Eröffnung im zweiten Quartal 2020
Unverpacktladen steht in den Startlöchern

Carmen Blust, Genossenschaftsvorstand, in den noch leeren Verkaufsräumen des Unverpacktladens in Offenburg
  • Carmen Blust, Genossenschaftsvorstand, in den noch leeren Verkaufsräumen des Unverpacktladens in Offenburg
  • Foto: Fey
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Offenburg (tf). Die Räume des neuen Unverpacktladens "einMACHGLAS" in Offenburg sind hell und großzügig und erinnern gar nicht mehr daran, dass hier einstmals ein Computergeschäft seine Waren verkaufte. Rund 150 Quadratmeter Verkaufsfläche stehen bereit und wollen eingerichtet und mit Waren und Leben gefüllt werden. "Wir sind sehr froh darüber, dass die Aenne-Burda-Stiftung als Vermieter uns so gute Rahmenbedingungen angeboten hat“, freut sich Carmen Blust, als einer der Vorstände der dahinter stehenden Genossenschaft.

Was als Idee einiger im Sommer 2019 begann, endete in der Gründung einer Genossenschaft am 12. November vergangenen Jahres. „In nicht mal ganz drei Monaten haben wir bereits 460 – Stand 17. Februar – Genossenschaftler gewonnen“, freut sich Blust. Doch bis zur geplanten Eröffnung des Ladens ist noch einiges zu tun.

Ehrenamtliche Mitstreiter

"In vier Arbeitsgruppen arbeiten rund 35 Personen intensiv daran, dass wir unser Ziel, den Laden im zweiten Quartal 2020 zu eröffnen, erreichen“, so Blust. Dabei kann die ehemalige Ladenbauerin sowohl auf einen eigenen, reichhaltigen Erfahrungsschatz als auch auf die Fähigkeiten ihrer Mitstreiter vertrauen. "'einMACHGLAS' wird ein professioneller Einzelhandelsmarkt sein – nur eben mit unverpackter Ware", lächelt sie. Neben den ehrenamtlichen Mitstreitern wird es eine fest angestellte Vollzeit- und eine Teilzeitkraft aus dem Einzelhandel geben, die den Laden leiten. Noch sind die meisten Stellen vakant, Bewerbungen sind daher erwünscht.

Neben Verkaufsfläche ist auch Platz für Begegnungen geplant. "Es wäre schön, wenn bei uns Alte und Junge miteinander ins Gespräch kommen", wünscht sich Blust. Dass sie beruflich unter anderem als Start-up-Coach arbeitet, kommt dem Projekt natürlich zu gute. "Aber auch die Unterstützung aus der Bevölkerung, von Politik und auch dem ansässigen Einzelhandel ist enorm", so Blust. Auch Fördermittel unterstützen die noch junge Genossenschaft. Die St-Andreas-Stiftung Offenburg fand das Projekt gut und gab der Initiative mit einer großen Summe Starthilfe. Eine weitere Förderung gab es von der Allianz für Beteiligung.

Regionalität und Nachhaltigkeit

Der Schwerpunkt des Ladens liegt auf Regionalität, Nachhaltigkeit und Ökologie. “Denn Ökologie und Professionalität schließen sich nicht aus“, wie die Vorsitzende betont. Das zeigt sich auch darin, dass der Laden überwiegend mit regionalen, natürlichen Materialien und von regionalen Handwerkern eingerichtet wird. „Wir legen sehr viel Wert auf regionale Qualität mit hohem Standard – alles muss den heutigen Ansprüchen der Kunden und der Gesetzgebung entsprechen“, so die Vorsitzende. Ein wichtiger Punkt sind dabei die Zulieferer. „Wir sehen uns jeden unserer Lieferanten an: Wie werden die Lebensmittel erzeugt? Wie ist die Abfolge? Das Umfeld? Und in welchen Gebinden kann geliefert werden?“ Denn nicht jeder Lieferant ist auf große Gebinde eingestellt. Doch da in dem Unverpacktladen alles offen und lose zu kaufen sein wird, müssen die Gebinde größer als üblich sein.

Auch mit der Offenburger Lebenshilfe und der Reha wird es eine Kooperation geben, die in der Zukunft noch ausbaubar ist. Und für die Zukunft sind integrative Arbeitsplätze und weitere Kooperationen in Planung. Ideen gibt es genug. „Wenn man einmal anfängt, sprudeln die innovativen Ideen nur so“, lächelt Blust. Nun heißt es aber erstmal, den Fokus auf den Laden zu richten, das Sortiment zu bestimmen und das Personal einzustellen, damit die Eröffnung pünktlich stattfinden kann. „Wir haben ein Budgetziel von 150.000 Euro, welches wir nur durch Genossenschaftsanteile erreichen möchten“, so Blust. Bisher sind 97.900 Euro zusammengekommen. Ein Anteil kostet 50 Euro, bis zu 200 Anteile kann ein Genossenschaftler erwerben.
Wer die neuen Räumlichkeiten und das Konzept Unverpacktladen gerne einmal näher anschauen möchte, kann zu einer Ladentour am 22. Februar um 10 Uhr oder am 29. Februar um 10 Uhr in die Räume Am Marktplatz 19 in Offenburg kommen.

Autor:

Christina Großheim aus Offenburg

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