Offenburg prüft seine Brücken
Auf der Suche nach Schwachstellen

Das Brückenuntersichtgerät ermöglicht den Zugang zur Unterseite der Brücken, um die Bauwerke gründlich überprüfen zu können.
  • Das Brückenuntersichtgerät ermöglicht den Zugang zur Unterseite der Brücken, um die Bauwerke gründlich überprüfen zu können.
  • Foto: Stadt Offenburg
  • hochgeladen von Christina Großheim

Offenburg (st). Über rund 125 Brücken kann man in Offenburg gehen und fahren. Um deren Sicherheit zu gewährleisten, wird jedes Jahr ein Teil der Überquerungen einer gründlichen Prüfung unterzogen, teilt die Stadt Offenburg mit. Innerhalb eines Zyklus von sechs Jahren wird jede der Brücken einmal getestet.

In diesem Jahr seien einige größere Brücken zu untersuchen, für die ein Untersichtgerät benötigt werde. Dieses Gerät ermögliche die Prüfung der Brückenunterseite, die sonst nicht erreichbar ist, mit einem Steg, der unter die Brücke reicht.
Diese Woche, 24. bis 28. August, würden etwa im Zuge des Südrings drei Brücken geprüft, außerdem auch die Otto-Hahn-Brücke. Kommende Woche, 31. August bis 4. September, würden dann mit einem kleineren Untersichtgerät zwei Fußgängerbrücken über die Kinzig unter die Lupe genommen. Das seien die Brücke am großen Deich und die Brücke in Höhe Opel Linck. Im Oktober würden dann noch die Schwarzwaldbrücke, die Philosophenwegbrücke und die Südringbrücke über die Rheintalbahn im Gleisbereich geprüft. Diese Arbeiten müssten nachts und am Wochenende durchgeführt werden, da die Bundesbahn hierfür die Gleise sperren und die Oberleitung abstellen müsse.

Das Brückenuntersichtgerät habe die Stadt für die aktuellen Maßnahmen gemietet. Es verfüge über einen bis zu 18 Meter ausfahrbaren Steg, der unter die Brücke geschoben werde. Von dort aus könne die Unterseite einer Brücke Zentimeter für Zentimeter mit einem Hammer abgeklopft werden. Sobald etwas auffällig klinge, werde die entsprechende Stelle markiert und notiert. „Die weitere Beurteilung übernehmen Experten, die in der Lage sind, abzuschätzen, wie schädlich eine Schwachstelle für das ganze Bauwerk ist“, erklärt Joachim Steck, der seit 18 Jahren für die Brückenunterhaltung in Offenburg zuständig ist.

Gesucht würden etwaige Hohlstellen im Beton. Denn dann könne Feuchtigkeit eindringen und die Bewehrung, also das Eisenkorsett, zum Rosten bringen. Die Ingenieure lieferten nach ein bis zwei Monaten einen Prüfbericht ab, auf dem die Stellen notiert sind, bei denen Handlungsbedarf besteht – oder die lediglich beobachtet werden müssen.

Autor:

Christina Großheim aus Offenburg

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