European Energy Award für Ortenaukreis
Engagiert für den Klimaschutz

Nikolas Stoermer (links), Erster Landesbeamter des Ortenaukreises und Leiter des Dezernats für Kommunales, Gewerbeaufsicht und Umwelt, bekommt von Umweltstaatssekretär Andre Baumann im Rahmen einer Feierstunde in der Reutlinger Stadthalle den eea überreicht.
  • Nikolas Stoermer (links), Erster Landesbeamter des Ortenaukreises und Leiter des Dezernats für Kommunales, Gewerbeaufsicht und Umwelt, bekommt von Umweltstaatssekretär Andre Baumann im Rahmen einer Feierstunde in der Reutlinger Stadthalle den eea überreicht.
  • Foto: KEA-BW/Martin Stollberg
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Ortenau/Reutlingen (st). Der Ortenaukreis wird für sein Engagement für Erneuerbare Energien und Klimaschutz nach 2016 erneut mit dem European Energy Award (eea) ausgezeichnet, heißt es in einer Pressemitteilung. Nikolas Stoermer, Erster Landesbeamter des Ortenaukreises und Leiter des Dezernats für Kommunales, Gewerbeaufsicht und Umwelt, bekam die hohe Auszeichnung am Mittwoch, 18. Mai, von Umweltstaatssekretär Andre Baumann im Rahmen einer Feierstunde in der Reutlinger Stadthalle überreicht.

Bei der Verleihung hob der Umweltstaatssekretär die zentrale Rolle der Kommunen beim Klimaschutz und der Energiewende hervor. Baden-Württemberg habe sich das ambitionierte Ziel der Klimaneutralität bis 2040 gesetzt. „Noch mehr als bisher brauchen wir die engagierte Arbeit der Landkreise, Städte und Gemeinden“, so Baumann. Wie erfolgreich baden-württembergische Kommunen vorangehen, zeige sich laut Baumann daran, dass 27 Kommunen in einem Jahr ausgezeichnet werden – ein Rekord!

„Der Ortenaukreis ist der größte Landkreis in Baden-Württemberg mit einer dezentralen Struktur - eine schwierige Voraussetzung für den eea. Dennoch ist es unserem Energieteam im Landratsamt gelungen, die Punktezahl im Audit kräftig zu steigern. Darauf sind wir sehr stolz“, erklärt Dezernent Stoermer, der auch der Ortenauer Energieagentur und der Energieagentur Regio Freiburg für die konstruktive Begleitung des Prozesses dankte. „Am meisten freut uns, dass es gelungen ist, einen substantiellen Beitrag für den Klimaschutz geleistet zu haben. Wir werden weiter aktiv sein, dass die Ortenau auch für die nächsten Generationen ihre hohe Lebensqualität behält“, betont Stoermer und nennt als Beispiel dafür die besondere Technologie des Zweckverbandes Abfallbehandlung Kahlenberg (ZAK), die aus Restabfällen Biogas und Ersatzbrennstoffe erzeugt, deren energetische Nutzung einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. „Aus dem Biogas produzieren wir klimafreundlich und energieeffizient Strom und Wärme und sparen jährlich bis zu 15.000 Tonnen Kohlendioxid ein“, so Stoermer. Die energetische Nutzung der Ersatzbrennstoffe, die aus den Restabfällen gewonnen werden, ersetze vor allem in industriellen Prozessen fossile Energieträger - was zu einer weiteren Reduktion klimaschädlicher CO2-Emissionen von rund 20.000 Tonnen pro Jahr führt.

„Außerdem nutzen wir das Windkraft-Potenzial der Region“, sagt der Umweltdezernent. 43 Windenergieanlagen im Ortenaukreis produzieren jährlich rund 260.000 Megawattstunden Strom und decken damit den Strombedarf von rund 86.000 Haushalten. „Das entspricht rund der Hälfte der Haushalte des Ortenaukreises. 33 von den 43 Windenergieanlagen wurden allein in den letzten zehn Jahren genehmigt. Weitere Anlagen befinden sich im Verfahren und in der Vorantragsphase“, so Stoermer.

Ganz oben auf der Agenda des Ortenaukreises stehe auch die umweltfreundliche Mobilität. „Wir forcieren den Umstieg auf den ÖPNV: Mit der Tarifreform 2021 haben wir das Tarifsystem vereinfacht und einen großen finanziellen Anreiz zur Nutzung des ÖPNV gesetzt, durch den laufenden Ausbau des Angebots investieren wir konsequent in die Steigerung der Attraktivität des ÖPNV. Auch den Radverkehr haben wir schon früh in den Fokus genommen, so haben wir seit 2007 im Rahmen des Radwegbauprogramms 180 Kilometer Radwege neu gebaut“, macht Stoermer deutlich.

Der eea ist ein europäisches Qualitätsmanagementsystem und Zertifizierungs-verfahren, das eine umsetzungsorientierte Energie- und Klimaschutzpolitik in Städten, Gemeinden und Landkreisen zum Ziel hat. Dabei werden Klimaschutz-aktivitäten der Kommunen systematisch erfasst und bewertet. Anschließend werden Maßnahmen passend für die jeweilige Kommune geplant, gesteuert und regelmäßig überprüft. So sollen Potenziale nachhaltigen Klimaschutzes identifiziert und genutzt werde.

Das Engagement des Ortenaukreises für den Ausbau Erneuerbarer Energien ist auch online abrufbar unter: www.ortenaukreis.de/klimaschutz

Autor:

Christina Großheim aus Offenburg

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