Update: Waldbrände in der Ortenau
Eindämmung der Feuer gelungen
- Der Feuerwehr ist das Eindämmen der Waldbrände in der Ortenau gelungen.
- Foto: Bernhard Frei/Landratsamt Ortenaukreis
- hochgeladen von Christina Großheim
Offenburg (st) Nach einer außergewöhnlichen Einsatznacht hat sich die Lage bei den Waldbränden in der Ortenau am Mittwochmorgen. 12. August, stabilisiert. In Zell am Harmersbach ist es laut einer Pressemitteilung des Landratsamtes Ortenaukreis den Einsatzkräften in den frühen Morgenstunden gelungen, die weitere Brandentwicklung einzudämmen. Jetzt stehen aufwendige Nachlöscharbeiten im Mittelpunkt. Laut der Stadt Zell am Harmersbach waren die Bereiche Badwald, Sommerberg und Hammergarten betroffen. Allein an diesem Brandort waren 250 Einsatzkräfte im Einsatz. Auch in Steinach muss nach dem am Dienstag unter Kontrolle gebrachten Waldbrand mit hohem Aufwand nach Glutnestern gesucht werden. „Verletzte sind nach aktuellem Stand glücklicherweise nicht zu beklagen“, informiert Kreisbrandmeister Bernhard Frei. Aktuell sind noch rund 100 Einsatzkräfte an den Brandstellen im Einsatz.
Über Kreisgrenzen hinweg
Bei den Einsätzen waren mehr als 600 Kräfte der Feuerwehren, der Bergwacht, des Deutschen Roten Kreuzes, der Malteser, des Technischen Hilfswerks (THW) sowie der Polizei im Einsatz. Landrat Thorsten Erny hatte am Dienstagabend, 11. August, die Einsatzstellen in Steinach und Zell am Harmersbach besucht. „Die vergangenen Stunden haben eindrucksvoll gezeigt, wie stark die Ortenau in einer außergewöhnlichen Lage zusammensteht. Mehr als 600 Einsatzkräfte haben mit großer Professionalität und hohem persönlichem Einsatz Hand in Hand gearbeitet und damit Schlimmeres verhindert“, sagt Landrat Thorsten Erny. „Mein besonderer Dank gilt auch den vielen Landwirten sowie den Unternehmen, die ganz selbstverständlich mit Wasserfässern, Fahrzeugen und ihrer Logistik zur Hilfe gekommen sind. Dieser Zusammenhalt über Organisations-, Gemeinde- und Kreisgrenzen hinweg verdient höchste Anerkennung. Zugleich bitte ich alle Menschen in der Ortenau eindringlich, angesichts der anhaltenden Trockenheit auf offenes Feuer zu verzichten und Zigaretten keinesfalls achtlos wegzuwerfen.“
Erny hatte sich am Mittwochmorgen auch in einer Videobotschaft auf den Social-Media-Kanälen des Landkreises bei den Einsatzkräften und Helfenden bedankt.
Der Zeller Bürgermeister Günter Pfundstein dankte allen Einsatzkräfte: "Mein Dank geht an die Forst- und Landwirte. Sie haben großartiges Engagement gezeigt. Permanent sind beispielweise Landwirte mit ihren Tankfässern gefahren, um Löschwasser an die einzelnen Einsatzstellen anzuliefern." Er bittet die Bürger, die Einsatzstellen der Feuerwehr und die betroffenen Waldgebieten zu meiden, um die Kräfte nicht bei ihrer Arbeit zu behindern und sich nicht selbst in Gefahr zu bringen.
Polizei untersucht Brandursachen
Die ungewöhnliche Häufung von Flächen- und Vegetationsbränden in den zurückliegenden Tagen und Wochen, insbesondere am gestrigen Dienstag, lässt alleine durch die Anzahl der Brände den Verdacht aufkommen, dass deren Entstehung nicht nur alleine auf die derzeit vorherrschende Trockenheit zurückzuführen ist, teilt das Polizeipräsidium Offenburg mit. Konkrete Anhaltspunkte auf eine mögliche Brandstiftung würden derzeit zwar nicht vorliegen, dennoch würden die Ermittlungen zu den gesamten Bränden in dieser Region nun gebündelt und zentral von der Kriminalpolizei geführt. Auch in den kommenden Tagen würden Polizeistreifen in den betroffenen Städten und Gemeinden verstärkt unterwegs sein.
Darüber hinaus bitten die Ermittler der Kriminalpolizei um Hinweise und der Mitteilung von verdächtigen Beobachtungen. Sind in den betroffenen Gebieten eventuell verdächtige Fahrzeuge aufgefallen oder haben sich Personen verdächtig verhalten? Zeugen melden sich bitte beim Kriminaldauerdienst unter der Rufnummer 0781/212820 oder unter der Notrufnummer 110.
Die Löscharbeiten zu dem Brand in Zell am Harmersbach sind derweil immer noch im Gange und werden mutmaßlich noch längere Zeit andauern. Nach derzeitiger Einschätzung sind zirka 20 Hektar Wald von dem Brand betroffen. Die L94 ist in diesem Zusammenhang nach wie vor gesperrt. Überdies ist der betroffene Waldbereich zwischen den Schwimmbädern von Zell am Harmersbach und Biberach gesperrt. Die Verantwortlichen der beiden Städte und Gemeinden haben hierzu auch Schilder aufgestellt. Die Polizei weist darauf hin, dass das abgebrannte Waldgebiet erhebliche Gefahren von umstürzenden Bäumen und herabfallenden Ästen birgt und richtet daher einen Appell an die Bevölkerung, den abgesperrten Bereich nicht zu betreten. Davon betroffen osz auch der Panorama-Kneippweg.







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