Klassisch an Karfreitag: Schmackhafte Meeresbewohner

Ob gebraten, als Forelle Blau oder im Ofen gegart: Traditionell kommt an Karfreitag Fisch auf den Tisch.
  • Ob gebraten, als Forelle Blau oder im Ofen gegart: Traditionell kommt an Karfreitag Fisch auf den Tisch.
  • Foto: Maren Beßler/pixelio
  • hochgeladen von dtp02 dtp02

Der Karfreitagsfisch gehört zur christlichen Tradition wie Krapfen zur Fastnacht. An Karfreitag steht die Erde still, weil Jesus gestorben ist. Gemeinsam mit dem Aschermittwoch ist er der
einzige gebotene Fastentag in der katholischen Kirche. An beiden Tagen
wird Verzicht geübt, Alkohol und Fleisch stehen daher nicht auf der
Speisekarte. Von dem Fastengebot ausgenommen ist jedoch alles, was aus dem Meer kommt.

Im Rahmen des Verzichts sollte an Karfreitag auch eine leichte und genussfreie Küche vorherrschen, bei der die Mahlzeiten der reinen Essensaufnahme dienen. Obwohl er aus dem Meer
kommt, ist der bekannte Backfisch also kein typisches Karfreitagsessen.
Da der Mensch aber erfinderisch ist und ungerne auf sein Fleisch
verzichtet, wurde das Fastengebot oftmals umgangen. Die sogenannten
„Herrgottsbescheißerle“ (Maultaschen) sind das beste Beispiel dafür und
es wird gemunkelt, dass so manch ein schlauer Fuchs einfach ein Schwein
ins Wasser warf, um das Gebot zu umgehen.

Allzu streng nimmt es die Mehrheit heute allerdings nicht mehr. Zwar kommt an Karfreitag in
vielen Haushalten Fisch auf den Teller, er dient aber nicht mehr nur der
bloßen Nahrungsaufnahme, sondern auch dem Genuss. Für die Zubereitung
des Karfreitagsfischs gibt es viele unterschiedliche Rezepte. Ob
Süßwasserfische wie die Forelle (auf Müllerinnen Art, Blau oder
gebacken), Lachs, der sowohl in süßem als auch in salzigem Wasser seinen
Lebensraum hat (als Filet mit Meerrettichhaube) oder der Kabeljau als
Meeresbewohner (als Loins, Rückenstück, in Rieslingsoße), die Auswahl an
Fischarten und Zubereitungsweisen ist riesig.

Dabei sind die Süßwasserfische bei den Deutschen weniger beliebt als ihre Verwandte aus
dem Meer. Auf die Gesundheit wirken sich allerdings beide Arten der
Wasserbewohner positiv aus, Ernährungsberater raten daher zu dem Verzehr
von 200 g Fisch pro Woche.

Autor: Laura Bosselmann

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen