19. Mai 2017, 19:31 Uhr | 0 | 10 Leser

Erdbeeren schmecken am besten frisch – aber auch pikant zubereitet
Die süße rote Verführung, die aus dem Garten kommt

Ein Traum von einer Erdbeertorte
Ein Traum von einer Erdbeertorte (Foto: Josef Türk/pixelio.de)

Mit ihrer strahlend roten Farbe machen sie ebenso einfach gute Laune wie sie mit ihrem prallen Aussehen Lust machen, sie zu essen: Erdbeeren sind die Lieblinge der Saison. Und nicht nur, weil sie süß und aromatisch schmecken, sondern auch noch ausgesprochen gesund sind. Denn 200 Gramm Erdbeeren decken den Vitaminbedarf eines Erwachsenen für den ganzen Tag. Dazu sind sie ausgesprochen nett zur Figur, denn 100 Gramm haben nur 32 Kilokalorien – erstaunlich, wenn man bedenkt, wie viel Geschmack man dafür bekommt. Kein Wunder, dass Erdbeeren ausgesprochen beliebte Früchte sind.
Aus botanischer Sicht ist die Erdbeere allerdings eine Nuss, genauer gesagt eine Sammelnuss oder Scheinfrucht. Die tatsächlichen Früchte sind die kleinen gelben Kerne, die auf der Oberfläche zu erkennen sind. Die Erdbeere zählt zu den Rosengewächsen. Das, was uns so gut schmeckt und wir als Frucht ansehen, ist eigentlich das weiße Mark der Blütenachse.
Es gibt unzählige Erdbeersorten: frühe und späte, große und kleine, dunkel- oder hellrote. Sie unterscheiden sich in Geschmack, Farbe und Festigkeit. Die Saison in Deutschland dauert in der Regel von Mai bis Juli, am besten schmecken die Früchte im Frühsommer. Der Vorteil, wenn man sich auf heimische Sorten beschränkt, ist, dass lange Transportwege entfallen. Wer dann noch mitten in einem Anbaugebiet wie der Ortenau lebt, der kann die Früchte praktisch frisch vom Feld kaufen.
Apropos kaufen: Dabei sollte man unbedingt darauf achten, dass sich in dem Körbchen keine faulen Früchte befinden. Erdbeeren sind sehr empfindlich und die faulen Stellen können schnell auf die anderen Früchte übergreifen. Frische und reife Erdbeeren erkennt man am fruchtigen Duft. Sie leuchten rot und glänzen, außerdem sind sie saftig. Erdbeeren sollten mit den grünen Kelchblättern gepflückt werden, dann halten sie länger frisch. Diese sollten ebenfalls frisch und grün beim Kauf wirken. Wenn sie sich außerdem noch leicht von den Früchten zupfen lassen, dann ist die Erdbeere auch reif.
Lange aufheben lassen sich frische Erdbeeren nicht. Sie sollten, wenn überhaupt, abgedeckt in einer Schale im Kühlschrank aufbewahrt werden. Dann können sie zwei bis drei Tage überstehen. Vorsicht vor Druckstellen, die entstehen, wenn Erdbeeren übereinander gestapelt aufbewahrt werden. Deshalb werden sie besser in eine flache Schale gelegt.
Erdbeeren sollten erst vor dem Verzehr oder der Weiterverarbeitung gewaschen werden. Die Stielansätze werden ebenfalls erst nach dem Waschen entfernt, denn sonst könnte das Aroma leiden und die Beeren wässrig schmecken. Wer sie einfrieren möchte, der sollte die einzelnen Beeren auf ein Tablett oder einen Teller geben und anfrieren lassen. Danach kommen sie in die Tüte, das geht auch portionsweise. Auf diese Weise lässt sich auch der Geschmack von Erdbeerpüree über den Winter bringen.
Gekocht werden Erdbeeren eigentlich nur für Marmelade oder Konfitüre. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass die verwendeten Früchte einwandfrei sind. Die ganze Arbeit könnte sonst umsonst gewesen sein. Erdbeeren vertragen sich gut mit Vanilleschote oder dem säuerlichen Rhabarber als süßer Brotaufstrich. Wer mehr auf Gelee steht, der sollte sich einmal an die Kombination mit Holunderblüten wagen. Erdbeeren sind aber auch für süß-pikante Rezepte wie fruchtige Chutneys geeignet, Ingwer sorgt in diesem Fall für eine leichte Schärfe. Eine raffinierte Variante ist Ketchup mit und aus Erdbeeren.
Ein Alleskönner in Sachen Dessert und Torten ist Erdbeersirup. Dazu werden die Früchte mit etwas Zucker püriert. Die "rote Soße" schmeckt lecker über Vanillepudding oder -eis, zu Quarkspeisen oder Grießbrei. Erdbeersirup kann auch mit Sekt zu einem fruchtigen Aperitif aufgegossen werden.
Am schnellsten geht ein Erdbeerkuchen: einfach die Früchte auf einen Tortenboden legen und fertig. Lecker schmeckt auch eine Biskuitrolle, gefüllt mit Erdbeeren und Sahne. Frisch kommt die Erdbeertorte daher, bei der sich Früchte in der Creme wiederfinden. Erdbeer-#+tarte oder gefüllte Profiterolle – der Fantasie in Sachen Kuchen und Torten sind bei Erdbeeren keine Grenzen gesetzt. ^gro