Kreisinnungsmeister Andreas Drotleff
Handwerk geht mit der Zeit

Schornsteinfeger bringen Glück und eine Ausbildung im Handwerk eröffnet Zukunftsperspektiven.
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Offenburg. Alte Handwerkskunst versus digitale Revolution? Auf keinen Fall findet Kreishandwerksmeister Andreas Drotleff im Interview mit Christina Großheim und zeigt auf, dass das Handwerk mit der Zeit geht.

Wie viel alte Handwerkskunst ist im heutigen Arbeitsalltag noch gefragt?
Auch wenn der Handwerker heute seine Arbeit mit vielen technischen oder digitalen Hilfsmitteln ausübt, der Ursprung einer jeden Tätigkeit entspringt der alten Handwerkskunst. Somit erleben wir alte Handwerkskunst in jedem Gewerk.

Wie wirkt sich die Digitalisierung aus?
Der Einsatz digitaler Technologien hat längst in vielen Bereichen des Handwerks Einzug gehalten. Zwar werden viele Arbeitsschritte auch heute noch von Hand gemacht, doch durch die Digitalisierung sind viele Arbeitsabläufe einfacher geworden. Mit gezielter Digitalisierung kann ein Unternehmen beispielsweise erreichen, effektiver zu arbeiten.

Welche Handwerksberufe werden in 20 Jahren gefragt sein?
Es werden so ziemlich alle Berufe in 20 Jahren Bestand haben, nur verändert und moderner. Hierin liegt die Stärke des Handwerks, sich stetig zu verändern und anzupassen.

Ist die Arbeit im Handwerk immer körperlich anstrengend?
Generell kann man dies so nicht sagen und viele sehen es nicht als Nachteil an, sich körperlich zu betätigen. Der Trend jedenfalls geht klar in Richtung weniger körperlicher Einsatz, auch im Handwerk.

Gilt noch die typische Aufteilung in Frauen- und Männerberufe im Handwerk?
Grundsätzlich nein. Es ist zwar tatsächlich so, dass bestimmte Berufe besonders von Männern, andere wiederum von Frauen bevorzugt werden. Es ist aber ein deutlicher Trend erkennbar, dass Frauen in sogenannten Männerdomänen – wenn man dieses Klischee bedienen möchte – vordringen, ob es beispielsweise das Zimmererhandwerk oder auch das KFZ-Handwerk ist, um nur zwei Berufe herauszugreifen.

Hat das Handwerk heute noch goldenen Boden?
Eindeutig ja. Mit einer handwerklichen Ausbildung kann man einiges erreichen und das Ergebnis sind immer gut ausgebildete Fachkräfte, für die alle Türen offen stehen. Nach einer Lehre bieten sich etliche Chancen, von der fachlichen Weiterbildung bis hin zur Möglichkeit zu studieren oder mit dem Meisterbrief in die Selbstständigkeit zu starten. Die Karrierechancen und -möglichkeiten im Handwerk sind vielfältig.

Autor:

Christina Großheim aus Offenburg

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