Landesgartenschau stellt Inklusion in den Mittelpunkt
Eine Ort, der für alle erlebbar werden soll

Blick auf die Kinzig mit dem OFV-Stadion
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  • Blick auf die Kinzig mit dem OFV-Stadion
  • Foto: Michael Bode/Stadt Offenburg
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Offenburg (st). Neben Biodiversität und Wasser ist ein Schwerpunkt der Bewerbung zur Landesgartenschau der Stadt Offenburg das Thema Bewegung. Denn Bewegung, Sport und Spiel wirken sich positiv auf die Gesundheit und das Wohlbefinden aus. Daher werden innenstadtnahe Grünflächen für Erholung, Freizeit, Spiel und Miteinander im Freien geschaffen, die die Lebensqualität für die Bürger erhöhen und nachhaltig stärken werden. Abenteuerspielplatz, Trainingsgeräte, ausgewiesene Joggingrunden oder Naturerlebnispfade sind nur einige der vielen Ideen, die Realität werden könnten.

Außerdem wurde durch die Bewerbung die Erarbeitung eines neuen Sportkonzepts für Offenburg angestoßen. Denn bei der Schaffung eines großzügigen Erholungsraums am Wasser spielt das derzeitige Gelände des Offenburger Fußballvereins (OFV) eine bedeutende Rolle. Gleichzeitig ist die Weiterentwicklung der OFV-Anlage zu einem modernen Nachwuchs- und überregional bedeutsamen Trainingszentrum am derzeitigen Standort nur eingeschränkt und mit erheblichem Aufwand möglich. Daher soll an neuer Stelle eine Sportanlage mit Trainings- und Spielmöglichkeiten geschaffen werden, die den Ansprüchen an einen modernen Sportbetrieb gerecht wird und insgesamt den rasensporttreibenden Vereinen in Offenburg Entwicklungsmöglichkeiten bietet. Auch die Nachwuchsförderung soll einen Schub bekommen. Deshalb erarbeiten die betroffenen Vereine nun in einem eigenen Prozess zusammen mit der Stadt ein passendes Konzept für die entsprechenden Sportstätten.

Gut für die Sportvereine

Fritz Scheuer, Vorsitzender des Sportkreises Offenburg, stellt fest: "Eine Landesgartenschau in Offenburg würde die Stadt in vielerlei Hinsicht aufwerten. Dies nicht wegen hübscher Blumenrabatte, sondern vor allem wegen der gestalterischen und städtebaulichen Möglichkeiten, die sich daraus ergeben. Die Kinzig aus ihrem starren Bett zu befreien und in ein Naherholungsgebiet zu verwandeln sowie für den OFV eine taugliche Spiel- und Trainingsstätte zu entwickeln, sind nur ein paar dieser möglichen Änderungen, die eine Landesgartenschau mit sich bringen könnte.“

Auch das Thema Inklusion spielt eine wichtige Rolle bei der Planung. Denn egal welches Alter, welche Herkunft, ob mit oder ohne Behinderungen: Alle sollen die neu geschaffenen Bereiche erleben können. Das bedeutet zum Beispiel, dass die Schau im Ausstellungsjahr barrierefrei zu besuchen und zu erleben sein soll – sei es durch einen entsprechend gestalteten Untergrund, die Unterstützung durch technologische Geräte oder durch Informationsmaterial in einfacher Sprache. Gleichzeitig schaffen die Bereiche neue Orte der Begegnung und des Zusammenseins, so dass auch neue Chancen für die Stärkung eines gemeinsamen Miteinanders entstehen – und zwar dauerhaft.

Inklusion steht ganz oben

"Für die Landesgartenschau zählt aus stadtplanerischer Sicht sicher die Renaturierung des 'Trennstrichs' Kinzig zu den Highlights. Aus meiner Sicht noch wichtiger: die Begeisterung und Ideenvielfalt schon bei der Bürgerwerkstatt und beim Jugend-Workshop. Hier wurde 'lg-og' als Menschen verbindende Chance wahrgenommen: Wie gelingt Teilhabe für alle, wie gestalten wir Begegnungsraum für alle? So ist schon die Planung bereichernd im Sinne der Inklusion. Die Landesgartenschau wird hoffentlich das krönende Ziel dieser Entwicklung", sagt Frauke Diebold-Napierala, Projekt Inklusive Ortenau im CJD Offenburg.

Autor:

Christina Großheim aus Offenburg

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