OB Vetrano bei Polizeipräsident Renter
Neues Sicherheitskonzept

Polizeipräsident Reinhard Renter und Oberbürgermeister Toni Vetrano | Foto: Polizei

Kehl (st). Mit einem neuen und gemeinsamen Sicherheitskonzept werden das Polizeipräsidium Offenburg und die Stadt Kehl gegen die Störungen vorgehen, die in den vergangenen Wochen von Gruppen unangepasster Jugendlicher in den Freibädern in Kehl und Auenheim verursacht wurden. Wie mehrfach berichtet, hatten beide Bäder zur Sicherheit der übrigen Badbesucher mit Hilfe der Polizei geräumt werden müssen.

Die größtenteils aus Straßburg stammenden jungen Männer hatten sich nicht nur wiederholt den Weisungen des vor Ort eingesetzten Bäder- und Sicherheitspersonal widersetzt, sie waren, wenn die Bäder wegen Überfüllung geschlossen werden mussten, auch über die Zäune eingestiegen. Mittlerweile bekannt gewordene Ordnungsstörungen und Straftaten, die damit einhergingen werden derzeit polizeilich überprüft.

Kehls Oberbürgermeister Toni Vetrano und der Polizeipräsident des Polizeipräsidiums Offenburg, Reinhard Renter, haben nun ein neues gemeinsames Sicherheitskonzept auf den Weg gebracht. Vetrano: „Das Maßnahmenpaket soll gewährleisten, dass die Sicherheit der Badegäste, vor allem der Familien mit Kindern, bestmöglich geschützt ist.“

Zäune mit Stacheldraht, mehr Sicherheitskräfte, mehr Polizei

Die Stadt Kehl hatte die Zahl der Security-Mitarbeiter im Kehler Freibad zunächst von vier auf acht verdoppelt und wird sie an den Wochenenden, also von Freitag bis einschließlich Sonntag auf zwölf erhöhen.

  • Im Auenheimer Bad sind täglich vier statt zwei Security-Kräfte präsent.
  • Zusätzlich werden jeweils zwei Mitarbeiter des Kommunalen Ordnungsdienstes (KOD) täglich für jeweils vier Stunden in beiden Bädern präsent sein. 
  • Die Taschen der Badbesucher werden weiterhin kontrolliert. 
  • Die Zäune beider Bäder werden in den nächsten Tagen mit Stacheldraht erhöht, um zu verhindern, dass sie überklettert werden, wenn die Freibäder geschlossen werden müssen, weil sie an ihrer Kapazitätsgrenze angekommen sind. 

Polizeipräsident Reinhard Renter stand bereits nach den ersten Vorfällen Anfang Juni in direktem und engem Austausch mit dem Oberbürgermeister und lobt die vertrauensvolle Zusammenarbeit. Während die Stadt Kehl für die Sicherheit innerhalb der Schwimmbäder zuständig ist, wurden die polizeilichen Präsenzmaßnahmen rund um die Bäder und vor allem in den Zugangsbereichen bereits verstärkt.

Auch Innenministerium sagt Unterstützung zu

Der Innenminister des Landes Baden-Württemberg sagt der Stadt Kehl Unterstützung zu, um die Sicherheit im Umfeld der Freibäder Kehl und Auenheim zu gewährleisten. Das Innenministerium stehe in engem Kontakt mit dem Polizeipräsidium Offenburg; erste Maßnahmen seien in Abstimmung mit der Stadt bereits getroffen worden, schreibt Thomas Strobl am Mittwoch in seinem Antwortbrief an Oberbürgermeister Toni Vetrano. „Sollte daneben weiterhin noch personelle Unterstützung zur Lösung des Problems erforderlich sein, ist aus meiner Sicht zudem eine kurzfristige temporäre Unterstützung durch Einsatzkräfte des Polizeipräsidiums Einsatz auf Antrag des Polizeipräsidiums Offenburg möglich“, wird Innenminister Thomas Strobl wörtlich..

„Im Rahmen der polizeilichen Möglichkeiten unterstützen wir die Stadt Kehl bestmöglich und gemeinsam mit Ihnen gehen wir diese Herausforderung weiterhin intensiv und aktiv an“, heißt es in dem von Thomas Strobl unterzeichneten Brief. Und weiter: „Dies im direkten Kontakt zu tun, halte ich für zielführend. Hierzu stehen Ihnen das Innenministerium und auch ich persönlich jederzeit zur Verfügung.“

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