Hochschule Offenburg hat Formula Student Team
Ziel ist Rennwagen mit Elektroantrieb

Bei der Projektpräsentation nahm Alexander Sperka (sitzend) probehalber einmal im alten Rennwagen Platz. Prof. Dr. Winfried Lieber und der Vorsitzende des Hochschulrats Dr. Ulrich Kleine (Vierter und Fünfter von rechts) sowie Kanzler Dr. Bülent Tarkan waren vom Engagement des Black Forest Formula Teams begeistert.
  • Bei der Projektpräsentation nahm Alexander Sperka (sitzend) probehalber einmal im alten Rennwagen Platz. Prof. Dr. Winfried Lieber und der Vorsitzende des Hochschulrats Dr. Ulrich Kleine (Vierter und Fünfter von rechts) sowie Kanzler Dr. Bülent Tarkan waren vom Engagement des Black Forest Formula Teams begeistert.
  • Foto: Hochschule Offenburg
  • hochgeladen von Christina Großheim

Offenburg (st). An der Hochschule Offenburg ist dieser Tage das neue Black Forest Formula Team offiziell an den Start gegangen. Die mehr als 30 Teammitglieder kommen aus rund einem Dutzend verschiedener Studiengänge aller vier Fakultäten. Gemeinsam mit den betreuenden Professoren Patrick König und Christian Klöffer sowie einigen weiteren Professoren wollen sie in einem Jahr den fahrbaren Prototyp eines Rennwagens mit Elektroantrieb aufbauen. Mit diesem will das Black Forest Formula Team dann im Sommer 2020 erstmals an einem Rennen der Formula Student Germany in der Kategorie Elektroantrieb teilnehmen.

Workshop zum Auftakt

In einem zweiwöchigen Workshop werden derzeit die ersten Grundlagen für den Erfolg des Projekts gelegt. Anders als anfangs gedacht, können die Studierenden nämlich kaum auf dem Rennwagen aufbauen, mit dem ein anderes Hochschulteam 2010/11 in der Kategorie Verbrennungsmotor gestartet war. „Die technische Entwicklung ist seitdem einfach zu weit fortgeschritten“, erklärt Teamleiter Alexander Sperka. In drei Gruppen wird daher nun an Mechanik und Chassis, am Elektrischen Antriebsstrang sowie am Marketingkonzept gearbeitet. Zu letzterem zählen laut Kerstin Schaaf auch die Entwicklung eines Business-Plans, die Organisation von Werbung, die Vorbereitung von Veranstaltungspräsentationen und die Gewinnung von Sponsoren.

Zu diesem Zweck gab es bereits ein erstes Treffen mit Professoren und Unternehmen auf dem Campus, bei dem das neue Black Forest Formula Team sich und sein Projekt vorstellte. „Wir haben bezüglich des Fahrzeugrahmens zunächst einen Konzeptvergleich mit anderen Teams durchgeführt und uns letztendlich für einen Gitterrohrrahmen entschieden“, erklärte dabei Niklas Scraback von der Gruppe Mechanik und Chassis. Ziel sei es nun bis zum Ende des Workshops ein CAD-Modell dieses Gitterrohrrahmens anzufertigen und am Fahrwerk zu arbeiten.

Technik auf dem Prüfstand

Und auch in der Gruppe Elektrischer Antriebsstrang rauchten zunächst die Köpfe. „Die Auswahl der richtigen Antriebstypologie war viel zeitintensiver als gedacht“ schilderte Felix Leser. Inzwischen sei aber eine Entscheidung gefallen – und zwar für zwei Heckmotoren. Auf dem Programm stünden jetzt noch die Kontaktaufnahme zu Motorenherstellern, die Dimensionierung der Kühleinheit/Batterie und das Sicherheitskonzept. „Wir wollen eine optimale Ausgangslage für den Semesterstart schaffen“, fasste Alexander Sperka zusammen.

„Ich bin begeistert von so viel Engagement und Ihrer Professionalität. Ich bin davon überzeugt, dass wir alle großen Nutzen aus diesem Projekt ziehen werden. Zum einen wird die überregionale Sichtbarkeit der Hochschule erhöht, zum anderen lernen die Studierenden, theoretisch Erlerntes in Teams praktisch umzusetzen“, lobte Rektor Prof. Dr. Winfried Lieber das Black Forest Formula Team. Und auch das Interesse von Dr. Ulrich Kleine, dem Vorsitzenden des Hochschulrats, hatten die Studierenden mehr als geweckt. Er stellte neben zahlreichen Frage zu Technik und Arbeitsweise auch die nach der Fahrerin beziehungsweise dem Fahrer des Rennwagens. „Das ermitteln wir irgendwann auf der Kartbahn“, kündigte Alexander Sperka an.

Unternehmen oder Privatpersonen, die das Black Forest Formula Team – und damit das forschende Lernen – materiell oder finanziell unterstützen möchten, können sich an Prof. Dr.-Ing Patrick König, patrick.koenig@hs-offenburg.de, wenden.

Hintergrund

Die 2006 gegründete „Formula Student Germany“ ist ein Wettbewerb in dem Studierendenteams kleine, formelähnliche Rennwagen planen, konstruieren, herstellen, entwickeln und in Rennen gegeneinander fahren. 2010 kam zur ursprünglichen Antriebskategorie „Verbrennungsmotor“ noch der "Elektroantrieb" hinzu, mittlerweile gibt es zudem noch die Kategorie „Fahrerlos“. Bewertet wird in drei statischen Disziplinen (Technisches Design, Business-Plan-Präsentation, Kosten und Herstellung) und vier dynamischen (Kreisfahrt, Beschleunigung, Schnelligkeit, Ausdauerleistung und Effizienz).

Autor:

Christina Großheim aus Offenburg

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