Ortenauer Narren in den Startlöchern
Jubiläen bei bei ONB, VON, VSAN

Im vergangenen Jahr feierten die Beiabsäger Hofier ihr 33-jähriges Bestehen.
  • Im vergangenen Jahr feierten die Beiabsäger Hofier ihr 33-jähriges Bestehen.
  • Foto: Großheim
  • hochgeladen von Anne-Marie Glaser

Ortenau (ds). Das Häs ist gereinigt, die Strohschuhe sind frisch besohlt und die Maske ist poliert: Die Ortenauer Narren stehen bestens vorbereitet in den Startlöchern, schließlich beginnt mit dem heutigen Dreikönigstag die heiße Phase der Fastnacht. Wir haben bei den Verbänden nachgefragt, welche Highlights in diesem Jahr auf das närrische Volk warten.

Präsidentin Silvia Boschert

"Die Besucher dürfen sich auf Umzüge, Narrendörfer, Jubiläumswochenenden, aber auch die traditionelle dörfliche Fasnacht in der Ortenau freuen", erklärt Silvia Boschert, Präsidentin des Ortenauer Narrenbunds (ONB). Das gelte aber nicht nur für die von ONB-Zünften organisierten Veranstaltungen, "sondern für alle gut organisierten Narrentreffen und die örtlichen Brauchtumsveranstaltungen in unserer fastnachtgeprägten Region". Selbst ist der ONB nach den letztjährigen Ortenauer Narrentagen in Willstätt in diesem Jahr etwas entspannter und freut sich insbesondere auf 44 Jahre Narrenzunft Bad Mineralia Griesbach, 44 Jahre Rappelochhexen Nussbach, 33 Jahre Narrenzunft Bühl Muhrbergdachse und 55 Jahre Narrenrat Langhurster Mohren. Los geht es mit den ersten beiden Jubiläumswochenenden am 19. Januar in Bad Griesbach und in Ottersweier. Die Vorbereitungen hierfür laufen bereits seit einem Jahr. "Es gibt nicht wirklich eine Pause zwischen Nach- und Vorbereitung. Wenn jemand glaubt, die Fastnacht wird nur zwischen dem 11. November und Aschermittwoch behandelt, dann irrt er gewaltig, nur jetzt können wir die 'Ernte einfahren', die die Ganzjahresarbeit abverlangt und das ist natürlich das Allerschönste", betont Boschert.

Narrenmeister Klaus-Peter Klein

Beim Verband Oberrheinischer Narrenzünfte (VON) sind die Vorbereitungen für die Umzüge nahezu abgeschlossen. "Allerdings gibt es immer noch Dinge, die geregelt werden müssen, teilweise auch noch kurz vor den Veranstaltungen", berichtet Narrenmeister Klaus-Peter Klein. Eine große Herausforderung seien die Sicherheitsauflagen, die seitens der Behörden in den vergangenen zwei Jahren so drastisch erhöht worden seien, dass manche Zünfte die Grenzen ihrer Möglichkeiten erreicht hätten. "Sollten diesbezüglich keine gravierende Erleichterungen für die Zünfte geschaffen werden, wird es wohl manche närrische Brauchtumsveranstaltung künftig nicht mehr in der gewohnten Form oder sogar überhaupt nicht mehr geben", fürchtet Klein. In diesem Jahr freue sich der VON auf drei Jubiläen in der Ortenau: 66 Jahre Narrenzunft Kruttstumpe Schuttern, 55 Jahre Hexenzunft Grafenhausen und 50 Jahre Fasentzunft Friesenheim.

Narrenschelle für Christian Streich

Das Verbreitungsgebiet der Vereinigung Schwäbisch-Alemannischer Narrenzünfte (VSAN) erstreckt sich von der Schweiz bis in den nördlichen Bereich Stuttgarts. Für die Ortenauer Narren von großer Bedeutung ist das Landschaftstreffen in Offenburg bei der Althistorischen Narrenzunft vom 16. bis 17. Februar anlässlich des 175-jährigen Jubiläums. "Das wird ein ganz besonderes Narrenspektakel mit über 5.000 Hästrägern und Musikern am Sonntag in der Innenstadt", freut sich Pressereferent Volker Gegg. Ein weiterer Höhepunkt und speziell für die Ortenau interessant sei die Verleihung der Goldenen Narrenschelle am 20. Februar im Europa-Park in Rust: Nach Cem Özdemir erhalte in diesem Jahr der Bundesligatrainer Christian Streich die Schelle. Für alle Veranstaltungen liefen die Vorbereitungen auf Hochtouren. "Allerdings werden die gesetzlichen Bestimmungen immer schärfer. Wir haben bereits mit der Landesregierung einen runden Tisch eingerichtet, in dem aktiv versucht wird, behördliche Hemmnisse und Verordnungen zu entschärfen", berichtet Gegg.

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