14. Juli 2017, 17:00 Uhr | 0 | 10 Leser

Das gemeinsame Essen unter freiem Himmel hat eine lange Tradition
Schon die alten Griechen veranstalteten Picknicks

Rasch ist der Picknickplatz im Wald gedeckt.
Rasch ist der Picknickplatz im Wald gedeckt. (Foto: Foto: Dieter Schütz/pixelio.de)

Was gibt es Schöneres, als im Sommer einen Korb mit leckeren Sachen zu füllen und ein Picknick zu veranstalten. Der Begriff stammt aus dem Französischen – "pique-nique" setzt sich aus "piquer" für "aufpicken" und "nique" für "Kleinigkeit" zusammen. Das gemeinsame Essen in der freien Natur ist allerdings viel älter. Schon in der Antike setzten sich die Griechen zum "Eranus" zusammen, während die Römer es sich beim "Prandium" gut gehen ließen. Im Barock wurde das Essen im Freien als Sommervergnügen des Adels populär. Zu wahrer Blüte brachte das Viktorianische Zeitalter in Großbritannien diese Form des Speisens. Die namensgebende Queen Victoria liebte Picknicks und führte die Sitte ein, dazu auch Tee zu servieren. Der Begriff "Pique-nique" wurde erstmals im 17. Jahrhundert verwendet.

Ein Picknick kann eine rustikale Angelegenheit sein, aber auch ein üppiges Essen mit allen Schikanen. Doch egal, ob man bestes Tafelsilber verwendet oder aus der Hand isst, es gibt ein paar Dinge, die sind unentbehrlich. Eine Decke sollte man auf jeden Fall mit dabei haben. Sie dient zum darauf sitzen und natürlich werden auch die mitgebrachten Speisen darauf angerichtet.

Ein Korb, um alles einzupacken, reicht. Schöner ist aber ein richtiger Picknickkorb, in dem sich Besteck, Teller und Tassen oder Gläser befinden. Die können aus Kunststoff sein, stilvoller ist natürlich Keramik und Glas. Ein Flaschenöffner, ob Kapselheber oder Korkenzieher, sollte ebenfalls mit genommen werden. Wer Sekt oder andere prickelnde Erfrischungen anbietet, der sollte sich die Mühe machen, die passenden Gläser einzupacken. Je nachdem, wo gepicknickt wird, ist ein Sonnenschutz ebenfalls nicht zu verachten. Das können ein Sonnenschirm oder ein Sonnensegel sein. Es kommt ganz darauf an, wie viel Platz für den Transport zur Verfügung steht. Wer ein Stück zu Fuß geht, um an den perfekten Picknickplatz zu kommen, für den gilt natürlich, weniger ist mehr.

In Sachen Essen und Trinken sind der Fantasie im Prinzip keine Grenzen gesetzt. Es gibt wenige Gerichte, die sich nicht für ein Picknick eignen. Sie sollten nur eines gemeinsam haben, sie müssen sich gut verpacken lassen und sie sollten nicht leicht verderblich sein. Deshalb ist es sinnvoll, an einem heißen Tag auf selbst gemachte Mayonnaise und Speiseeis zu verzichten. Selbst gute Kühltaschen verhinder nicht, dass das Eis schmilzt.

Prinzipiell sind alle Lebensmittel, die ihre Verpackung schon "mit dabei" haben, ideal: Hart gekochte Eier, Gurken, Melonen – ihre Schale schützt sie bestens beim Transport. Wer Salate oder Gemüsesticks mag, der packt sie in Frischhalteboxen. Die eignen sich auch für fantasievoll belegte Sandwiches oder Wraps. Sehr hübsch sieht es aus, wenn man die Salate in einem Einmachglas schichtet und das Dressing erst beim Picknick darüber gibt. Oder es wird zuerst ins Gläschen gegeben, die Zutaten des Salates darauf geschichtet und am Zielort mit Schütteln vermischt. Bei dieser Variante sollte darauf geachtet werden, dass die Gläser stehend gelagert werden.

Fingerfood ist ebenfalls gut geeignet: Ob kleine Spießchen, kaltes Hähnchen oder Minifrikadellen, alles lässt sich vorbereiten und in entsprechenden Behältern gut transportieren. Suppen können im Prinzip in der Thermoskanne mitgenommen werden. Eine Idee wäre es, in Schraubverschlussgläsern die vorgegarte Einlage aufzubewahren und sie vor Ort mit heißer Brühe aufzugießen. Es gibt nicht nur Behälter, die warm halten, sondern auch Dosen, die kühl halten: Dann ist auch Sushi, das zu Hause vorbereitet wird, eine gute Idee für ein Picknick.

Lecker sind Quiches, Käsegebäck oder pikante Muffins. Wer gerne bäckt, der sollte sein Brot selbst backen: Ein italienisches Focaccia oder ein provenzalisches Fougasse mit Oliven schmecken toll an einem Sommertag. Dazu passen am besten Salate oder pikante Brotaufstriche wie Tapenade oder Muhammara.

Auf den Nachtisch muss niemand verzichten: Es gibt tolle Rezepte für Kuchen aus dem Glas, Cake-Pops oder Muffins. Aber auch Pudding, Obstsalat oder Schokoladenkuchen dürfen – gut verpackt – mit auf Tour. Die Soßen zum darüber gießen, von Vanille- bis zur Erdbeer- oder Himbeersoße, werden in kleinen Fläschchen mitgenommen. Wer es gerne knusprig mag, der packt gehackte Nüsse oder Krokant ein, die jedes Dessert krönen. gro