Vertreterversammlung der GEMIBAU
1,4 Millionen Euro Überschuss in 2025

Die GEMIBAU zieht in der Vertreterversammlung Bilanz: Christine Mildenberger (v. l.), Anne Nickert, Markus Bruder, Peter Sachs, Claudia Kohnle, Dr. Fred Gresens, Martin Kern, Silke Boschert und Rainer Herfurth. | Foto: GEMIBAU
  • Die GEMIBAU zieht in der Vertreterversammlung Bilanz: Christine Mildenberger (v. l.), Anne Nickert, Markus Bruder, Peter Sachs, Claudia Kohnle, Dr. Fred Gresens, Martin Kern, Silke Boschert und Rainer Herfurth.
  • Foto: GEMIBAU
  • hochgeladen von Christina Großheim

Offenburg (st) Wie schon in den vergangenen Jahren: Die Mittelbadische Baugenossenschaft (GEMIBAU) konnte eine sehr erfolgreiche Bilanz 2025 bei ihrer diesjährigen Vertreterversammlung in Offenburg präsentieren, heißt es in einer Pressemitteilung. Die größte Baugenossenschaft in Mittelbaden besitzt rund 2.800 eigene Wohnungen, von denen sich die meisten in Offenburg, Lahr, Achern und Oberkirch befinden. Daneben verwaltet die Genossenschaft über 800 Wohnungen für Dritte. Im Januar 2025 konnte die Genossenschaft ihr 75-jähriges Bestehen im Rahmen einer beindruckenden Feier mit den Vertretern und ausgewählten Partnern aus Wirtschaft, Politik, Handwerk und Mitarbeitenden feiern.
Vorstandsvorsitzender Dr. Fred Gresens ging im Rahmen seiner Berichterstattung auf das vergangene Jahr ein und gab einen Ausblick auf die folgenden Jahre. Besonders hob er die Bedeutung der Baugenossenschaften hervor, die als Garant für bezahlbaren Wohnraum und für eine sozial ausgewogene Stadtentwicklung stehen. In Zeiten geopolitischer Verwerfungen und wirtschaftlich angespannten Lagen seien gerade die Genossenschaften historisch krisenfest, wirtschaftlich rentabel und sozial verantwortlich. Trotz signifikanter Wohnungsnot und hohen Baukosten habe sich das Konzept der Wohnungsbaugenossenschaften nicht nur bestätigt, sondern trage viel zur sozialen Stabilität in der Region bei.

Kritik an der Politik

Kritische Worte gab es erneut zu den aktuellen Entwicklungen in Politik und Wohnungswirtschaft. Hauptthema seines Berichtes waren die nach wie vor steigenden Kosten, die Zinsentwicklung und die politischen Rahmenbedingungen. „Nach wie vor hat das Thema Wohnungsbau nicht die notwendige Priorität in der Politik. Auch die Schaffung eines neuen Wohnungsbauministeriums hat nicht dazu beigetragen. Wer sozialen Frieden will, der muss bauen", so Gresens. Und weiter: „In Deutschland hat die Kröte eine bessere Lobby als Menschen, die eine Wohnung suchen.“ Die Neubau- und Modernisierungstätigkeiten seien aufgrund der gegenwärtigen Eckwerte signifikant eingebrochen Die GEMIBAU werde sich aber weiter als eine der wenigen Genossenschaften im Neubau engagieren.
Mit ihren über 600 eigenen Sozialwohnungen decke die Genossenschaft in Lahr und Offenburg einen bemerkenswerten Bestand an geförderten Wohnungen ab; in Offenburg gehören rund ein Drittel aller geförderten Wohnungen der GEMIBAU- sie ist damit größter Anbieter. Trotz anhaltender Verschlechterung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen erzielte die Baugenossenschaft einen Jahresüberschuss von über 1,4 Millionen Euro. Nach Zustimmung der Vertreterversammlung kann wieder eine Dividende von sechs Prozent an die Mitglieder ausbezahlt werden.

Hohe Eigenkapitalsumme

Mit einer Bilanzsumme von über155 Millionen Euro einer Eigenkapitalquote von über 30 Prozent und über 3.800 Mitgliedern ist die GEMIBAU das größte Unternehmen der Wohnungswirtschaft in Mittelbaden. „Unser Ziel ist es – wie schon seit der Gründung vor über 75 Jahren - unseren Mitgliedern bezahlbaren Wohnraum zur Verfügung zu stellen. Die GEMIBAU beweist immer wieder aufs Neue, dass die Form der Genossenschaft eines der sozial fortschrittlichsten Wirtschaftsmodelle unserer Zeit ist. Die Genossenschaft steht für regionales Handeln, nachhaltiges Wirtschaften und gelebte Verantwortung", so der Aufsichtsratsvorsitzender Markus Bruder. Mit einer Durchschnittsmiete von 6,22 Euro pro Quadratmeter liege die Gemibau deutlich unter den regionalen Mietniveaus in Südbaden. Über 90 Prozent der Wohnungen würden unter dem regionalen Mietspiegel vermietet.
In 2025 hat die Genossenschaft rund 14 Millionen Euro in Neubau, Modernisierung und Instandhaltung investiert. Mit diesen Werten befinde sich die GEMIBAU wie schon in den vergangenen Jahren in der Spitzengruppe der Genossenschaften in Baden-Württemberg. Auch für die laufenden Jahre werde ein Schwerpunkt in der Modernisierung des Gebäudebestandes liegen. Nächstes Jahr soll die Modernisierung der drei Hochhäuser in Offenburg-Albersbösch mit über 150 Wohnungen abgeschlossen werden; ebenso die Modernisierung und Erweiterung eines Wohnungsgebäudes in Herbolzheim und in Lahr. Beabsichtigt sei unter anderem der Neubau von 30 Eigentumswohnungen in Lahr, die jetzt nach einem langen Diskussionsprozess in die Realisierung gehen sollen; ebenso stünden Grunderwerbe für weitere Projektentwicklungen an.

Einblick in die Zahlen

Vorstand Peter Sachs erläuterte den Vertretern die guten Zahlen der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung des Jahres 2025. Für 2026 rechnet Sachs ebenfalls mit einem guten Ergebnis trotz der schwierigen Lage der Wohnungswirtschaft. „Wir sind solide für anstehende Aufgaben aufgestellt. Eine besondere Herausforderung werden die anstehenden Neubauaktivitäten und Modernisierungsprojekte der Genossenschaft sein vor dem Hintergrund der Baukosten- und Zinsentwicklung“. Die Vertreterversammlung nahm die gute Ertragslage der Genossenschaft zur Kenntnis. Es wurde der Jahresabschluss 2025 festgestellt, der Geschäftsbericht des Vorstandes und des Aufsichtsrates genehmigt und Aufsichtsrat und Vorstand entlastet. In der anschließenden konstituierenden Sitzung des Aufsichtsrates wurden der Offenburger Unternehmer Markus Bruder als Vorsitzender des Aufsichtsrates und die Architektin Christine Mildenberger als Stellvertreterin bestätigt. Altersbedingt schied Alfred Schütz aus Lahr aus dem Aufsichtsrat aus.

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Karte einbetten

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Code einbetten

Funktionalität des eingebetteten Codes ohne Gewähr. Bitte Einbettungen für Video, Social, Link und Maps mit dem vom System vorgesehenen Einbettungsfuntkionen vornehmen.
Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.