13. April 2017, 17:02 Uhr | 0 | 15 Leser

Eier sind eine wichtige Grundzutat, aber auch puristisch ein Genuss
Zum Frühstück oder wenn es schnell gehen muss

Ohne gekochtes Frühstücksei geht für viele Menschen am Morgen nichts.
Ohne gekochtes Frühstücksei geht für viele Menschen am Morgen nichts. (Foto: Achim Hermsdorf/pixelio.de)

Sie sind für viele fester Bestandteil des Frühstücks, sie retten so manchen Strohwitwer vor dem Verhungern und ohne sie ist es schwierig, einen Kuchen zu backen. Natürlich haben sie in ihrer farbenfrohen Form an Ostern Hochkonjunktur – Eier. Frische Eier sind für uns eine Selbstverständlichkeit, es gibt sie in jedem Supermarkt und in jeder Größe zu kaufen. Kritik gibt es fast nur, wenn es um die Art der Haltung der Hühner geht: Käfighaltung lehnen die meisten Verbraucher ab, auch wenn sie bevorzugt günstige Eier kaufen.
Eier werden nach Größe verkauft. Hinter den Buchstaben S bis XL verbirgt sich die Gewichtsangabe. Die kleinste Größe lautet S und die Eier, die in diese Kategorie eingruppiert werden, wiegen weniger als 53 Gramm. Mittelgroße Eier mit einem Gewicht zwischen 53 und 63 Gramm werden unter dem Buchstaben M verkauft. L-Eier liegen zwischen 63 und 73 Gramm, mehr als 73 Gramm bringen XL-Eier auf die Waage. Ob Backen oder Kochen, wer nach Rezept arbeitet, der kauft am besten Eier der Größe M, denn die Angaben beziehen sich auf sie.
Jedes Ei hat in der Europäischen Gemeinschaft einen Stempelaufdruck. Die erste Ziffer steht für die Art der Erzeugung: Öko-Eier tragen die 0, Eier aus Freilandhaltung werden mit 1 gekennzeichnet, Eier aus Bodenhaltung mit 2. Die Buchstaben geben Auskunft über das Herkunftsland, wobei "DE" für Deutschland steht. Die siebenstellige Zahlenkombination am Ende bezeichnet das Bundesland und den Herkunftsbetrieb. Ausgenommen von der Stempelpflicht sind Eier, die auf Wochenmärkten oder von Direkt-Lieferanten verkauft werden.
Eier sollten im Kühlschrank aufbewahrt werden, am besten bei einer Temperatur zwischen vier und acht Grad Celsius. Die Schale ist porös, deshalb sollten Eier nicht in der Nähe von stark riechenden Lebensmitteln aufbewahrt werden. Eine Ausnahme: Wer das berühmte Rührei mit Trüffel zubereiten möchte, der sollte Trüffel und Eier eine Nacht zusammenbringen. Das verstärkt das unvergleichliche Aroma. Eier sollten mit der Spitze nach unten aufbewahrt werden, dann befindet sich der Dotter im hartgekochten Zustand in der Mitte.
Ein frisches Ei sinkt in einem Glas Wasser sofort auf den Boden. Steht es dagegen senkrecht, dann ist es ungefähr zwei Wochen alt. Gekocht ist es jetzt noch genießbar. Schwimmt es an der Oberfläche, sollte es schnellstens entsorgt werden. Auch aufgeschlagene Eier verraten etwas über ihr Alter: Ist das Eigelb gewölbt und das Eiweiß als zweischichtig erkennbar, ist es frisch. Je älter, desto mehr wirkt der Dotter abgeflacht und das Eiklar scheint zu verlaufen.
In einer Welt der Eierkocher folgt man deren Bedienungsanleitung, um sein perfektes Frühstücksei genießen zu können. Wer nur einen Topf zur Verfügung hat, der legt seine Eier in kaltes Wasser, bringt es zum Kochen und stellt ab diesem Zeitpunkt die Eieruhr: Nach eineinhalb Minuten ist es weich, nach zwei Minuten der Dotter gestockt, nach dreieinhalb Minuten wird es als wachsweich bezeichnet, fast hartgekocht ist es nach sechs Minuten und nach sieben Minuten gilt es als hartgekocht. Ob man die Schale vorher anpiksen sollte, damit das Ei nicht platzt, ist Glaubenssache. Damit die perfekte Garstufe erhalten bleibt, sollten die Eier kurz abgeschreckt werden. Die Schale lässt sich dadurch übrigens nicht besser entfernen. Je frischer ein Ei ist, desto schwieriger lässt es sich pellen.
Ei ist eines der vielseitigsten Lebensmittel in der Küche: Es bildet die Basis vieler Rezepte wie Mayonnaise, Kuchenteig, Eierlikör oder Desserts. Aber auch als Hauptgericht macht es eine gute Figur, denn Eier lassen sich nicht nur hart kochen, sie schmecken auch gebraten, frittiert oder pochiert. Die Klassiker ist "Strammer Max", bei dem ein Spiegelei auf einem Schinkenbrot serviert wird. Aber auch Rührei ist beliebt, im angelsächsischen Raum ist es unentbehrlich beim Frühstück. Wobei Rührei nicht gleich Rührei ist: Während bei uns die Eier mit den Gewürzen aufgeschlagen werden, bevor sie in die Pfanne gegeben werden, werden sie in den USA in der Pfanne gerührt. Eine deftige Variante ist das Solei, bei dem hartgekochte Eier, deren Schale rundum angeschlagen wurde, in einem Sud gelagert werden.^ gro