Offenburger Hexenzunft
Hansele dürfen wieder Streckschere mitführen

Auf diesem historischen Foto sind die Hansele der Offenburger Hexenzunft mit der typischen Saubloder zu sehen. Mit ist auch Margot Wacker als Hansele  | Foto: Offenburger Hexenzunft
  • Auf diesem historischen Foto sind die Hansele der Offenburger Hexenzunft mit der typischen Saubloder zu sehen. Mit ist auch Margot Wacker als Hansele
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Offenburg (st) Mit großer Freude überbrachte der Zunft- und Hexenmeister Sven Schaller die Nachricht an seine Zunft: Die Hansele dürfen vereinzelt wieder eine Streckschere mitführen. Die allseits bekannte Saubloder soll und wird jedoch das Hauptutensil der Hansele bleiben, heißt es in einer Pressemitteilung. Wie es dazu kam, zeige ein Blick ins Archiv und somit in die über 90-jährige Geschichte der Offenburger Hexenzunft.
Im Jahre 1956 hatte das Gründungsmitglied und damaliger Zunftmeister Karl Wacker die Figur des Hanseles geschaffen. Ein Fleckenhäs mit fünf Spättle-Farben, die in Zapfenform genäht sind. Als uriges Utensil wurde die an einem Farrenschwanz befestigte Saubloder bestimmt. Alte Fotos würden jedoch noch etwas anderes zeigen. Ein Hansele hält auch eine Streckschere in den Händen.

Neckinstrument

Dabei handele es sich um ein närrisches Neckinstrument, dass es in vielen Narrenstädten der Vereinigung schwäbisch alemannischer Narrenzünfte gebe. Die Streckschere werde hauptsächlich zum Klauen der Hüte der Umzugsbetrachter genutzt, aber auch zum sanften Zwicken derselben. Sicher sei, dass mindestens zwei der ersten zehn Hansele eine solche Streckschere mitgeführt haben. Liselotte Seeger und Margot Wacker, die Frau von Karl Wacker. Doch es war auch schon früher von der Streckschere in Offenburg die Rede, wird auisgeführt. Hexenvater Karl Vollmer habee von seinen Vorfahren eine Solche geerbt, lange bevor es die Offenburger Hexenzunft gab.
Durch diese belegten Tatsachen habe die Geschichte ein historisches Rückgrat bekommen. Zunft- und Hexenmeister Sven Schaller habe zusammen mit Dr. Benjamin Gehring, selbst aktives Mitglied und Mitglied des Kulturellen Beirats der VSAN, einen Brief an die Vereinigung aufgesetzt.

Gehör gefunden

Das Anliegen, die Streckschere bei den Hansele der Offenburger Hexenzunft wieder aufleben zu lassen, habe im kulturellen Beirat sowie im Präsidium Gehör. Einstimmig sei dem Antrag stattgegeben worden. Die ersten Hansele hätten in der Januarversammlung schon Interesse gezeigt und sich bereit erklärt, den Umzug fortan mit dem neuen und gleichzeitig alten Narrenutensil zu beleben, zur großen Freude vom Zunftmeister und seinem Zunftrat.

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