Was der Förderverein für krebskranke Kinder schon erreichen konnte
Auch viele kleine Spenden sind eine sehr große Hilfe

Elternhaus des Fördervereins für krebskranke Kinder.
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  • Elternhaus des Fördervereins für krebskranke Kinder.
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Offenburg. Ein Los der alljährlichen Weihnachtstombola zugunsten des Fördervereins für
krebskranke Kinder e.V. Freiburg im Offenburger E-Center kostet zwei
Euro. Zwei Euro, die als Spende kranken Kindern in der
Universitäts-Kinderklinik in Freiburg und ihren Belangen zugute kommen.

Man kann Dinge bewirken, die unmöglich scheinen, wenn sich kleine Beträge
zu größeren summieren. Derzeit unterstützen 1980 Mitglieder mit ihrem
jährlichen Beitrag die Ziele des Fördervereins. Viele kleine und große
Spenden zeigen, wie stark Menschen Anteil nehmen am Schicksal der
erkrankten Kinder. Auch zahlreiche Firmen unterstützen den Verein.

Seit der Gründung des Vereins im Jahr 1980 konnten über 40 Millionen Euro in
die verschiedenen Projekte rund um die Universitäts-Kinderklinik in
Freiburg fließen. Damit kann man einiges bewirken! „Wir wollen etwas
Nachhaltiges machen. Uns ist wichtig, dass die Unterstützung stetig
erfolgt“, sagt Duschan Gert, Geschäftsführer der Schwarzwald-Sprudel
GmbH. „Es geht allen Beteiligten darum, den Heilungsverlauf von
krebskranken Kindern und Jugendlichen zu verbessern und die
Lebensqualität zu erhöhen“, erläutert Rainer Huber, Geschäftsführer der
Edeka Handelsgesellschaft Südwest mbH. Beide sind Mitglieder im
Kuratorium für Forschung und Wissenschaft des Vereins. Die
Ehrenamtlichen schätzen das Engagement aller Beteiligten und die
menschliche Nähe zwischen Ärzten, medizinischem Personal, Betreuern und
Mitgliedern des Fördervereins. „Das ist wie eine Mannschaft. Dieser
Geist ist auch ins Elternhaus implementiert. Die Sache ist sehr
emotional. Das Haus lebt“, beschreibt Jürgen Mäder, Geschäftsführer der
Edeka Südwest Fleisch GmbH, was ihn immer wieder beeindruckt. Auch er
gehört zum Kuratorium.

Wenn ein Kind so schwer erkrankt, dass das Ringen um sein Überleben und seine Genesung einen monatelangen Klinikaufenthalt nötig macht, ist die räumliche Nähe der Eltern und
deren Unterstützung extrem wichtig. Dank der Spenden konnte der
Förderverein direkt neben der Kinderklinik ein Elternhaus erbauen.
Kosten: cirka zwei Millionen Euro. Hier stehen betroffenen Eltern von
schwerst erkrankten Kindern 41 Zimmer mit insgesamt 73 Betten zur
Verfügung. Das Haus ist mehr als ein Ort zum Übernachten. Es ist ein
Refugium – mal Rückzugsort, mal Ort für hilfreiche Gespräche und ganz praktische Hilfe.

Im Elternhaus integriert sind unter anderem ein Sozialdienst und eine Kinder- und Jugendbetreuung für die Geschwisterkinder, denn auch die gesunden Geschwister, die sogenannten Schattenkinder, brauchen in dieser schwierigen Zeit Hilfe. Da heute
leider noch nicht allen an Krebs erkrankten Kindern geholfen werden
kann, gibt es auch Begleitung für verwaiste Eltern im Haus. Inklusive
der Personalstellen erfordert der Unterhalt des Elternhauses monatlich
etwa 60000 Euro. Regelmäßige Gelder fließen über den Förderverein auch
in die Krebsforschung. „Dank Forschung konnte die Sterbequote deutlich
reduziert werden“, sagt Gert. „Wenn die Ärzte informieren, welche
Erfolge die Behandlung dank der Forschung erzielt, ist das für Eltern
und Kinder, aber auch für uns sehr berührend“, ergänzt Mäder. Der
Förderverein hat in der Vergangenheit ebenfalls wichtige medizinische
Geräte für die Kinderklinik angeschafft. So bekam das Haus 2007 einen
eigenen Magnetresonanztomographen (MRT), mit 1,5 Millionen Euro komplett
vom Förderverein finanziert. „Ich finde es besonders schön zu sehen,
dass wir mit unserem Engagement ganz konkrete Dinge ermöglichen können“,
findet Rainer Huber.

Auf dem Gelände der Freiburger Universitätsklinik soll 2017 der erste Spatenstich für eine neue
Kinderklinik erfolgen, in der bis auf die Kardiologie alle Abteilungen
der Kinder- und Jugendheilkunde eingegliedert werden. Da das neue
Gebäude viel zu weit entfernt sein wird vom bestehenden Elternhaus, wird
der Förderverein direkt neben der neuen Kinderklinik ein neues Elternhaus bauen.

Der Tombola-Losverkauf läuft noch bis zum 10. Dezember. Um 18 Uhr ist die Scheckübergabe an den Förderverein. Die Summe darauf ist eine Gemeinschaftsleistung der Loskäufer sowie aller
ehrenamtlichen Helfer – und ein Zeichen, dass auch kleine Spenden viel bewirken können.

Autor: djä

Elternhaus des Fördervereins für krebskranke Kinder.
Duschan Gert, Rainer Huber und Jürgen Mäder (v. l.) engagieren sich im Förderverein für krebskranke Kinder.

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