Polizei warnt vor Telefonbetrug
Senioren um große Summen gebracht
- Foto: Symbolbild gro
- hochgeladen von Christina Großheim
Renchen/Wolfach (st) Nachdem zwei Senioren am Dienstagnachmittag, 25. August, unterschiedlichen Betrugsmaschen mit erheblichem Schaden zum Opfer fielen, ruft das Polizeipräsidium Offenburg erneut zur Vorsicht vor auffälligen Telefonanrufern auf. Insbesondere wenn die unbekannten Anrufer Geld oder Wertgegenstände verlangen.
Die beiden Senioren wurden laut Polizeiangaben zwischen 14 und 16 Uhr von den betrügerischen Anrufen überrascht. Bei einem Telefonat wurde die prekäre gesundheitliche Situation des Familienangehörigen des Betroffenen und eine Aufforderung zur Zahlung für medizinische Behandlungen benannt. Im anderen Fall handelte es sich um einen Schockanruf mit einem vorgetäuschten Unfall. Das Geld wurde jeweils von einem männlichen Unbekannten abgeholt.
Am Wohnort aufgesucht
Ein Senior aus Renchen sei hierfür an seinem Wohnort aufgesucht worden. Im zweiten Fall sei der 84-Jährige aus der südlichen Ortenau für die Übergabe zu dem Parkplatz einer Kirche in die Kreuzbergstraße nach Wolfach gelotst worden. Erst später sei der Betrug aufgeflogen und die Geschädigten hätten die Polizei verständigt. Erschreckend seien die Summen der übergebenen Werte: In einem Fall Edelmetall im Wert von knapp 300.000 Euro, im anderen Fall seien es über 20.000 Euro Bargeld gewesen.
Die Beamten der Kriminalpolizei bitten Personen, die in Renchen oder Wolfach die Übergaben beobachtet oder verdächtige Personen und Fahrzeuge mit ortsfremden Kennzeichen gesehen haben, sich unter der Telefonnummer 0781/212820 zu melden.
Die Absicht hinter Schockanrufen sei immer gleich: Die Betrüger wollen an das Ersparte oder die Wertgegenstände ihrer ausgewählten Opfer. Hierzu werden den Angerufenen unterschiedliche Geschichten aufgetischt, die unter dem Strich eines gemeinsam haben: alle sind frei erfunden und dienen nur dazu die Opfer über den Tisch zu ziehen.
Tipps der Polizei
Die Polizei weist in solchen Fällen daraufhin: Die Angerufenen sollten sich niemals unter Druck setzen lassen. Am besten sollten sie sofort auflegen. Es sollten niemals Geld oder Wertsachen an unbekannte Personen übergeben werden. Am besten sollte in solchen Fällen ein Familienmitglied angerufen werden. Am Telefon sollte niemals über persönliche und finanzielle Verhältnisse gesprochen werden. Es sollten keine Geheimzahlen, Passwörter oder ähnliches herausgegeben werden. Betroffene sollten mit Freunden und Verwandten über das Thema sprechen und so ihr Umfeld für diese Betrugsarten sensibilisieren. Die Polizei warnt: Das Krankenhaus wird niemals Dritte um Geldbeträge oder Wertgegenstände für spontane Behandlungen von Familienmitgliedern, Freunden oder ähnlichen Zahlungen bitten.






Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.