Spende für krebskranke Kinder
Hauswirtschafterinnen der HLS Offenburg helfen beim Bau des Elternhauses in Freiburg

„Hiermit kann das Haus wieder um ein paar Steine wachsen.“, kommentiert Lehrerin Andrea Eidel die Übergabe der Spende. Als Vertreter des „Fördervereins krebskranker Kinder e. V.“ nahm Claus Geppert die 1200 € Anfang Februar dankbar entgegen. Das Geld wird zu 100 % für den Bau des neuen Elternhauses direkt neben der Freiburger Kinderkrebsklinik verwendet.

„Für die Kinder ist es wichtig zu wissen, dass die Eltern in der Nähe sind.“, meint Geppert. Die Schülerinnen aus dem dritten Lehrjahr der Hauswirtschaft hören interessiert zu, als er im Anschluss an die Spendenübergabe beim Umtrunk über das Projekt berichtet. Bis Mitte 2023 sollen im neuen Elternhaus 37 Zimmer mit 73 Betten entstehen. Der Verein trägt die Kosten für das Millionen-Projekt selbst und ist hierfür auf Spenden angewiesen. „Wir sind dankbar für jeden Euro und stolz darauf, dass wir als Verein finanziell unabhängig sind und genau wissen, wo und vor allem wem die Spenden zugutekommen.“

Die Patienten kommen mittlerweile aus ganz Europa, um sich in Freiburg behandeln zu lassen, ohne dabei von ihren Eltern getrennt sein zu müssen. Das Elternhaus wird direkt gegenüber der Kinderkrebsklinik liegen, sodass die kleinen Patienten quasi aus dem Krankenbett hinüberschauen können. Für die Kinder, welche häufig monatelang wegen Leukämie oder Hirntumoren behandelt werden, ist das extrem wichtig. „Die Bezugspersonen in der Nähe zu wissen, fördert die Genesung.“, so Claus Geppert. Außerdem arbeiten im Elternhaus auch Seelsorger, Psychologen und zahlreiche Ehrenamtliche.

Für die Hauswirtschafterinnen der „Haus- und Landwirtschaftlichen Schulen Offenburg“ (HLS) war die Spendenaktion der Abschluss ihrer Projektarbeit, welche sie im Rahmen des Bildungsplans durchführen. Das Geld für die Spende wurde zuvor im Rahmen der Projektarbeit durch den Verkauf selbstgefertigter Produkte für den schulischen Adventsmarkt erwirtschaftet. „Die Klasse hat dann selbständig entschieden, an wen die Spende geht.“, so Lehrerin Andrea Eidel. Vom Restbetrag, der vom Verkauf noch übrig war, wurden noch Spielsachen für die Kinder besorgt, um diesen den Aufenthalt in der Klinik zu erleichtern.

Autor:

Fabian Pagel aus Ausgabe Offenburg

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