Neues Storchennest in der Offenburger Oststadt

Helfer und Feuerwehr beratschlagen, wie sie Gestell und Nest auf das Dach bekommen.
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Offenburg. Storchenfrau „Susi“ saß auf dem First eines Hauses an der Weingartenstraße in der
Offenburger Oststadt und schien dem Standort ihres bisherigen Nestes
nachzutrauern. Der Kamin der Bäckerei Müller in der Weingartenstraße,
auf dem das Nest thronte, war überraschend abgerissen worden. „Es eilte
für einen neuen Standort“, so der Ortenauer „Storchenvater“ Kurt Schley.
Unbürokratisch bot sich eine Lösung auf einem vierstöckigen Wohnhaus im
Tannweg an, in Sichtweite zum alten Standort. Mit der Drehleiter der
Feuerwehr und zwei Helfern des Vereins „SOS Weißstorch Ortenau“ wurde
das Gestell und der „Rohbau“ des Nestes auf dem Dachfirst befestigt.

„Susi“, von der Schley das Alter nicht kennt, ist seit Samstag wieder da. Sie
hat die Westroute von Afrika über Gibraltar genommen. Der männliche
Storch „Hansi“ nimmt – von seinen Eltern eingeprägt – die Ostroute über
den Bosporus. Schley erwartet den zehn- bis zwölfjährigen Storch in den
nächsten Tagen zurück: „Mitte März könnte dann bereits das erste Ei im
Nest liegen – wenn es angenommen wird“. Ein anderer Storch, so die
Beobachtung Schleys, ist derzeit auf Brautschau und versucht mit „Susi“
anzubändeln, bisher vergebens. Sie hält ihn auf Abstand.

Ob Storchenpaare Nest- oder Partnertreu sind, darüber streiten die
Experten, so Schley. Auch die Auswahl des Nestes sei für Menschen noch
nicht ergründet. Das weitläufige Kulturforum als Standort für das Nest
hat er ausgeschlossen und hofft, Recht zu behalten. Die Kosten für die
Aktion und den Einsatz der Feuerwehr hat die Stadt Offenburg übernommen.
Störche nisten selten auf Wohnbebauung mitten in der Stadt. Neben dem
Paar am Marktplatz ist dies das zweite in der Offenburg Innenstadt.

Autor: Rembert Graf Kerssenbrock

Helfer und Feuerwehr beratschlagen, wie sie Gestell und Nest auf das Dach bekommen.
Geschafft: Das Nest wird auf dem Gestell platziert, miteinander durch Schrauben verbunden und schließlich auf dem Dachfirst verankert.

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