Eine Frage, Frau Stacey
Streiken für den Klimaschutz

Emma Stacey

Offenburg (gro). Rund 300 Schüler folgten am Freitagmorgen dem Aufruf von "Friday für Future" in Offenburg und traten ab 11 Uhr in den Schülerstreik. Vor dem Offenburger Rathaus forderten sie die Politik, aber auch alle Bürger mit lautstarken Sprechchören und Plakaten auf, endlich für mehr Klimaschutz aktiv zu werden. Christina Großheim sprach mit Emma Stacey, einer der Organisatorinnen des Schülerstreiks, über deren Anliegen und mit welchen schulischen sie rechnen.

Warum haben Sie die Offenburger Schüler zum Streik aufgerufen?
Weil die Zeit, immer knapper wird, um etwas für den Klimaschutz zu tun. Die Politik macht einfach nichts. Deshalb haben wir beschlossen, dass wir uns engagieren müssen. Schließlich liegt unsere Zukunft auch in unsere Händen.

Wen wollen Sie mit ihrem Protest überhaupt erreichen?
Wir wollen Druck auf die Politik ausüben, aber auch auf die gesamte Gesellschaft. Die Menschen reden immer weiter, aber es verändert sich nichts. Wir müssen die Dinge jetzt verändern und dazu rufen wir auf.

Eigentlich wäre jetzt Unterrichtszeit. Mit welcher Reaktion von Seiten der Schulen rechnen Sie?
Das kommt auf die Schule an. Die Schulleiter der staatlichen Schulen haben deutlich gesagt, dass sie für diese Stunden keine Entschuldigungen akzeptieren werden. Ich werde also unentschuldigte Fehlzeiten vermerkt bekommen. Was mir nach der Ankündigung eher Sorgen ist, dass diese Tatsache jüngere Schüler sicher abgeschreckt hat, heute hier zu sein. Für mich gilt, dass mir unser Anliegen zwei Fehlstunden wert ist.

Wie geht es jetzt weiter? Soll es bei dieser einen Kundgebung für den Klimaschutz bleiben?
Das Organisationsteam hat bewusst offen gelassen, ob es bei dieser einen Aktion am heutigen Freitag bleibt. Wir wollten erst abwarten, wie die Resonanz ist. Wir werden uns dann zusammensetzen und in Ruhe besprechen, wie es weitergehen soll und ob wir noch einmal so einen Aufruf starten werden. Emma Stacey

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