Holzkohle oder Gas?
Grillen ist nicht gleich grillen

Nicht nur Fleisch, auch Gemüse schmeckt lecker, wenn es vom Grill kommt.
  • Nicht nur Fleisch, auch Gemüse schmeckt lecker, wenn es vom Grill kommt.
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  • hochgeladen von Christina Großheim

Ortenau (gro). Vor einigen Jahren dachten die meisten Menschen, Grillen bedeutet, ein paar Würstchen auf einen Rost zu legen und diese durchzubraten. Wenn es abwechslungsreich werden sollte, dann wurde das Angebot um ein paar Steaks erweitert. Seit einigen Jahren hat es sich allerdings herumgesprochen, dass auf einem guten Grill viel mehr möglich ist. Wer also die ganze Welt des BBQ für sich entdecken möchte, der muss vorab ein paar Entscheidungen treffen.

Wie will ich grillen?

Auf einem klassischen offenen Grill ist nur indirektes Grillen möglich. Das bedeutet, dass die Zutaten bei hohen Temperaturen gegart werden. Das ist für Steaks, Hamburger und alle Fleischstücke, die sich ebenfalls zum Kurzbraten eignen, ideal. Auch Gemüse oder Fisch eignet sich dafür. Wer es vorzieht, große Stücke wie ganze Hähnchen oder einen Braten auf den Grill zu legen, der kommt um das indirekte Grillen nicht herum. Dabei ist die Temperatur deutlich niedriger und es führt kein Weg an einem Grill mit einem Deckel vorbei. Wer sich für ein solches Modell entschieden hat, der kann auch über das Räuchern nachdenken. Fürs sogenannte Heißräuchern werden Räucherchips fürs Aroma benötigt.

Holzkohle oder Gas?

An dieser Frage scheiden sich die Geister. Ob Holz, Holzkohle oder Briketts, sie alle verleihen dem Grillgut charakterische Aromen. Der Vorteil der vorgefertigten Holzkohle: Hier gibt es deutlich weniger Rauch und in der Regel keine offenen Flammen. Der Nachteil: Es dauert eine Weile, bevor der Grill einsatzbereit ist. Denn die Holzkohle muss erst durchglühen, bevor die leckeren Stücke auf den Rost kommen. Eine gute halbe Stunde sollte man deshalb für die Vorbereitung einrechnen. Außerdem ist die Glut in aller Regel dann perfekt, wenn der erste Heißhunger verflogen ist. Praktisch ist ein Grill, bei dem man die Feuerschale abdecken kann. Das reduziert den Verbrauch an Holzkohle. Es lohnt sich, hochwertige Produkte zu kaufen, denn diese halten länger und gleichmäßiger die Wärme.

Besonderheit Smoker

Eine Sonderstellung nehmen die Smoker ein: Dabei handelt es sich um einen holz- oder kohlebefeuerten Ofen, in dem die Speisen im heißen Rauch gegart werden. Ob großer Braten, Pizza oder sogar Suppen – alles geht auf einem Smoker. Der Nachteil: Wirklich gute Geräte haben ihren Preis. Die Smoker haben ihren Ursprung in den Südstaaten der USA, wo sie bei den traditionellen Barbecues zum Einsatz kommen: Pulled Pork ist eine der Spezialitäten, die am besten schmecken, wenn sie im Smoker zubereitet werden.

Vorteil des Gasgrills


Der Vorteil eines Gasgrills dagegen ist: Man schaltet die Flamme ein und schon kann es losgehen. Dank der Regler für die Gaszufuhr ist die Temperatur viel einfacher einzustellen als bei einem Holzkohlegrill – und sie ist natürlich deutlich konstanter. Wer nur Steaks auf den Grill wirft, der sollte über einen sogenannten Beefer nachdenken. Dieser Spezialgasgrill bietet eine sehr heiße Flamme direkt über dem Grillgut und einen Rost und eine Auffangschale für den Fleischsaft. 
Wer auf das Grillvergnügen nicht verzichten möchte, aber nur einen kleinen Balkon sein Eigen nennt, der sollte zu einem Elektrogrill greifen. Die Nachbarn werden weder durch Flammen noch durch Rauch gestört. In der Regel handelt es sich bei Elektrogrills um offene Modelle, nur wenige haben einen Deckel. 

Direkte Hitze

Besonders gut für das Grillen mit direkter Hitze eignen sich Steaks von Kalb und Rind: Ob Porterhouse, T-Bone, Rib-Eye, Entrecôte oder Onglet – sie alle mögen es heiß auf dem Grill. Auch Burgerpattys sowie Steaks aus der Hüfte oder Schulter gelingen gut bei direkter Hitze. Wer Geflügel bevorzugt, der legt das ausgelöste Brustfilet, aber auch Schenkel, Flügel oder Putenbrust auf den Rost. Ob Kotelett, Burger, oder Würstchen: Vom Schwein gibt es einige Stücke, die sich für Zubereitung  mit direkter Hitze eignen. Wer Gemüse grillen möchte, der sollte sich für flache Stücke entscheiden wie Auberginenscheiben. Das Gemüse sollte vorher unbedingt mariniert werden, denn dadurch trocknet es weniger aus – mal abgesehen davon, dass Fett ein guter Geschmacks-träger ist. 

Indirekt und schonend

Wer mit indirekter Hitze arbeitet, der kann darüber nachdenken, ganze Filets von Rind, Kalb oder Schwein auf den Grill zu legen. Aber auch ganze Braten oder ganzes Geflügel eignen sich hervorragend.

Rubs und Marinaden

Damit nicht jeder Braten gleich schmeckt, gibt es eine Vielzahl von Rubs oder Marinaden: Bei einem Rub handelt es sich um eine trockene Gewürzmischung, er enthält keine "feuchten" Bestandteile wie Öl, Zitronensaft oder Alkohol. Die sind wichtige Bestandteile für der Marinaden, in denen das Grillgut zuvor eine Weile liegen sollte.

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