Inklusiven Gedanken voranbringen
Kooperation zwischen Schulkindergarten und Kita

Über das Inklusionsprojekt freuen sich Christina Fessler, Leiterin des SFZ Uffhofen, und Sven Kröger, Leiter der Schulkindergartens „Wunderkind“.
  • Über das Inklusionsprojekt freuen sich Christina Fessler, Leiterin des SFZ Uffhofen, und Sven Kröger, Leiter der Schulkindergartens „Wunderkind“.

  • Foto: Walz
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Offenburg (st). Den inklusiven Gedanken in Offenburg weiter voran bringen, das gehört zu den Zielen einer Kooperationsvereinbarung zwischen dem Schulkindergarten „Wunderkind“ der Hansjakob-Schule Offenburg und dem Stadtteil- und Familienzentrum Uffhofen. Im Rahmen der Vereinbarung mietet die Stadt Offenburg von der Lebenshilfe Räumlichkeiten im Bereich des Schulkindergartens an und betreut dort zwölf Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren in der verlängerten Öffnungszeit (VÖ) von 7.30 bis 14.30 Uhr. Der offizielle Startschuss für das Miteinander fiel am 1. Dezember diesen Jahres.

„Das freut mich total“, sagt Sachgebietsleiterin Barbara Klement (56). Mit dieser Kooperationsvereinbarung gehe ein lang gehegtes Vorhaben in Erfüllung, fügt Klement hinzu. Beide Institutionen möchten die Nähe zueinander nutzen und auf diese Weise Kontaktangebote für Kinder mit und ohne Handicap schaffen. Das soziale Miteinander kann so geübt, gestaltet und gelebt werden. Gemeinsames Lernen, Leben und Feiern könne Ängste und Vorbehalte abbauen und mache es möglich, Unterschiede als Chance zu erfahren.

Gemeinsame und getrennte Aktionen

Dabei bleiben der Schulkindergarten und die städtische Kindertagesstätte eigenständige Institutionen, betont die Verwaltung. Das bestehende Konzept des Schulkindergartens wird weiter umgesetzt, die VÖ-Gruppe der Stadt Offenburg arbeitet weiterhin nach dem infans-Konzept. Der Alltag der neuen Gruppe soll durch einen Wechsel von gemeinsamen und getrennten Aktionen geprägt sein. Gemeinsam wird mit dem Morgenkreis in den Tag gestartet, darüber hinaus werden Begegnungen im Turnraum, bei Festen und Aktionen ermöglicht.

Die Räume sind getrennt eingerichtet, werden aber nach Absprache durchlässig genutzt. Laut Vereinbarung sind Begegnungen der Kinder beider Einrichtungen im Foyer als Freispielbereich gewünscht. Die Offenburger Gruppe wird indes ein eigenständiges Außengelände erhalten. Dies soll so ausgestattet sein, dass die Spielgeräte die bereits vorhandenen Spielzeuge des Schulkindergartens ergänzen. Mit Ausnahme der Förderzeiten des Schulkindergartens soll das Tor zwischen beiden Außengeländen offen sein, so dass die Kinder gemeinsam alles nutzen können.

Lernen in kleineren Gruppen

„Das erweitert unser Portfolio“, erklärt Sachgebietsleiterin Barbara Klement. Das Angebot an die Eltern, dass ihre Kinder in kleineren Gruppen lernen und spielen können, sei eine sinnvolle Ergänzung der Kita-Angebote. Das Konzept sieht vor, dass die Offenburg -Gruppe aus zwölf Kindern besteht, während in anderen Einrichtungen eine normal große Gruppe 25 Kinder hat. Der Schulkindergarten umfasst ebenfalls zwölf Kinder, eingeteilt in zwei Gruppen von jeweils sechs Kindern.

Manche Eltern würden eine kleinere Gruppe für ihre Kinder bevorzugen, hat Barbara Klement erfahren. Der Personalschlüssel sei ein wenig besser, außerdem seien die Rahmenbedingungen der Kooperation sehr gut. Auf diese Weise könne Inklusion vorangetrieben werden, denn die Begegnung finde auf Augenhöhe statt. Die Erzieherinnen beider Gruppen könnten ihre Beobachtungen machen und sich austauschen. Letztlich hänge die Weiterentwicklung des Konzepts davon ab, wie die Kinder aufeinander zugehen.

Ganz nebenbei habe man durch die Kooperationsvereinbarung auch zwölf Kindergartenplätze gewonnen, fügt die Sachgebietsleiterin hinzu, und das sei in Zeiten wachsender Kinderzahlen ein wichtiger Aspekt. Von den zwölf Plätzen sind neun bereits belegt. „Das ist doch eine sehr positive Reaktion“, freut sich Barbara Klement.

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