Einkaufsstadt Kehl stärken
Smarter und bequemer

Handel und Dienstleister im Gespräch

Kehl (st). Feste, Feiern und diverse Märkte: Im zu Ende gegangenen Jahr war nicht nur viel los in der Kehler Innenstadt, über die öffentlichen Veranstaltungen hinaus haben Handel und City-Marketing noch eine ganze Reihe weiterer Aktivitäten entfaltet, um die Zusammenarbeit der Kehler Einzelhändler zu intensivieren und mit gemeinsamem Auftreten Stärke zu zeigen. Regionalität und Verwurzelung im Hanauerland sollen auch weiterhin Kernthemen bleiben, waren sich Wirtschaftsförderin Fiona Härtel, Nicole Thüm und Nicole Hammel einig. Rund 40 Einzelhändler blickten gemeinsam mit Oberbürgermeister Toni Vetrano zurück auf 2018 und nach vorne auf die für 2019 bereits geplanten Vorhaben.

Ein Höhepunkt: Hanauer-Land-Markt

Von den zahlreichen Veranstaltungen 2018 – vom Fastnachtsumzug, den die Kehl Marketing ebenso mit unterstützt hat wie den Messdi, über „Kehl feiert“ und den Adventstreff bis hin zum Weihnachtsmarkt und natürlich dem Eröffnungswochenende zur Einweihung von Tramendhaltestelle und Bus-Rendezvous – hob Fiona Härtel in ihrem Rückblick vor allem den Hanauer-Land-Markt hervor: Mit dem Hanauerland-Rap und dem zugehörigen Video sei es gelungen, neue Zielgruppen anzusprechen, das Wir-Gefühl und den Stolz auf die Region zu fördern. Der Festumzug mit Trachtenträgern von beiden Rheinseiten sei gut angekommen und soll in diesem Jahr erweitert werden, wie sie ankündigte. Beginnen wird der Zug der Trachtenträger aus Baden und dem Elsass wieder um 12 Uhr – so sind die Besucherinnen und Besucher bereits in der Innenstadt, wenn der Markt und die Geschäfte öffnen. Denn auch an verkaufsoffenen Sonntagen sei es längst nicht mehr so, dass die Stadt automatisch voller Kunden sei; „es tröpfelt jetzt eher so vor sich hin“.

Durch die Neuordnung des Verkehrs auf der französischen Rheinseite und den damit verbundenen Baumaßnahmen, dem Bau der Tramstrecke in Kehl, den Protesten der Gelb-Westen und dem grausamen Attentat am Rande des Straßburger Weihnachtsmarkts habe der Kehler Handel „harte Jahre hinter sich bringen müssen“, konstatierte Fiona Härtel.

Baustellen-Treuepunkte-Aktion

Wegen des Innenstadtumbaus in bis zu fünf Baufeldern gleichzeitig habe das Stadtmarketing gemeinsam mit den Einzelhändlern die Baustellen-Treuepunkte-Aktion ins Leben gerufen. 2000 komplett ausgefüllte Karten seien insgesamt abgegeben worden, berichtete Fiona Härtel, multipliziert mit den dafür neun notwendigen Stempeln spreche man immerhin von 18 000 Einkäufen. Dank der von den Einzelhändlern zur Verfügung gestellten Preise sei die Aktion ein Erfolg gewesen. Deshalb soll sie nun auch nach Abschluss der Bauarbeiten weitergeführt werden.

Mit einem sogenannten Blaulichttag, bei dem sich die Rettungskräfte von Feuerwehr bis THW auf dem Marktplatz vorstellen werden und einer Aktionswoche, in der das Einkaufen in Kehl mit einem Kino-Gutschein belohnt wird, sowie mit einer Ausdehnung des Marktes der schönen Dinge, also des Antik- und Edeltrödelmarktes, sollen auch jüngere Besucher in die Innenstadt gelockt werden, für die – wie Umfrageergebnisse zeigen – Einzelhandelsthemen kaum noch eine Rolle spielen. Angesichts dieser nicht einfachen Lage für den Handel sei es wichtig, dass dieser sich weiterentwickle, sagte Fiona Härtel.

Einkaufen vor Ort wie im Internet

Weil es auch im Einzelhandel nicht mehr so einfach ist, Fachkräfte zu gewinnen, hatte der Arbeitskreis der Einzelhändler im November Jugendliche aus Frankreich nach Kehl eingeladen, um einen Praxistag in einem der Geschäfte zu erleben. Mit der Aktion „Kehl bringt’s“, einem lokalen Lieferdienst für Einkäufe innerhalb des Stadtgebietes, soll das Einkaufen im Kehler Einzelhandel so bequem werden wie im Internet: Per Telefon oder im Geschäft georderte Waren werden am selben Tag (wenn die Ware auf Lager ist) oder am nächsten Tag von den Händlern an die Haustür des Kunden gebracht oder verschickt.

Dass der Läger-Parkplatz als Parkplatz in Zentrumsnähe so aufgewertet wird, dass Kunden dort gerne parken, wünschen sich die Einzelhändler ebenso, wie dass Parkgebühren bargeldlos oder mit Smartphone bezahlt können. „Kehl muss smarter werden“, findet Fiona Härtel.

Autor:

Rembert Graf Kerssenbrock aus Kehl

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