Neues städtebauliches Sanierungsgebiet erstreckt sich bis Schlachthof
Stadt will Bahn "treiben", um Bahnhof zu erneuern

Der Gelände rund um den Schlachthof kristallisiert sich als Startpunkt für Offenburgs nächstes großes Städtebauförderungsprogramm heraus.
  • Der Gelände rund um den Schlachthof kristallisiert sich als Startpunkt für Offenburgs nächstes großes Städtebauförderungsprogramm heraus.
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  • hochgeladen von Rembert Graf Kerssenbrock

Offenburg (rek). Der Fixpunkt stet, erklärte Baubürgermeister Oliver Martini vor den Stadträten des Planungsausschusses in der Sitzung am Montag: Am 1. Januar 2019 startet ein neues Sanierungsprogramm mit Zuschüssen des Landes und Offenburg will dabei sein. Nach der Nordweststadt soll das angrenzende Gebiet zwischen Bahnhof und Schlachthof bis zur Wasserstraße im Süden das Sanierungsgebiet umfassen.

Als Teilgebiete benannte Martini neben dem Schlachthof, der Ende 2019 schließt, und dem Bahnhof auch die nördliche Hauptstraße nach Fertigstellung des Rée-Carrés. "In diesem Spannungsfeld befinden sich auch viele soziale Einrichtungen", betont Martini.

Für das Bahnhofsumfeld werde nach einer Mobilitätsbefragung eine "großräumige verkehrliche Entlastung" angepeilt. Für den Schlachthof und seine Nebengebäude, in denen beispielsweise die Wärmestube und der Kulturverein Stud sich befinden, soll eine Bewertung der Bausubstanz erfolgen und dann mit den Beteiligten sowie Vertretern des vormaligen Vereins "Kultur- und Kreativwirtschaftszentrum" ein Funktionskonzept erarbeitet werden.

"MehrLiN als Konzept für die Nordweststadt war erfolgreich", erklärte CDU-Fraktionschef Albert Glatt. Doch allein mit der Freiburger Straße und dem gleichnamigen Platz bietet das Gebiet viele Problemfelder. Die Gesamtaufgabe für das Gebiet ist allein durch die Stadt Offenburg ohne Zuschüsse des Landes nicht zu bewältigen, machte Glatt klar. Das angedachte Gebiet hat ursprünglich außerhalb der Innenstadt gelegen, das sie sich aber inzwischen einverleibt hat, beschrieb für die SPD Bertold Thoma die Lage. Bereits in Vorjahren hat die Stadt für den Freiburger Platz einen Kreisverkehr geplant, der allerdings an Grundstücksfragen gescheitert ist, erinnerte Thoma. Die Freiburger Straße bietet Potentiale, ist aber auch eine städteplanerische Problemzone, so Thoma, diese zu Revitalisieren ist die Aufgabe. "Der ZOB ist ein Flop", benannte Arthur Jerger für die Grünen ein weiteres Problemfeld. Der Verkehr sollte "über oder unter den Gleisen" am besten fließen und erinnerte an ein gewünschtes Parkhaus in dem Umfeld. Für Rudi Zipf (Freie Wähler) ist dies der Startpunkt für den Bahnhof und sein Umfeld. Nach einer gründlichen Bestandserhebung müsse ein Verkehrskonzept Priorität haben. Dem schloss sich Karl-Heinz Eckerle (FDP) an, dass es keine Sanierung ohne Verkehrskonzept geben sollte.

Der Freiburger Platz mit Kreisverkehr hätte ein zweites Offenburger Ei gegeben samt Ampel, nannte Martini die Lösung paradox. Zu den schon vielfach gescheiterten und nun erneut bevorstehenden Gesprächen mit der Bahn betonte Martini: "Wir müssen sie treiben", um die Ziele zu erreichen. Um hierfür Zeit zu gewinnen, wird das Gebiet vom Schlachthof aus in Angriff genommen.

Autor:

Rembert Graf Kerssenbrock aus Kehl

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