Diskothek in Sundheim brennt aus
Gebäude wurde am Sonntag abgerissen

In der Nacht zum Sonntag brannte eine Diskothek im Kehler Gewerbegebiet Sundheim aus. | Foto: Stadt Kehl
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  • In der Nacht zum Sonntag brannte eine Diskothek im Kehler Gewerbegebiet Sundheim aus.
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Kehl (st) Sehr froh über den glimpflichen Ausgang des Brandes der Diskothek im Gewerbegebiet Sundheim in der Kehler Kernstadt zeigte sich Oberbürgermeister Wolfram Britz, der selbst am Einsatzort war: „Ich bin glücklich und erleichtert, dass durch den Brand niemand verletzt wurde.“ Wie schon der Einsatzleiter der Feuerwehr, David Oster, lobte auch er den Betreiber des Clubs dafür, dass die Räumung der Diskothek sehr koordiniert erfolgte und offenbar keine Panik ausbrach, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt.
Am Sonntagnachmittag, 29. März, wurde der größte Teil des Gebäudes abgerissen; die Feuerwehr war mit einer reduzierten Anzahl von Kräften mit Nachlöscharbeiten beschäftigt. Eine Brandwache mit sechs bis acht Feuerwehrleuten beobachtete den Brandort auch nach Abzug der Einsatzkräfte noch einige Stunden; die Feuerwehr fuhr die Brandstelle über die Nacht zum Montag hinweg in regelmäßigen Abständen anfahren. 
Zur Brandursache kann nach Angaben der Polizei derzeit noch keine gesicherte Aussage getroffen werden. Ob ein technischer Defekt, das Abbrennen von pyrotechnischen Sprühfontänen oder ein anderer Grund brandursächlich war, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Die Arbeiten der Kriminaltechniker hierzu befinden sich aufgrund des Ausmaßes und Zustandes des Brandortes in der Vorbereitung und werden in den kommenden Tagen durchgeführt. Hierfür wurde der Brandort noch im laufenden Einsatz beschlagnahmt.

Gebäude nicht zu retten

Am Sonntagnachmittag, nachdem das Abrissunternehmen eine Wand der Diskothek geöffnet hatte, damit die Feuerwehr Glutnester ablöschen konnte, zeichnete sich rasch ab, dass das Gebäude nicht mehr zu retten ist.
Durch die Löscharbeiten ist in ein Nachbargebäude eine größere Menge Löschwasser eingedrungen, das die Feuerwehr mit Tauchpumpen und Wassersaugern entfernen konnte. Für die Löscharbeiten musste die Diskothek bereits in der Nacht vom Strom genommen werden, wovon auch Nachbargebäude betroffen waren, darunter auch eine Apotheke. Welcher Schaden dort entstanden ist, weil die Medikamente nicht gekühlt werden konnten, kann Einsatzleiter David Oster nicht abschätzen. Mitarbeiter des E-Werk Mittelbaden konnten die Stromversorgung gegen 15 Uhr wieder herstellen.
Vor Ort waren am Sonntagnachmittag auch Mitarbeiter des städtischen Betriebshofs, welche die Brandstelle mit Gittern absperrten. Mitarbeitende der Technischen Dienste Kehl kamen zur Abstimmung mit der Feuerwehr in die Siemensstraße, weil eine größere Menge an Löschwasser über den Riedgraben auch in den Schuttermühlkanal gelangte. Die Polizei sucht Zeugen, die in der Nacht zum Sonntag in dem Tanzlokal waren. Alle Gäste aus Deutschland und Frankreich, die Hinweise zu dem Geschehen geben können, insbesondere auch Videoaufnahmen gemacht haben, werden gebeten das Hinweisportal der Polizei zu nutzen. Ursprünglich war davon ausgegangen worden, dass sich niemand verletzt hatte. Am Montag meldete sich laut Polizei eine Frau, die Verletzungen erlitten hatte. Die Ermittlungen zur Brandursache laufen noch. Der entstandene Sachschaden wird in den unteren einstelligen Millionenbereich geschätzt. Er zog sich über beide Stockwerke des Betriebs.

Keine Verletzten

In der Nacht zum Sonntag war eine Diskothek im Gewerbegebiet Sundheim komplett ausgebrannt. Am Vormittag stürzte das Dach ein. Die Feuerwehr war gegen 3.46 Uhr alarmiert worden. Als sie in der Siemensstraße eintraf stand das Gebäude bereits in Vollbrand. Laut Angaben des Betreibers befand sich niemand mehr im Gebäude. Die rund 750 Besucher der Diskothek waren von den Security-Kräften koordiniert abgeleitet worden. Den Feuerschein der aus noch unbekannten Gründen in Brand geratenen Diskothek hatten die Feuerwehrleute bereits bei ihrer Anfahrt gesehen. Löschangriffe waren laut Stadt nur von außen möglich, ins Innere des Gebäudes konnten die Einsatzkräfte nicht vordringen. Rund 80 Feuerwehrleute waren im Einsatz.

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