Sanierung abgeschlossen
Kehler Rathaus erstrahlt in neuem Glanz

Die Sanierung des Kehler Rathauses ist abgeschlossen. | Foto: Stadt Kehl
  • Die Sanierung des Kehler Rathauses ist abgeschlossen.
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  • hochgeladen von Christina Großheim

Kehl (st) Über elf Monate war das Kehler Rathaus in Rohrgerüste gehüllt. Nun ist die umfassende Dach- und Fassadensanierung abgeschlossen und das denkmalgeschützte Gebäude präsentiert sich neuerdings in sogenanntem gebrochenem Weiß. Doch nicht nur die Farbe ist eine andere, nach den Arbeiten zeigt sich das Rathaus auch deutlich energieeffizienter und nachhaltiger, teilt die Stadt Kehl mit.
Mit insgesamt rund 40.000 Ziegeln auf zusammengerechnet sieben Kilometern Unterkonstruktion wurde das Satteldach neu eingedeckt und mit einer modernen Wärmedämmung versehen. Eine zwölf Zentimeter starke Holzfaserdämmplatte zwischen den Dachsparren, ergänzt durch eine vier Zentimeter dicke Aufsparrendämmung, sorgt künftig für erhebliche Energieeinsparungen. Auch die Dachgauben wurden neu verschalt. Auf der Dachseite hin zum Busrendezvous in der Großherzog-Friedrich-Straße wurde eine neue Photovoltaikanlage installiert. 46 Solarpanele mit einer Gesamtleistung von rund 26 Kilowattpeak erzeugen künftig klimafreundlichen Strom.

Frischer Anstrich

Ebenfalls erneuert wurde die Fassade, die zuletzt 1999 saniert worden war. Sie hat einen frischen Anstrich in gebrochenem Weiß erhalten – entsprechend dem Baustil des Architekten Friedrich Weinbrenner. Die stark verwitterten Balkone wurden instandgesetzt, der Blitzschutz durch ein modernes Edelstahl-System ersetzt und beschädigte Putzstellen ausgebessert. Kehlbleche, Gaubenbleche, Rinnen und Fallrohre des Dachentwässerungssystems wurden durch neue Kupferkomponenten ausgetauscht. Im Zuge der Sanierung soll auch die Barrierefreiheit verbessert werden. Die Rampe am Haupteingang erhält künftig – auf Anregung des Beirats für Menschen mit Beeinträchtigungen – einen behindertengerechten Handlauf. Er soll Ende Januar montiert werden.
Das Rathaus präsentiert sich jetzt energetisch deutlich verbessert und leistet so einen Beitrag zum Erreichen der städtischen Klimaziele. Aus dem Energie- und Klimafonds des Landes Baden-Württemberg flossen Fördermittel in Höhe von etwa 117 000 Euro in das Projekt. Die Gesamtkosten der Sanierungsmaßnahme belaufen sich nach Abzug der Fördersumme auf rund 1 015 000 Euro.
Bevor das Gerüst nach Ende der Sanierungsarbeiten abgebaut wurde, bot es noch einmal eine praktische Gelegenheit: Es wurde zugleich zum Anbringen der Weihnachtsbeleuchtung genutzt. Sie wird in den kommenden Tagen für festliche Stimmung sorgen.

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