Neues Wohnen an der Acher
Ein Areal so groß wie ein kompletter Ortsteil

Oberbürgermeister Klaus Muttach (l.) begutachtet mit Stefan Gigl, Leiter der Projektplanung von der Karl-Gruppe, das Areal. In einem Jahr könnten die ersten Häuser gebaut werden. | Foto: sp
  • Oberbürgermeister Klaus Muttach (l.) begutachtet mit Stefan Gigl, Leiter der Projektplanung von der Karl-Gruppe, das Areal. In einem Jahr könnten die ersten Häuser gebaut werden.
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Achern (sp). Der „Glasplatz“ an der Fautenbacher Straße mit Grün, Möblierung und Kunst wird, wie der „Champagnerplatz“ in dem neuen Wohnquartier auf dem Glashüttenareal daran erinnern, dass hier weit über 100 Jahre die Kunst der Glasbläserei gepflegt wurde.

Bis jetzt läuft alles nach Plan

Den „Glasplatz“ wird die Karl-Gruppe auf eigene Kosten als öffentlichen Platz im Bereich der früheren Werkseinfahrt anlegen, so der Leiter der Projektplanung, Stefan Gigl, bei einem Vor-Ort-Termin mit Oberbürgermeister Klaus Muttach, Stadtplaner Rolf Bertram und Ralf Volz, Leiter des Fachbereichs Technische Betriebe.

Nachdem die Hecken entlang der Fautenbacher Straße entfernt wurden, können die Passanten deutlich sehen, dass die innere Erschließung in dem elf Hektar großen Gelände Konturen annimmt und nach Aussage von Stefan Gigl planmäßig verläuft. Derzeit sei die Karl-Gruppe mit zwei Baukolonnen damit beschäftigt, die Kanäle für Schmutz und Regenwasser zu verlegen, etwa 50 Prozent der Arbeiten für dieses Gewerk seien erledigt.

Von der Einwohnerzahl so groß wie ein Ortsteil

Bis März oder April sollten diese Arbeiten erledigt sein, dann folge die Verlegung der Wasserleitungen und danach sukzessive der Einbau alle Versorgungsleitungen von Gas bis Breitband. Dann erst kann mit dem eigentlichen Straßenbau begonnen werden, so Stefan Gigl.

Welche Dimension das neue Wohngebiet hat, verglich Ralf Volz damit, dass hier einmal die Einwohnerzahl von Sasbachried wohnen wird. „Hier entsteht ein ganz neuer Ortsteil“, meinte er und verwies darauf, dass auf die Stadt von der Versorgung mit Trinkwasser bis zur Pflege der Anlagen einige Mehraufgaben zukommen werden.

Fautenbacher Straße soll durch Neubau schöner werden

An Messstangen zeigte Stefan Gigl auf, wie breit der Ausbau der Fautenbacher Straße erfolgen wird. Die Planung erläuterte Rolf Bertram und er zeigte analog den Wünschen und Entscheidungen von Verwaltung und Gemeinderat auf, dass ein etwa 3,50 Meter breiter Rad- und Gehweg angelegt wird.

Dieser werde auf einer Länge von 100 Metern durch einen drei Meter breiten Grünstreifen mit Bäumen von der Fahrbahn getrennt. Die langfristige Konzeption sei, diesen Rad- und Gehweg weiter über die Achertalbahn bis zum Anschluss des hier vorhandenen Rad- und Gehweges zu ziehen: „Die Fautenbacher Straße wird durch diese Umbau- und Neubaumaßnahmen größer, schöner und auch sicherer gestaltet – insgesamt wird diese Hauptverkehrsader verkehrstechnisch deutlich aufgewertet."
 
Für die Autofahrer in Richtung Innenstadt wird die Einfahrt in den „neuen Stadtteil“ über zwei Linksabbiegespuren erfolgen. Dabei wird zunächst nur die Einfahrt am Glasplatz in die neue Glashüttenstraße (ehemals Glasfabrikstraße) realisiert. Die Linksabbiegespur in die neue Haupterschließungsstraße des Baugebiets (zukünftig Boehringer-Straße) wird im Zuge des Ausbaus der Fautenbacher Straße stadtauswärts beziehungsweise des Umbaus des Bahnüberganges/Einmündung Güterhallenstraße gebaut, so die Information seitens der Stadt.

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