2016 bringt Rekord beim erwirtschafteten Überschuss
E-Werk Mittelbaden zufrieden mit Bilanz

Jahresbilanz-Pressekonferenz (v. l.): Uwe Nachtigall (Leiter Service), Michael Meyer (Leiter Energiewirtschaft), Ulrich Kleine (Vorstand), Martin Wenz (Leiter Unternehmenssteuerung) und Michael Binder (Geschäftsführer Netze) | Foto: Foto: mam
  • Jahresbilanz-Pressekonferenz (v. l.): Uwe Nachtigall (Leiter Service), Michael Meyer (Leiter Energiewirtschaft), Ulrich Kleine (Vorstand), Martin Wenz (Leiter Unternehmenssteuerung) und Michael Binder (Geschäftsführer Netze)
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Lahr (mam). Beim E-Werk Mittelbaden (EWM) mit Sitz in Lahr herrscht Zufriedenheit. Dort wurde nämlich das Geschäftsjahr 2016 mit einem satten Überschuss von rund 17,9 Millionen Euro abgeschlossen.

Vorstand Ulrich Kleine goss gleich etwas Wasser in den Wein. Ein Großteil der Überschuss-Steigerung um satte 46 Prozent sei vor allem durch eine gesetzlich vorgeschriebene Neuberechnung der Pensionsrückstellungen entstanden. Das sei jedoch mit rund vier Millionen Euro Ausgabeersparnis ein Einmaleffekt gewesen. Trotzdem sprechen alle Zahlen dafür, dass das EWM mit seinen kontinuierlichen Zuwächsen weiterhin auf sehr gesunden Beinen stehen wird.

Die Umsatzerlöse waren um knapp zwölf Prozent auf 310 Millionen Euro angestiegen. Das lag überwiegend an gestiegenen Strom- und Netznutzungserlösen durch mehr Verbrauch. Doch weitere Umsatzsteigerungen erwartet Kleine angesichts hartem Konkurrenz-Wettbewerb auf dem Strommarkt derzeit nicht. Man achtet auf stabile Abnehmer- und Haushaltszahlen, natürlich besonders auf betriebliche Sonderkunden, die voriges Jahr neu gewonnen werden konnten.

Trotzdem arbeitet man gleichermaßen daran, die im Gegensatz zum Bundestrend hohe Kundentreue im privaten Stromabnehmerbereich angesichts teils ruinösen Konkurrenzkampfes zu halten.
Der gesamte EWM- Konzernumsatz war 2016 um elf Prozent auf 335 Millionen Euro angestiegen. Darin sind natürlich neben vielen Betriebsausgaben auch 30,4 Millionen Euro weiterer Investitionen enthalten, etwa neben intensivem Netzausbau samt neuer Transformatoren auch in ein Nahwärmenetz im ehemaligen Offenburger Spinnereigelände. Die neue Windanlage „Prechtaler Schanze“ liegt im ersten Quartal 2017 bei der Stromerzeugung bereits mit 28 Prozent über dem Plan.

Von insgesamt rund 1,9 Milliarden eingespeister Kilowattstunden stammten voriges Jahr rund 326 Millionen aus Solar-, Windkraft- und Wasseranlagen, davon 61,2 Millionen aus EWM-eigenen. Mit 19 Prozent Anteil liegt das noch wesentlich unter dem Bundesdurchschnitt. Aber bis in fünf Jahren will das EWM die 30-Prozent-Marke geknackt haben. Die bisherige regenerative Stromerzeugung deckt schon jetzt rechnerisch allein den gesamten Bedarf aller EWM-eigenen Haushaltskunden in 34 versorgten Gemeinden und Städten mit rund 68.000 Hausanschlüssen. Auch mit der Elektro-Mobilität soll es weitergehen. Aktuell betreibt das EWM in der Ortenau 22 derzeit noch ausreichende Ladestationen für Stromautos, das sollen nach und nach mehr werden. Nur noch bei Gewitter oder Stürmen kann es noch zu ungeplanten, jedoch sehr kurzen Stromausfällen kommen.

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