Büro in Kehl ist Anlaufstelle für den grenzüberschreitenden Arbeitsmarkt
"Eures" fördert berufliche Mobilität in ganz Europa

Berater Jens Sydow beim Vortrag im Rahmen des deutsch-französischen Seminars
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  • Foto: IUT Robert Schuman
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Kehl (djä). Europa und seine Institutionen – dabei denken viele Menschen erst einmal an Städte wie Brüssel und Straßburg. Dabei sind zahlreiche Fachbereiche an anderen Orten angesiedelt. In Kehl, dem Herzen der Grenzregion zwischen Deutschland und Frankreich, widmen sich derzeit neun Einrichtungen europäischen Belangen. Einige liegen dem Alltag der Bürger besonders nahe. In unserer neuen Serie stellen wir diese vor.
Arbeiten im Ausland – da gibt es viele Fragen, eine Menge zu klären und einiges zu organisieren. Um Arbeitnehmer und Arbeitgeber bei der beruflichen Mobilität zu unterstützen, hat die EU-Kommission das Netzwerk "Eures" gegründet. Das ist die Abkürzung für "European Employment Services" – ein europäisches Dienstleistungsangebot in Sachen Beschäftigung. "Eures" fördert die berufliche Mobilität in ganz Europa. Die in Kehl angesiedelte Organisation "Eures-T-Oberrhein" gehört zu diesem Netzwerk. Das "T" im Namen steht hier für "Transfrontalier" – und genau das sind die insgesamt zwölf "Eures-T"-Partnerschaften in Europa: Sie sind grenzüberschreitend und zuständig für die direkt angrenzenden Länder und regionalen Bereiche. Diese Partnerschaften sind in europäischen Regionen mit großen Pendlerströmen angesiedelt. Dort spielen sie eine wichtige Rolle, da sie der Transparenz und der Förderung eines gemeinsamen grenzüberschreitenden europäischen Arbeitsmarktes dienen.
"Eures-T Oberrhein" wurde 1999 zur Unterstützung und Förderung des grenzüberschreitenden europäischen Arbeitsmarktes in der gesamten Oberrheinregion gegründet. Das umfasst das Einzugsgebiet Baden, das Elsass, die Südpfalz und die Nordwestschweiz. Hier pendeln mehr als 93.000 Menschen über die Grenze an ihren Arbeitsplatz. Im Rahmen von "Eures-T-Oberrhein" wirken arbeitsmarktrelevante Akteure aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz zusammen. "Da sind mehrere Institutionen ergänzend und unterstützend am Werk: Arbeitsverwaltungen und -agenturen, Arbeitgeberverbände, Gewerkschaften, Länder und Gebietskörperschaften. Für jedes Fachgebiet gibt es Spezialisten, die alle Anfragen beantworten können", erklärt Jens Sydow, "Eures"-Berater bei der Agentur für Arbeit in Kehl.
Drei Fachexpertinnen sind derzeit am Telefon erste Ansprechpartnerinnen für Fragen zur grenzüberschreitenden beruflichen Mobilität im sogenannten "One-Stop-Shop". Bei allgemeinen Fragestellungen beantworten sie die Anfrage direkt. Bei spezifischen Anfragen stellen sie den Kontakt zu den zuständigen Beratern oder Fachexperten her. Das Beratungsteam und die Zuständigkeitbereiche finden interessierte Arbeitnehmer und Arbeitgeber auch direkt im "One-Stop-Shop" auf der Homepage.
Die angefragten Themen sind vielfältig. Oft geht es um Arbeitssuche und die Vermittlung von Arbeitsplätzen oder um Personalrekrutierung. Auch zur grenzüberschreitenden dualen Ausbildung und dem dualen Studium gibt es viel Informationsbedarf. Wie sind die Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten im Ausland, was ist bei Sozialversicherung, Arbeits-, Sozial- und Steuerrecht zu beachten? Und welche Lebens- und Arbeitsbedingungen findet man im anderen Land vor? Die Beratung ist kostenlos und zweisprachig in deutsch und französisch.
Die Angebote richten sich an Arbeitsuchende, bereits pendelnde oder potentielle Grenzgänger, Arbeitgeber sowie Schüler und Studenten auf der Suche nach einem dualen Ausbildungs- beziehungsweise Studienplatz in der Grenzregion Oberrhein.
Die Homepage von "Eures-T-Oberrhein" bietet viele Informationen und interaktive Bereiche. Grenzgänger können sich beispielsweise die Sonderregelungen anzeigen lassen, die für ihren Wohn- und Arbeitsort gelten. Wer einen Arbeits-, Ausbildungs- oder Studienplatz sucht, kann dies auf eigene Faust recherchieren und eventuell schon vorab einige Fragen beantwortet bekommen. Im Arbeitsmarktmonitoring sind interessante Daten und Details zu Demografie, Wirtschaft, Beschäftigung, Grenzgängerbewilligungen oder Arbeitslosigkeit abrufbar. Hier hat jeder die Möglichkeit, die Entwicklungen des Arbeitsmarktes und dessen Umfeld in der trinationalen Grenzregion Oberrhein in verschiedenen Karten, Tabellen und Grafiken zu analysieren.
Das Ziel des "Eures"-Netzwerkes ist, die Bürger zu unterstützen, die von ihrem Recht auf Freizügigkeit zur Arbeit im Nachbarland Gebrauch machen möchten. Die Kontaktadresse und zentrale Anlaufstelle "One-Stop-Shop" der EURES-T-Oberrhein lautet www.eures-t-oberrhein.eu/ueber-eures-t/beratungsteam/, Telefon 0761/20269111.

Berater Jens Sydow beim Vortrag im Rahmen des deutsch-französischen Seminars
Berater Jürgen Meier
Autor:

Daniela Santo aus Lahr

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