Prechtaler Schanze liefert Strom für Windsteckdose

Fünf Geldinstitute und ein Energierversorger: Der Windpark wird ein regionales Konzept durch und durch.
  • Fünf Geldinstitute und ein Energierversorger: Der Windpark wird ein regionales Konzept durch und durch.
  • hochgeladen von dtp02 dtp02

Ortenau. Fünf Volksbanken und Sparkassen aus der Region machen gemeinsame Sache. Für die neue
„Windenergieanlage Prechtaler Schanze“ haben die Geldinstitute den
Konkurrenzgedanken hinten angestellt und die Finanzierung dieses
Projektes übernommen „In dieser Formation treten wir nicht alle Tage
auf“, begrüßte der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Offenburg/Ortenau,
Helmut Becker, seine Vorstandskollegen von den Volksbanken Lahr,
Triberg und Kinzigtal sowie der Sparkasse Haslach-Zell bei einem
gemeinsamen Pressegespräch.

„Bei der Windenergieanlage haben wir vom E-Werk Mittelbaden den Auftrag erhalten, die Finanzierung zu
strukturieren. Die Prämisse war, die Platzierung der Fremdmittel unter
den örtlichen Volksbanken und Sparkassen“, erklärte Jürgen Riexinger,
wie es zu dem gemeinsamen Projekt kam. Für den Bau des Windparks auf den
Gemarkungen Gutach und Mühlenbach, direkt an der Landkreisgrenze,
investiert das E-Werk Mittelbaden rund 18 Millionen Euro auf der mehr
als 800 Meter hohen Schanze in drei baugleiche Anlagen mit einer
Leistung von je drei Megawatt. Jeder Anlage ist 200 Meter hoch, der
Rotordurchmesser misst 101 Meter.

Der Energieversorger komme mit dem Windenergiepark seinem Ziel, alle Haushalte mit regenerativer
Energie aus der Region zu versorgen, einen großen Schritt näher, so
E-Werk-Vorstand Ulrich Kleine. Die drei Windenergieanlagen in dem
derzeit beliebten Tourismusziel sollen noch in diesem Jahr in Betrieb
gehen. Mit der voraussichtlichen Jahresproduktion von 19 Millionen
Kilowattstunden Strom können rund 7000 Haushalte mit Strom aus Windkraft
versorgt werden. Der Vorstand der Volksbank Kinzigtal, Martin
Heinzmann, verfolgt den Bau der Windenergieanlage mit Begeisterung. Die
Fundamentarbeiten sind bereits ausgeführt. Für den Bau der Türme werden
die notwendigen 174 Einzelteile in Begleitung von Sicherheitseskorte
angeliefert.

„Die Grenzen von rot und blau (Anm.d.Red.: es sind die Farben der jeweiligen Geldinstitute) zu überwinden, weil es um ein
gemeinsames Ziel geht“, gab sich auch Reiner Richter von der Volksbank
Lahr begeistert über das Projekt. Ein mustergültiges Leuchtturmprojekt,
auch zur Stärkung der Region, betonte Mathias Wangler. Der
Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Haslach-Zell lobte mit der
„gemeinsamen Windsteckdose“ ein weiteres Projekt. In rund vier Kilometer
Entfernung vom Windenergiepark Prechtaler Schanze entsteht eine neue
Umspannanlage. Dort soll der von den Windanlagen produzierte Strom in
das regionale Netz eingespeist werden. Weitere Windparks können dort
angeschlossen werden, was Kosten spare.

Für die Windenergieanlage Prechtaler Schanze soll eine weitere Gesellschaft
gegründet werden, damit Kommunen und Bürger sich beteiligen können.
„Regionalität muß man leben“, sagte Kleine, der zwischen den Chefs der
Geldinstitute saß und ein Lächeln im Gesicht trug.

Autor: wei

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen