Festakt für Ingrid Fuchs
"Sie sind die Florence Nightingale der Ortenau"

Claudia Bauer-Rabe (v. l.), Kathleen Messer, Marco Steffens, Jubilarin Ingrid Fuchs, Thorsten Erny und Dr. Peter Kraemer | Foto: Foto: mak
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Offenburg Es kommt selten vor, dass alle Beteiligten einer Meinung sind. Am vergangenen Donnerstag war so ein Moment. Denn Ingrid Fuchs, langjährige Pflegedienstleiterin der St. Josefsklinik, engagierte Patientenfürsprecherin und Schirmherrin des Fundraisings, wurde für ihre 60-jährige Dienstzeit und ihr Lebenswerk mit einem Festakt im Auditorium der St. Josefsklinik geehrt. Alle Laudatoren waren sich einig, dass die Lebensleistung von Ingrid Fuchs etwas ganz Besonderes ist.

Mehr als eine Zahl

"Ein 60-jähriges Dienstjubiläum ist eine Seltenheit und etwas Außergewöhnliches. Es ist aber mehr als eine beeindruckende Zahl", so Landrat Thorsten Erny in seinem Grußwort. Es sei auch Ausdruck einer besonderen Persönlichkeit. Ihr Lebensweg stehe für Menschlichkeit. Sie habe die Kultur der Klinik, in der sie 1966 ihre Ausbildung zu Krankenschwester begann, maßgeblich mitgeprägt. Ingrid Fuchs sei stets klar und den Menschen zugewandt und eine hochgeschätzte Persönlichkeit bei Mitarbeitern und Patienten. Bemerkenswert sei, dass Fuchs' Engagement nicht mit dem offiziellen Ruhestand endete. Seit 2013 ist sie Patientenfürsprecherin, war Stadt- und Kreisrätin, Ansprechpartnerin für Selbsthilfegruppen und Schirmherrin des Fundraisings. Sie habe ihren Beruf immer mit Hingabe, Professionalität und Würde ausgeübt. "Pflege ist mehr als ein Beruf, sie ist Menschlichkeit. Sie sind die Florence Nightingale der Ortenau", so Erny.
Nightingale gilt als Begründerin der modernen Pflege und ihr wird der Satz zugeschrieben: "Ärzte beschäftigen sich mit Krankheiten, Krankenschwestern beschäftigen sich mit Menschen." Und der Mensch habe auch bei Ingrid Fuchs stets im Mittelpunkt gestanden, so Kathleen Messer, Pflegerische Vorständin des Ortenau Klinikums, in ihrem Grußwort. "Sie konnten immer den Menschen hinter Mitarbeitern und Patienten erkennen." Sie habe immer Brücken gebaut und sei der Überzeugung gewesen, dass gute Medizin und gute Pflege nur durch Zusammenarbeit gelingen könne. "Das haben sie gelebt", so Messer. Und weiter: "Wahre Größe zeigt sich darin, wie man Menschen begegnet. Darin sind sie außergewöhnlich."
"Ihr Geist hat das Haus einzigartig gemacht", betonte Claudia Bauer-Rabe, Vorstandsvorsitzende des Ortenau Klinikums. Fuchs habe Spuren hinterlassen, nicht nur im Ortenau Klinikum, sondern auch in den Herzen.
In ihrer Dankesrede zitierte die 81-jährige Jubilarin das Bonmot, alt sei man dann, wenn man an der Vergangenheit mehr Interesse habe als an der Zukunft. "So gesehen bin ich noch ziemlich jung. Es bereitet mir immer noch viel Freude, die Zukunft zu gestalten." Es seien intensive, lehrreiche und erfüllende 60 Jahre gewesen. "Wenn ich zurückschaue, denke ich an die Menschen, an die Patienten, die Angehörigen sowie die Kollegen, die mir ihr Vertrauen geschenkt haben." Ihr Beruf sei ihr immer Berufung gewesen und Dankbarkeit sei das Gedächtnis des Herzens, so Fuchs abschließend. Es bereitet mir immer noch viel Freude, die Zukunft zu gestalten." Ingrid FuchsJubilarin

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