Schnell, einfach, digital
Erfolgreicher Start des Testzentrums

Das Testzentrum hat am vergangenen Samstag, 20. März, seinen Betrieb aufgenommen.
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Oberkirch (mak). "Wir haben schon früh mit der Umsetzung einer Teststrategie begonnen", erklärt Oberkirchs Oberbürgermeister Matthias Braun im Rahmen eines Pressegesprächs. Dieser Strategie wurde nun eine weitere Komponente hinzugefügt. Denn die Einwohner von Oberkirch und Lautenbach dürfen sich seit vergangenen Samstag, 20. März, einmal in der Woche kostenlos testen lassen. Dazu wurden in der Erwin-Braun-Halle insgesamt acht Testkabinen eingerichtet, in den sich die Bürger mittels eines Schnelltests auf das Coronavirus testen lassen dürfen. 

"Wir wollten mit der Testmöglichkeit so nah wie möglich an den Bürgern dran sein", erklärt Bürgermeister Christoph Lipps. Die gute Erreichbarkeit und ein schnelles und einfaches Testverfahren seien maßgebliche Kriterien gewesen, führt er weiter aus. Der Ablauf erfolgt vollkommen digital. Die Terminbuchung ist über die Internetseite der Stadt Oberkirch oder per Telefon unter 07802/82177 möglich. Jeder erhält einen QR-Code auf sein Smartphone oder alternativ einen Zahlencode am Telefon, mit der er zur gebuchten Zeit in die Erwin-Braun-Halle kommen kann. 

Nur 15 Minuten

"Vor Ort müssen sich die Testwilligen zunächst die Hände desinfizieren und die Mitarbeiter am Eingang überprüfen, ob die richtige medizinische Maske getragen wird", erklärt Feuerwehrkommandant Marcus Kohler, der den Aufbau des Testzentrums organisiert hat. Darüber hinaus würde auch nach typischen Coronasymptomen gefragt, bevor es zur Anmeldung geht. Dort bekommt man ein Testkit ausgehändigt, das mittels Barcode der zu testenden Person zugewiesen wird. Vor den Testkabinen werden die Personen von den Helfern in Empfang genommen und in eine der Kabinen geführt, wo der Test durchgeführt wird. Wie leicht und schnell das geht, zeigt Oberbürgermeister Matthias Braun, der von DRK-Mitarbeiterin Ines Schmieder einem Test unterzogen wird - Ergebnis negativ. Mit dem Testergebnis geht man auf die andere Seite der Halle, wo das Testergebnis digital erfasst wird. Das Testergebnis wird per E-Mail übermittelt. Bei einem positiven Ergebnis erhält das Gesundheitsamt eine Nachricht und nimmt Kontakt mit dem Getesteten auf. "Das gesamte Prozedere von der Anmeldung bis zur Abgabe des Testergebnisses dauert etwa 15 Minuten", erklärt Alexander Herr, Fachbereichsleiter EDV. 

Noch kein positiver Test

An den ersten beiden Tagen wurden jeweils 160 Personen getestet. "Wir haben an den ersten beiden Tagen die Testkapazitäten noch nicht voll ausgeschöpft. Der Ablauf soll sich bei den Helfern vor Ort erstmal richtig einspielen", erklärt Kohler. Insgesamt 18 Helfer sorgen für den reibungslosen Ablauf im Testzentrum. "Insgesamt haben wir 90 Tester in vier Schulungen durch das DRK ausgebildet", berichtet OB Brauch stolz. Die Resonanz sei groß. 

Bei voller Auslastung sind an den Testtagen - montags von 9 bis 13 Uhr, donnerstags von 14 bis 18 Uhr und samstags von 9 bis 13 Uh - jeweils bis zu 400 Tests möglich. Bisher wurde im Testzentrum in der Erwin-Braun-Halle noch niemand positiv auf das Coronavirus getestet. 

Die Stadt Oberkirch hat 6.645 Testeinheiten aus der Notreserve des Landes Baden-Württemberg abgerufen. Dazu kommen noch einmal 4.800 Tests für die Schulen. Somit stehen der Großen Kreisstadt bis Ende März 11.445 Testeinheiten zur Verfügung, "Wir haben alles abgerufen, was möglich war", erklärt Bürgermeister Lipps. 

Nutzung auch als Impfzentrum?

Wie lange die Erwin-Braun-Halle als Testzentrum genutzt wird, kann OB Braun noch nicht sagen. Er könne sich aber vorstellen, dass die Halle auch als Impfzentrum genutzt werde. Ob und wann es dazu komme, hänge davon ab, wie viel Impfstoff nach Ostern zur Verfügung stehen werde. Das Testzentrum könne dann eventuell in Räumlichkeiten des Klinikums umziehen.

Das Stadtoberhaupt machte aber auch deutlich, "dass wir noch lange mit dem Virus leben müssen." Deshalb müsse getestet und geimpft werden. Er plädiert ebenso dafür, den Inzidenzwert nicht als alleinigen Faktor zur Bewertung der Pandemielage heranzuziehen. Wichtig sei es, die Kontaktermittlung durch das Gesundheitsamt, die Belastung des Gesundheitssystems und die Anzahl positiv Getesteter in die Bewertung mit einzubeziehen. Die vor einem Jahr eingeführten Inzidenzwerte von 50 und 100 seien, so Braun weiter, heute möglichweise nicht mehr aussagekräftig. Bei den aktuell getroffenen Maßnehmen fehle ihm die Nachvollziehbarkeit, auch die Ungleichbehandlung des Handels finde er nicht in Ordnung, so Braun abschließend.

Autor:

Matthias Kerber aus Offenburg

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