Geprüfte Wasserqualität
21 Badeseen werden regelmäßig untersucht

Im Achernsee wird wie in 20 weiteren Badeseen die Wasserqualität regelmäßig überprüft.
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  • Foto: mak
  • hochgeladen von Daniela Santo

Ortenau (gro). Die Ortenau ist voller wundervoller Bagger- und Waldseen, deren Wasser an heißen Tagen für willkommene Abkühlung sorgen. Doch nur 21 von ihnen sind offizielle EU-Badegewässer. Es sind der Achernsee in Achern, der Baggersee Schuttern in Friesenheim, der Königswaldsee und der Badestrand Niederschopfheim in Hohberg, der Baggersee Grafenhausen, der Badesee Goldscheuer und der Korker Baggersee in Kehl, der Waldmattensee in Lahr, der Baggersee Meißenheim, die Baggerseen Fohlengarten, Wacholderrain und Stockfeldsee in Neuried, der Burgerwaldsee sowie das Strandbad Gifiz in Offenburg, die Badeseen Freistett und Honau in Rheinau, der Allmendsee in Rust, der Badesee Schutterwald, der Baggersee Anglerheim in Schwanau sowie Waldsee Hesselhurst und der Baggersee Legelshurst in Willstätt. Wer in ihnen schwimmen geht, kann sicher sein, dass die Qualität des Wassers regelmäßig während der Saison – vom 1. Juni bis 15. September – geprüft wird.

Badegewässerverordnung

"Zu Beginn jedes Jahres werden die entsprechenden Gemeinden gemäß Paragraf 3 der Badegewässerverordnung vom Gesundheitsamt angeschrieben und gebeten, Rückmeldung zu geben, ob sich bei ihrem Badegewässer Veränderungen wie etwa die Anzahl der Beprobungen ergeben haben", teilt das Landratsamt Ortenaukreis auf Anfrage mit. Außerdem werde abgefragt, ob dieses weiterhin als Badegewässer laut Verordnung Bestand haben solle.

"Die erste Beprobung findet immer vor Beginn der Badesaison statt", wird das Prozedere beschrieben. "Das Gesundheitsamt kontrolliert während der gesamten Badesaison die hygienischen Verhältnisse an den ausgewiesenen EU-Badegewässern." Dies erfolge durch Probeentnahme, die Untersuchung werde durch ein zertifiziertes Labor erhoben. "Die Probeentnahme erfolgt – je nach Festlegung durch die Gemeinde – in vier- oder zweiwöchigen Abständen", so das Landrats-amt. Die Ergebnisse würden dem Gesundheitsamt nach Fertigstellung übermittelt, das Gesundheitsamt informiere entsprechend die Gemeinden über das Ergebnis.

Keime und Bakterien

Überprüft würden die Indikatorkeime E.Coli und intestinale Enterokokken – dabei handelt es sich um eine Verunreinigung durch Warmblüterfäkalien. "Der Eintrag dieser Bakterien erfolgt im Allgemeinen weniger durch die Badegäste, sondern vor allen Dingen durch Wasservögel wie Enten oder Gänse. Somit hängt die Wasserqualität eines Sees unter anderem davon ab, ob er von Wasservögeln besucht wird oder diese in der näheren Umgebung nisten", erläutert das Landratsamt. Der Grund für eine hohe Population sei oft das Füttern der Tiere, dadurch würden diese standortreu. "Größere Ansammlungen von Wasservögeln können dazu führen, dass die Selbstreinigung des Wassers versagt", so das Landratsamt. Ein Beispiel: Nachdem Kanadagänse den Badesee in Goldscheuer für sich entdeckt hatten, war er seit 2018 immer wieder für Badende gesperrt. Die Stadt Kehl ergriff verschiedenen Maßnahmen. um den Koteintrag in Grenzen zu halten. Mit Erfolg, denn seit 2020 kann dort wieder geschwommen werden.

Badegewässerkarte

Wer wissen möchte, wie es um die Wasserqualität dieser 21 Seen bestellt ist, der kann auf der Internetseite der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) unter tinyurl.com/8c37xdn8 auf einer Badegewässerkarte die aktuellen Verhältnisse überprüfen. Ein Blick darauf zeigt: 19 von 21 offiziellen Badeseen haben eine ausgezeichnete Qualität. Lediglich bei zweien von ihnen – in Schutterwald und Goldscheuer – ist sie ausreichend.

Autor:

Christina Großheim aus Offenburg

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