Freibäder rüsten sich für die anstehende Saison

Offenburg ohne Freibad: Wegen des Abrisses in der Stegermattstraße bleibt für Offenburger das Strandbad am Gifizsee oder die Freibäder in der Umgebung als Ausweichmöglichkeit.
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Ortenau. Angesichts der derzeit herrschenden Temperaturen würde mancheiner schon gern das
kühlende Nass genießen. Doch noch heißt es, sich in Geduld zu üben,
denn erst in zwei bis drei Wochen öffnen die meisten Schwimmbäder ihre
Pforten. Die Vorbereitungen hierauf sind aber bereits in vollem Gang.
Wir fragten nach, was wo noch getan werden muss und was sich in der
anstehenden Saison ändert.

Damit die Freibadsaison 2015 pünktlich am 1. Mai im Durbacher Freibad beginnen kann, sind die
Vorbereitungen derzeit in vollem Gange. Weil das Bad nicht den neuen
gesetzlichen Anforderungen von einer Wassertiefe von 3,80 Metern genügt,
muss das Ein-Meter-Sprungbrett abgebaut werden. Stattdessen werden vier
Startblöcke installiert. Für eine Tageskarte zahlen Erwachsene drei
Euro, Kinder und Jugendliche 2,10 Euro. Ansonsten laufen im Tourismusort
derzeit die Reinigung und die Wartung der Technik.

14 Tage später als in Durbach öffnet das Freizeit und Familienbad „Die Insel“ in
Gengenbach, dann sollten auch hier die Vorbereitungen durch Wartung und
Wasseraufbereitung abgeschlossen sein. 1,60 Euro zahlen Kinder und
Jugendliche sowie 1,40 Euro die Erwachsenen an der Tageskasse.

Viele Fragen sind dagegen noch offen, was die Offenburger Badesaison angeht.
Mit dem Abriss des Freibades in der Stegermattstraße beginnt die erste
von zwei Saisons ohne Freibad. Als Ausweichmöglichkeit bietet sich das
Strandbad Giffizsee an. Dessen Pächter Dirk Hesse wollte sich aktuell
allerdings zu keiner Frage äußern, nennt noch viele offene Punkte als
Grund und verweist auf Anfang Mai, wenn er mehr sagen könne. Die Stadt 
Offenburg hatte auf ein zeitnahes Gespräch mit ihrem Pächter gedrängt,
weil er ohne notwendige Rücksprache die neuen Eintrittspreise drastisch
erhöht hatte. Daher ist derzeit offen, wann es weiter geht.

Während in der vergangenen Woche im Lahrer Terrassenbad noch Überlaufrinnen,
Sprunganlage und Beckenumgänge gereinigt wurden, beginnen in dieser
Woche die Säuberungsarbeiten im Becken, damit die Saison planmäßig am 9.
Mai beginnen kann. „Zudem müssen die alljährlichen
Instandhaltungsarbeiten in der Technik, den sanitären Anlagen und den
Gebäuden durchgeführt werden“, erklärt Claude Woitschitzky von den
Lahrer Bäderbetrieben. „Gleichzeitig werden Unterhaltungsarbeiten im
Außenbereich stattfinden.“ Hinzu kommen zahlreiche Sicherheitschecks,
insbesondere an der Badewasseraufbereitungsanlage, aber auch die
jährliche TÜV-Abnahme der Rutschen ist zwingend vorgeschrieben.
Abgesehen von dem ein oder anderen Farbanstrich und einer neuen
Zaunanlage zur Ostseite wird es für die Badegäste keine Neuerungen
geben. Die Eintrittspreise blieben im Vergleich zur vergangenen Saison
mit 3,40 Euro für Erwachsene und zwei Euro für Kinder und Jugendliche
von vier bis 17 Jahren stabil.

Wie im Lahrer, so wird auch im Ettenheimer Freibad derzeit kräftig gewerkelt. Damit die Gäste am 16. Mai in die kühlen Fluten springen können, sind zwei Personen bereits
seit dem 9. März im Vollzeit-Einsatz, wie Edgar Koslowski, Leiter des
Ettenheimer Freibades, berichtet. Derzeit werden die Grünanlagen aus
ihrem Winterschlaf geholt. Aber auch die Wasserumwälzanlagen, eine
Beckengrundreinigung und Malerarbeiten gilt es vorzunehmen, bevor die
ersten Gäste das Bad betreten können. Das ist aber noch längst nicht
alles, was für 2015 geplant ist: „Wir haben für dieses Jahr eine größere
Dachsanierung anstehen“, berichtet Koslowski. Durch diese werden die
Dächer auf die Installation einer Absorberanlage vorbereitet, die das
Wasser im großen Kombibecken erwärmen soll. Zunächst muss die Anlage
jedoch noch für den Haushalt 2016 vorgeschlagen werden. Kinder und
Jugendliche von sechs bis 16 Jahren zahlen in Ettenheim zwei Euro,
Erwachsenen drei Euro Eintritt.

Seit dem 1. April wird in Sasbachwalden kräftig gewerkelt – Grünpflege, Beckenreinigung und
technische Arbeiten stehen auf dem Programm. Am 1. Mai, um 8 Uhr, hofft
man dann nicht nur auf schönes Wetter, sondern  auf jede Menge
gutgelaunter Besucher. Weitergeführt werden kann in diesem Jahr – dank
einer Spende – die Öffnung ab 8 Uhr.

Im Acherner Freibad haben die Vorbereitungen bereits Anfang März begonnen. Pflanzen und Sträucher wurden geschnitten, die Platten rund um die Becken gereinigt,
Startblöcke und Sprungbretter montiert. Die Becken wurden vom
winterlichen Schmutz befreit und ab dem 20. April wieder befüllt. Am 27.
April schließlich wird die Anlage in Betrieb genommen, das Bad dann am
9. oder 16. Mai geöffnet. Der neu angelegte Parkplatz und die neuen
Fahrradständer vor dem Schwimmbad werden künftig für ein ordentliches
entspanntes Parken sorgen. Und auf einen Bolzplatz dürfen sich die
Besucher außerdem freuen.

Voraussichtlich Mitte Mai eröffnet das Naturerlebnisbad Ottenhöfen seine Saison 2015. Die Arbeiten laufen hier bereits seit Anfang März auf Hochtouren, um den Badegästen wieder ein
angenehmes und chlorfreies Badevergnügen zu bereiten. Wie in jedem Jahr
werden die Schwimm- und das Kleinkinderbecken nach einer gründlichen
Reinigung wieder mit Trinkwasser befüllt. Die Rafting-Rutsche und die
Sprunganlage werden wie üblich auf ihre Sicherheit überprüft. Die
Bepflanzung der beiden Regenerationsbecken wird durch entsprechende
Pflegemaßnahmen aktiviert, so dass die biologische Wasseraufbereitung
bereits jetzt anlaufen kann. Parallel dazu werden die Grünanlagen und
Liegeflächen aus dem Winterschlaf geholt. Neu in diesem Jahr sind
verschiedene Vergünstigungen, um die Familienfreundlichkeit des Bades
auch in finanzieller Hinsicht weiter zu steigern. So kann beispielsweise
mit der Jahreskarte auch das Kappelrodecker Schwimmbad genutzt werden –
und auch umgekehrt.

Voller Elan ist der Kappelrodecker Bademeister Yannis Lamm vor einigen Tagen schon in die Vorbereitungen eingestiegen: Reinigungs- und Unterhaltungsarbeiten, Funktionschecks,
Herrichten der Grünanlagen. Bis zur geplanten Eröffnung am 16. Mai soll
alles fertig sein. 2011 wurde das Bad grundlegend modernisiert und ist
auf dem allerneuesten Stand. Lediglich die Wassertechnik muss noch
erneuert werden, das passiert dann nach Ende der diesjährigen Saison.

Neben den üblichen vorbereitenden Reinigungs- und Pflegearbeiten wird in
Renchen derzeit noch das Schimmerbecken saniert. Wenn das Wetter
mitspielt, öffnet das Bad am 10. Mai. Dann können sich die kleinen
Besucher auch wieder im frisch sanierten und beheizten Kleinkindbecken
austoben, das bereits im vergangenen Jahr wieder in Stand gesetzt wurde.

Mit einem neuen Pächter startet man in Bad Peterstal-Griesbach in die neue Saison. Mangelnde Sauberkeit und zu kaltes Badewasser
sorgten hier in der Vergangenheit für schwindende Besucherzahlen. Der
ehemalige Pächter des Offenburger Gifiz-Strandbades Klaus Schwarze hat
jede Menge vor, dass sich die Besucher im Bad Peterstaler Freibad wieder
richtig wohl fühlen können.

Auch das Kippenheimer Freibad wird derzeit auf die kommende Saison vorbereitet. „Die Mitarbeiter sind seit bereits Anfang März dabei, Gartenarbeiten zu erledigen, das Becken zu
reinigen und die Technik zu warten“, erklärt Mike Kunz von der Sport-
und Freizeitmanagement GmbH. „Die Eröffnung findet dann wie geplant am
26. April statt.“ Kinder zahlen einen, Schüler ab sechs Jahren zwei und
Erwachsene drei Euro Eintritt.

Die Blüte hat bereits angefangen, in Deutschland gab es mit etwas über 25 Grad Celsius auch schon den ersten Sommertag. In höheren Lagen sowie Tallagen ist das mit den
Lufttemperaturen jedoch so eine Sache. Nicht nur in Nordrach wird
deshalb auf ein beheiztes Freibad gesetzt. „Derzeit wird ein
Fernwärmeanschluss für rund 65.000 Euro verlegt, der mit 15.000 Euro
bezuschusst wird“, so Nordrachs Bürgermeister Carsten Erhardt. „Somit
kann das Wasser nun noch ökologischer zum Saisonstart Mitte Mai auf etwa
27 bis 30 Grad erhitzt werden.“ Dabei dürfen sich Touristen und
Einheimische freuen: „So kann die Badesaison nun auch deutlich
verlängert werden“, sagt Erhardt.

Auch in Zell am Harmersbach laufen die Arbeiten für den Saisonbeginn zum 10. Mai. Das Datum gilt aber nur wenn die Temperaturen entsprechend seien, erklärt Hauptamtsleiter Ludwig Börsig.

Im Freibad in Oberharmersbach und dem Waldterrassenbad in Biberach wird das Wasser ebenfalls beheizt. Nicht nur das Angebot der einzelnen Bäder in Biberach, Zell a.H.,
Nordrach und Oberharmersbach macht diese so interessant. Die Brandenkopf
Bäderspaß-Karte ist zwar etwas teurer als die jeweilige Saisonkarte in
den einzelnen Orten, mit ihr kann man aber an den vier Standorten
„Bäder-Hopping“ machen. Mit ihr gibt es im Freizeitbad Gengenbach zudem
noch einen Nachlass von 50 Prozent auf den Eintritt.

In Haslach werden sich die Badegäste an wiederverwendbare Kunststoff-Jahreskarten
gewöhnen müssen, die eingescannt werden. Baulich hat sich für die
Besucher nichts verändert. Allerdings wurde in die Beregnungsanlage im
oberen Bereich des Freibades investiert.

Investitionen sind in diesem Jahr in Steinach nicht notwendig. 1,2 Millionen Euro hat die
Gemeinde zuletzt in die neue Technik, den Sanitärtrakt und die Becken
investiert. Die Saison soll dort an Christi Himmelfahrt beginnen. „Bei
schönem Wetter machen wir aber schon früher auf“, sagt Bürgermeister
Frank Edelmann. Da im vergangenen Jahr die Saison etwas kurz war, die
Bauarbeiten gingen 2014 länger als gedacht, bekommen die
Saisonkarteninhaber von 2014 einen Abschlag auf den Preis für die Karte
von diesem Jahr.

Die Bauarbeiten in Hausach stehen erst noch bevor. „Die Freibadsaison wird ganz normal laufen“, sagt Bürgermeister Manfred Wöhrle. Mit Blick auf den Um- und Neubau hat man sich dort mit
Investitionen zurückgehalten. Durch die Höhe der Baukosten muss alles
was das Kinzigtalbad anbelangt europaweit ausgeschrieben werden. Derzeit
wird die Ausschreibung für die detaillierte Bauplanung vorbereitet.
„Das kostet uns sicher ein halbes Jahr Zeit, wir mussten aber diesen Weg
gehen.“ Für das interkommunale Hallenbad musste zuerst eine
kostenbelastbare Planung gemacht werden, damit man überhaupt Mitstreiter
findet. Die europäische Ausschreibung wäre nur durch einen Wettbewerb zu umgehen gewesen.

Autor: bos/rek/ds/dh

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