Angedacht: Claudia Roloff
Ein Bündnis für gemeinsames Retten

Claudia Roloff

"United for Rescue" – gemeinsam retten. Das ist das Motto eines großen Bündnisses von kirchlichen und politischen Gruppen, die sich um zivile Seenotrettung im Mittelmeer kümmern. Der Evangelische Kirchenbezirk in der Ortenau ist vor einigen Wochen diesem Bündnis beigetreten.

Man lässt keine Menschen ertrinken!

Man lässt keinen Menschen ertrinken! Das ist ohne wenn und aber Überzeugung derer, die sich für Seenotrettung einsetzen. Das ist unsere christliche Überzeugung, hergeleitet aus dem „Doppelgebot der Liebe“: „Du sollst … deinen Gott lieben von ganzem Herzen… . Und du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Es ist kein anderes Gebot größer als diese.“ (MK 12, 28-31). Jesus hat das gesagt, er hat es in seiner jüdischen Religion so vorgefunden.

Auf dem Mittelmeer spielen sich seit Jahren Dramen ab, hunderte Menschen kämpfen auch dieser Tage dort um ihr Leben. Einige versuchen, ihnen dabei zu helfen, werden aber von staatlichen Stellen dabei eher behindert als unterstützt. Zigtausende sind ertrunken in den vergangenen Jahren, weil jede Hilfe für sie zu spät kam oder gar nicht in Sicht war. Sie zu zählen ist schwierig, aber sie alle haben einen Namen und sind gestorben, weil sie auf ein besseres Leben hofften. Manche Politiker sprechen in diesem Zusammenhang von einem „Dilemma“ und fürchten noch mehr Migration, wenn mehr Menschen gerettet werden.

Abgesehen davon, dass Studien diesen Effekt nicht belegen: wie wäre es, sich mal für einen Moment gedanklich in die Situation der Menschen in Seenot zu begeben? Mal für einen Moment zu überlegen, wie sich das anfühlt, ohne Aussicht auf Rettung auf offenem Meer zu treiben, mitzuerleben, wie die Kräfte schwinden, wie die Freunde oder gar Familienangehörigen ertrinken? Jesus macht keinen Unterschied zwischen den Nächsten in der Nähe oder in der Ferne, nicht nach Hautfarben, Staatsangehörigkeit oder sonstigen Merkmalen. Weil wir alle Gottes Kinder sind. Wenn wir Menschen in Seenot retten – oder Seenotrettung unterstützen –, tun wir nur was, was wir auch von ihnen erhoffen würden, wäre die Situation umgekehrt. In der Bibel heißt das Nächstenliebe.

Mehr Infos zur Seenotrettung finden Sie unter: united4rescue.com.
Pfarrerin Claudia Roloff, evangelische Erwachsenenbildung

Autor:

Rembert Graf Kerssenbrock aus Kehl

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