Digitale Stolpersteine in Offenburg
App liefert Infos über die Opfer

Informationen über die in Offenburg verlegten Stolpersteine finden sich in einer App.
  • Informationen über die in Offenburg verlegten Stolpersteine finden sich in einer App.
  • Foto: Aufstehen gegen Rassismus Offenburg
  • hochgeladen von Christina Großheim

Offenburg (st). Die in Offenburg verlegten Stolpersteine sind jetzt auch auf dem Handy verfügbar. 120 solcher Steine hat der Aktionskünstler Gunter Demnig seit 2004 in der Stadt installiert. Eine kostenlose App für Android- und iOs-Geräte ermöglicht es, die Gedenkstätten bei Spaziergängen aufzusuchen und sich vor Ort über die vom NS-Regime ermordeten Menschen zu informieren.

Dazu hat das Bündnis Aufstehen gegen Rassismus Offenburg in Kooperation mit dem Archiv der Stadt Fotomaterial und Kurzbiografien der in Konzentrationslager und Tötungsanstalten deportierten Offenburger in die Datenbank eingepflegt. Neben einer Broschüre, die das Stadtmuseum bereithält, informiert die Handy-App auch mit „akustischen Stolpersteinen“, in denen die Schicksale der Juden, Sinti und Roma, Homosexuellen, politisch oder aus sonstigen Gründen Verfolgten, sowie geistig oder körperlich behinderten Menschen nach und nach zusätzlich in Audio-Dateien aufbereitet werden.

„Die Digitalisierung dieser Daten ermöglicht es uns, in Offenburg das Gedenken an die Schreckensherrschaft der Nationalsozialisten auch bei jüngeren Menschen wachzuhalten“, sagt Jenny Haas als Sprecherin des Bündnisses Aufstehen gegen Rassismus. „Wir haben keine Schuld an dem, was damals geschehen ist, aber wir tragen die Verantwortung dafür, dass sich Vergleichbares niemals wiederholt. Und deshalb ist es gerade in aktuellen Zeiten wichtig, sich zu informieren.“

Der „Stolpersteine-Guide“ unter Trägerschaft der Sächsischen Bibliotheksgemeinschaft kann nach Städten und Namen durchsucht werden, um ausführliche Hintergrundinformationen mit Biografien der Opfer, Bildern und Audiobeiträgen zu erhalten. Zudem gibt es eine freie Landkarte, auf der man sich die genaue Position aller bereits eingepflegten Gedenkstätten in Deutschland auf einer detaillierten Karte anzeigen lassen kann. Die App ist zudem durchsuchbar, so dass sich sogar gemeinsame Schicksale rekonstruieren lassen. Sie steht ab sofort kostenlos in den üblichen Download-Stores zur Verfügung und wird in den nächsten Jahren stetig erweitert

Autor:

Christina Großheim aus Offenburg

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