30 Lehrkräfte beteiligen sich
Ortenau Klinikum schult Lebensretter

Freuen sich über die gelungene Schulung der Lehrkräfte im Rahmen der Landesinitiative „Löwen retten Leben“ (v. l.):  Schulleiter Ralf Meier, MdL Willi Stächele, Referent Jovin S. Bürchner, MdL Bernd Mettenleiter, Chefarzt Dr. Michael Neuburger, Bürgermeister Bernd Sieferman. | Foto: Ortenau Klinikum/Reinhard Kluckert
  • Freuen sich über die gelungene Schulung der Lehrkräfte im Rahmen der Landesinitiative „Löwen retten Leben“ (v. l.): Schulleiter Ralf Meier, MdL Willi Stächele, Referent Jovin S. Bürchner, MdL Bernd Mettenleiter, Chefarzt Dr. Michael Neuburger, Bürgermeister Bernd Sieferman.
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Achern (st). Das Team der Anästhesie/Notfallmediziner des Ortenau Klinikums Achern bildet seit 2016 im Rahmen der bundesweiten „Woche der Wiederbelebung“ mit der Aktion „Schüler retten Leben“ jährlich zirka 500 Schüler zu potentiellen Lebensrettern aus. So auch wieder in der vergangenen Woche an insgesamt fünf Schulen in Kappelrodeck, Achern, Oberkirch und Renchen. Erstmals wurden in diesem Jahr im Rahmen der Landesinitiative „Löwen retten Leben“ in der Renchener Stadthalle auch 30 Lehrkräfte mit dem Ziel geschult, die vereinfachte Reanimation mit ihren Schülerinnen und Schülern regelmäßig trainieren zu können.

Im theoretischen Teil des Kurses, an dem auch die beiden Landtagsabgeordneten Willi Stächele (CDU) und Bernd Mettenleiter (Grüne) sowie der Renchener Bürgermeister Bernd Siefermann teilnahmen, wies der Koordinator der Rotkreuz-Schularbeit und Landeskoordinator der Aktion „Löwen retten Leben“, Jovin S. Bürchner, auf die große Bedeutung eines schnellen Eingreifens von Laien bei einem plötzlichen Herzinfarkt hin. Von den rund 100.000 Menschen, die in Deutschland jährlich an einem plötzlichen Herztod sterben, könnten viele noch leben, wenn Ersthelfer bis zum Eintreffen des Rettungswagens eine Herzdruckmassage durchgeführt hätten, so der gebürtige Renchener. Deren korrekte Ausführung wurde dann im praktischen Teil von den Pädagogen an Übungspuppen erprobt. Dabei wurden sie vom Team der Notfallärzte des Ortenau Klinikum Achern unterstützt. Die Einbeziehung von Notärzten in die Lehrerfortbildung stellt ein Novum in der siebenjährigen Geschichte von „Löwen retten Leben“ dar.

Viele Anmeldungen

Sehr zufrieden mit dem Verlauf der Lehrerfortbildung sowie den bereits zuvor durchgeführten Ausbildungen für Schüler der Grimmelshausenschule in Renchen zeigte sich Dr. Michael Neuburger, Chefarzt der Anästhesie am Ortenau Klinikum Achern. “Diese Aktionen sind ein gutes Beispiel dafür, wie wir den Menschen vor Ort Gesundheitsthemen auch außerhalb der Klinik näherbringen können. Eine Aufgabe, die uns sehr am Herzen liegt“, so der Mediziner.

Ralf Meier, Schulleiter der Grimmelshausenschule zeigte sich sehr erfreut über die große Zahl der Anmeldungen für die Lehrerfortbildung. „Ich hatte mit rund 15 Kollegen gerechnet, jetzt sind es doppelt so viele“. Er lobte das Engagement des Anästhesisten-Teams des Ortenau Klinikums Achern. Durch die Anwesenheit der Fachleute von außen wären die Schüler voll bei der Sache und würden beispielsweise mit Feuereifer mit den Übungspuppen üben.

Der Landtagsabgeordnete Bernd Mettenleiter bezeichnete das Zusammenfinden und -wirken verschiedener Gruppen wie Notärzte, Lehrer, Rotes Kreuz und Gemeinde, die die Stadthalle kostenlos zur Verfügung gestellt hatte, als vorbildlich und wertvoll. Das schreie förmlich nach einer Wiederholung. Gleichzeitig unterstrich er den Stellenwert von „Löwen retten Leben“. Seit Beginn im Jahre 2015 seinen bisher rund eine Million Euro aus Landesmitteln in diese Aktion geflossen.

Gleichermaßen eindrucksvoll wie aussagekräftig nannte Landtagsabgeordneter Willi Stächele den Untertitel der Aktionen „Schüler retten Leben“ sowie „Löwen retten Leben“. „Gemeinsam sagen wir dem Nichtstun den Kampf an“ treffe den Nagel auf den Kopf, denn es gehe darum, einem in Not befindlichen Menschen gemeinsam zu helfen, statt tatenlos daneben zu stehen.

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