25. Januar 2018, 20:23 Uhr | 0 | 10 Leser

Ortenau Klinikum in Offenburg
Fünf Jahre Patientenfürsprache

Ingrid Fuchs, Patientenfürsprecherin am Ortenau Klinikum Offenburg-Gengenbach, in einem Beratungsgespräch
Ingrid Fuchs, Patientenfürsprecherin am Ortenau Klinikum Offenburg-Gengenbach, in einem Beratungsgespräch (Foto: Ortenau Klinikum)

Offenburg (st). Kurz nach dem Inkrafttreten des Patientenrechtegesetzes im Jahr 2013 hat das Ortenau Klinikum in Offenburg, an dem pro Jahr weit über 30.000 Patienten stationär behandelt werden, das Angebot der Patientenfürsprache eingerichtet. Nach fünf Jahren zieht die Klinik zum diesjährigen „Tag des Patienten“ am 26. Januar, den der Bundesverband der Patientenfürsprecher in Krankenhäusern (BPiK) 2016 ins Leben gerufen hat, eine positive Bilanz. Auch 2017 hat Patientenfürsprecherin Ingrid Fuchs mit über 1.000 Patienten Gespräche geführt, um sich deren Anliegen zu widmen. „Unser Angebot wird gut angenommen“, so Fuchs.

Dennoch zeige sich oftmals, dass viele Patienten ihre Rechte wie auch das Angebot der Patientenfürsprache nicht kennen. „Deshalb begrüße ich die Initiative, mit einem Aktionstag am 26.  Januar auf die Anliegen der Patienten aufmerksam zu machen, sehr“, so Ingrid Fuchs, die auch Mitglied im BPiK ist.

Verwaltungsdirektor Mathias Halsinger sieht in der Patientenfürsprache eine wertvolle Ergänzung zum Qualitätsmanagement, das sich am Ortenau Klinikum Offenburg-Gengenbach wie auch den anderen Häusern des Klinikverbunds zentral um Lob, Anregungen und Kritik von Patienten kümmert. Denn die Patientenfürsprecherin ermöglicht zumeist bereits während des Aufenthalts in der Klinik schnelle, unbürokratische und vor allem persönliche Hilfe. „Unser Angebot der Patientenfürsprache ist damit eine wichtige Maßnahme zur Vertrauensbildung gegenüber unseren Patienten“, so Verwaltungsdirektor Mathias Halsinger. Nach fünf Jahren zeige das Angebot deutliche Wirkung: „Im Jahr 2017 hat unsere Klinik erstmals mehr Lob und Anregungen als Kritik erhalten.“

„Eine Patientenfürsprecherin wie in unserem Haus ist ein großer Segen für Klinik und Patienten. Sie kann Patienten helfen, sich besser in der für sie fremden Situation im Krankenhaus zurechtzufinden. Auch mögliche Missverständnisse oder Kommunikationsschwierigkeiten können mit ihrer Hilfe bereits im Vorfeld aufgehoben werden“, betont auch Professor Dr. Jörg Laubenberger, Ärztlicher Direktor der Klinik. Beide Mitglieder der Klinikleitung sind überzeugt, dass das Thema Patientenfürsprache in den kommenden Jahren bundesweit weiter an Bedeutung gewinnen wird.

Aus diesem Grund wird das Ortenau Klinikum in Offenburg im Herbst in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband der Patientenfürsprecher in Krankenhäusern (BPiK), dem Bundesverband Beschwerdemanagement für Gesundheitseinrichtungen (BBfG) und dem Klinikverbund Clinotel ein Symposium „Patienten-Dialog“ in Offenburg ausrichten. „Eine Stärkung der Rolle der Patientenfürsprecher bedeutet eine Stärkung der Patientenrechte“, so Detlef Schliffke, der neben dem Verbandsvorsitz auch die Aufgabe des Patientenfürsprechers am Katholischen Klinikum Essen wahrnimmt. „Das Ortenau Klinikum in Offenburg zeigt mit seiner Patientenfürsprecherin Ingrid Fuchs seit fünf Jahren großes Engagement für die Patientenrechte. Deshalb freuen wir uns, mit dem Ortenau Klinikum in Offenburg den geeigneten Gastgeber für dieses überregionale Symposium „Patienten-Dialog“ gefunden zu haben.“

Die Fortbildungsveranstaltung richtet sich insbesondere an Patientenfürsprecher und Beschwerdemanager wie auch Ärzte und Pflegekräfte in ganz Deutschland und wird durch die Personaldirektion des Ortenau Klinikums moderiert. Neben hochkarätigen Referenten werden auch die Vorsitzenden der beiden beteiligten Bundesverbände Detlef Schliffke (BPiK) und Oliver Gondolatsch (BBfG) teilnehmen.

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