Modernisierung der Schwarzwaldbahn
Arbeiten beginnen am 19. März

Ortenau (st).  Die Deutsche Bahn modernisiert die Schwarzwaldbahn, eine der größten Baumaßnahmen im Land: Rund 60 Kilometer Gleise, 63.000 Schwellen und 100.000 Tonnen Schotter werden angepackt. Aus dieser Menge an Stahl könnten zwei Drittel des Eiffelturms nachgebaut werden, heißt es in einer Pressemitteilung. Insgesamt fließen rund 47 Millionen Euro in die Erneuerung der Schwarzwaldbahn.

Zwei Bauphasen

Am 19. März geht es los. Ab diesem Freitag, 23 Uhr, bis Mittwoch, 28. Juli, 5 Uhr, erneuert die Bahn zwischen Hornberg und Triberg die Gleise. Gleichzeitig finden zwischen Triberg und St. Georgen unter anderem Felshangsicherungen, Vegetationsarbeiten und die Sanierung des Sommerautunnels statt.

Von Sonntag, 12. September, 23 Uhr, bis Freitag, 26. November, 5 Uhr, wird die Strecke von Hornberg bis St. Georgen erneut gesperrt. In diesem Zeitraum erneuert die Bahn die Gleise zwischen Triberg und St. Georgen. Gleichzeitig finden im Abschnitt Hornberg–Triberg unter anderen Felshangsicherungen und Tunnel- und Vegetationsarbeiten statt.

Schienenersatzverkehr

In den beiden Bauphasen werden für Fahrgäste Busse als Schienenersatzverkehr zwischen den Bahnhöfen in Hausach und St. Georgen eingesetzt. Die Züge der DB Regio aus Richtung Offenburg beginnen und enden im Bahnhof Hausach; aus Richtung Immendingen beginnen und enden sie im Bahnhof St. Georgen. Die Züge der SWEG fahren aus Richtung Offenburg bis Hornberg, auch der Haltepunkt Vogtsbauernhof wird angefahren.

Von Samstag, 31. Juli, 22 Uhr, bis Donnerstag, 12. August, 5 Uhr, erneuert die Bahn Gleise und Weichen in den Bahnhöfen Villingen und Donaueschingen. Die Züge fahren in dieser Zeit auf der Schwarzwaldbahn mit kleinen Fahrplanänderungen.

Historie

Die Schwarzwaldbahn wurde zwischen Offenburg und Villingen von 1865 bis 1873 unter der Leitung von Robert Gerwig gebaut. Die Gebirgsbahn ist zwischen Hausach und St. Georgen 38 Kilometer lang, führt durch 37 Tunnel und überwindet 591 Höhenmeter zwischen Hausach und St. Georgen. Ein Meilenstein war die Elektrifizierung in den Jahren 1972 bis 1977.

Mit Rekordinvestitionen und einem neuen Arbeitsprogramm macht die DB die Schieneninfrastruktur weiter fit. Rund 12,7 Milliarden Euro von DB, Bund und Ländern fließen in diesem Jahr in die Eisenbahninfrastruktur. Das ist die höchste Summe, die jemals innerhalb eines Jahres für Modernisierung, Instandhaltung sowie Neu- und Ausbau des Schienennetzes und attraktivere Bahnhöfe vorgesehen ist.

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.