungshilfe, die Zahlen steigen, vor allem bei den psychisch Kranken, so Huber. Tendenz steigend in Sachen Hilfeleistung heißt es auch in den Sachgebieten Grundsicherung im Alter sowie Hilfe zur Pflege sowie Schwerbehindertenrecht. Im Letzteren werden derzeit monatlich circa 750 Erstanträge und Anträge auf Neufeststellungen gestellt. Die Verfahrensdauer ziehe sich viel zu lange hin, bedauert Huber. Woran das liegt? „Wir haben zu wenig Außengutachter, sprich Ärzte.“ Sachgebiet Nummer vier, die Betreuungsbehörde, unterstützt Erwachsene, die selbst nicht mehr dazu in der Lage sind, ihre Angelegenheiten zu regeln. Hier verweist Huber auf die Vorsorgevollmacht, das Amt berät kostenlos. Umfassende Beratung hilft auch beim Thema Wohngeld weiter – angesiedelt bei Wohngeld, Ausbildungsförderung. Das Team konnte positiv vermelden, dass Schüler-BaföG und Meister-BaföG (Fortbildung von Handwerkern und anderen Fachkräften) vermehrt beantragt werden und Altenpflegekräfte sowie Erzieherinnen einen Großteil der Bezieher ausmachen.

Jugendamt

Apropos Erzieherinnen: Sie gehören zu den wichtigen Ansprechpartnerinnen des Jugendamts mit 248 Mitarbeitern. Es hat nicht immer das beste Image, zum Leidwesen von Dezernatsleiter Georg Benz. Er weiß, dass viele Eltern Schwellenängste haben, das Jugendamt zu kontaktieren – „… dabei wollen wir nur Hilfe zur Selbsthilfe bieten und Familien in ihrer Erziehungsfähigkeit stärken“. Die wichtigste Herausforderung sieht er darin, wirksame und frühzeitige Hilfeformen einzusetzen, um einen größeren und weitergehenden Jugendhilfebedarf zu vermeiden.

Soziale und Psychologische Dienste

Prävention ist auch das Stichwort beim Amt für Soziale und Psychologische Dienste, Ansprechpartner für Eltern, Kinder und Jugendliche. Übergreifendes Ziel: frühzeitig unterstützen, so dass Belastungen und Erkrankungen abgemildert, teilweise auch vermieden werden können. Dafür sorgen aktuell 66 Mitarbeiter.

Amt für Schule und Kultur

Der größte Schulträger in Baden-Württemberg ist das Amt für Schule und Kultur, zuständig für alle Schulformen außer Gymnasien. Die Aufgaben reichen von den klassischen Schulträgerangelegenheiten bis hin zu medienpädagogischer Beratung.

Kommunale Arbeitsförderung

Last, but not least unter dem Dach des Dezernat 3: die Kommunale Arbeitsförderung Ortenaukreis mit 232 Mitarbeitern. Die KOA gliedert sich in den Bereich der Arbeitsförderung und den Bereich der Leistungsgewährung, sprich Sicherung des Lebensunterhalts wie Arbeitslosengeld II, Leistungen für Unterkunft und Heizung.

Ob Jugendamt, Amt für Soziale und Psychologische Dienste oder Kommunale Arbeitsförderung: Im Dezernat 3 steht Beratung ganz oben auf der Agenda.
Dezernent Georg Benz (l.) und Wolfgang Huber, Amtsleiter „Soziales & Versorgung“
Autor:

Anne-Marie Glaser aus Offenburg

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