Heimhunde freuen sich über die Zuwendung Freiwilliger
Aktive Tierliebe: Zeit für einen Spaziergang

Tierheime freuen sich über Freiwillige, die mit den Hunden Gassi gehen.
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  • Tierheime freuen sich über Freiwillige, die mit den Hunden Gassi gehen.
  • Foto: M. Großmann/pixelio.de.
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Lahr. Manche kommen jeden Tag, andere nur am Wochenende oder unregelmäßig, wie sie eben Zeit haben. Doch egal, wie oft jemand das Lahrer Tierheim besuchen kann, dort
ist man über jeden froh, der mit einem der Hunde Gassi geht. „Natürlich
freuen sich Hunde, wenn ihr Stammgassigeher sie abholt, aber viele sind
einfach nur dankbar, wenn sie überhaupt rauskommen“, sagt Tina Weniger,
eine der festen Mitarbeiterinnen im Lahrer Tierheim.

Oft sind die Helfer Menschen, die aus den unterschiedlichsten Gründen selbst kein
Haustier haben. Ältere Stammgassigeher hatten mitunter früher selbst
einen Hund, möchten aber nun nicht mehr die langfristige Verantwortung
für einen neuen vierbeinigen Hausgenossen übernehmen. Hier steht die
Sorge im Vordergrund, wer sich um diesen kümmern wird, wenn sie es aus
Altersgründen selbst nicht mehr tun können. Andere verzichten gerade aus
Tierliebe bewusst auf einen eigenen Hund, weil dieser aufgrund ihrer
Berufstätigkeit sonst zu viel alleine wäre. „Viele Vermieter erlauben
auch gar keine Haustiere“, nennt Tina Weniger ein weiteres Motiv für
Menschen, die mit einem Tierheimbewohner Gassi gehen.

Theoretisch kann jeder ab 16 Jahre einen Hund aus dem Lahrer Tierheim für einen
Spaziergang abholen. Beim ersten Mal müssen Interessenten den
Mitarbeitern allerdings ihren Ausweis zeigen. Schließlich können diese
nicht einfach irgend einer anonymen Person einen Hund anvertrauen.
Außerdem muss eine „Gassi-Ordnung“ unterschrieben werden. Darin
verpflichtet sich der Abholer laut Tina Weniger beispielsweise, den Hund
nicht von der Leine zu lassen und den größtmöglichen Abstand von
anderen Menschen und Tieren zu halten. „Das ist eine reine
Sicherheitsmaßnahme, weil man nie weiß, wie ein Tier reagiert“, erklärt
die Tierheimmitarbeiterin.

Bei der Auswahl des Hundes wird die Erfahrung des Gassi-Gehers berücksichtigt. „Wer selbst früher einmal einen kleinen Yorkshire Terrier gehabt hat, dem werden wir nicht gleich
einen Rottweiler mitgeben“, so Tina Weniger. Nicht, weil ein großer Hund
grundsätzlich schwieriger wäre, sondern weil ein solcher schlicht mehr
Kraft hat, worauf man sich eben einstellen muss. War ein Interessent
noch nie mit einem Hund unterwegs und ist noch unsicher, kann er nach
Absprache auch erst einmal einen Stammgassigeher bei einem Spaziergang
mit einem der Tierheimbewohner begleiten. Sollte es unterwegs wirklich
einmal zu einer Situation kommen, mit der sich ein freiwilliger Helfer
überfordert fühlt, ruft er im Tierheim an. „Dann kümmern wir uns
selbstverständlich darum“, so Tina Weniger.

Montag bis Sonntag können Besucher von 15 bis 17 Uhr Hunde aus dem Lahrer Tierheim
ausführen. An Feiertagen ist die Einrichtung geschlossen. „An manchen
Tagen sind alle schon um Viertel nach Drei unterwegs“, berichtet die
Mitarbeiterin, „an anderen warten um 16 Uhr immer noch welche darauf,
dass sie jemand abholt.“ Reservierungen sind nicht möglich. Die Gefahr
ist einfach zu groß, dass demjenigen etwas dazwischen kommt und der Hund
dann nur in einem der Ausläufe bleiben kann.

Aber selbst wenn alle Hunde schon Gassi waren, ist es für sie schön, wenn jemand im
Anschluss mit ihnen auf dem Freigelände spielt, sie bürstet oder sich
sonst wie mit ihnen beschäftigt, weiß Tina Weniger. Und dann gibt es da
auch noch die Katzen. „Diese freuen sich ebenfalls über Zuwendung“, sagt
die Tierheimmitarbeiterin. Leider gibt es nur wenige Freiwillige, die
vorbeikommen, um mit ihnen zu spielen oder zu kuscheln. Gerade für die
noch jungen Kätzchen ist es darüber hinaus wichtig, dass sie sich an
Menschen gewöhnen. „Da hilft schon die bloße Anwesenheit und wenn sich
nur jemand zu ihnen setzt und ein Buch liest.“

Wer darüber hinaus unterstützen möchte, kann nach Absprache sehr gerne bei der
Versorgung der Tiere und der Reinigung der Gehege vorwiegend am
Vormittag helfen. „Da gibt es allerdings nur wenige Interessenten“,
verrät die Mitarbeiterin. Zudem sind natürlich Geldspenden oder die
Übernahme einer Patenschaft willkommene Hilfen, auf die das Tierheim
Lahr dringend angewiesen ist.

Das gilt auch für die anderen Tierheime und Herbergen in der Ortenau. Mit Hunden Gassi gehen, das können Tierfreunde ab 18 Jahren beispielsweise auch  in Offenburg.

Autor: Anne-Marie Glaser

Tierheime freuen sich über Freiwillige, die mit den Hunden Gassi gehen.
Hunde brauchen Auslauf. Das gilt natürlich auch für Vierbeiner in einem Tierheim.

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