Eine Frage, Herr Himmelsbach
Wildvögel bis März füttern

Yannick Himmelsbach
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  • Foto: Landratsamt Ortenaukreis
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Vögel füttern – ja oder nein? Was dabei zu beachten ist, erklärt Yannick Himmelsbach vom Amt für Umweltschutz im Landratsamt Ortenaukreis im Gespräch mit Daniela Santo.

Sollte man Wildvögel im Winter wirklich füttern?
Sofern man einige Punkte beachtet, spricht nichts dagegen, die Wildvögel im heimischen Garten zu füttern. Grundsätzlich macht eine Fütterung besonders in den Wintermonaten von November bis Ende Februar Sinn, weil die Nahrungssuche durch die nasskalte Witterung erschwert wird. Beginnen sollte man im Herbst, sobald die natürlichen Futterquellen weniger werden. Ab März kann die Fütterung eingestellt werden, denn im Frühjahr finden die Vögel im Normalfall wieder ausreichend Nahrung. Im besten Fall gestaltet man den Garten mit heimischen Gehölzen, Sträuchern und Blütenpflanzen naturnah und fördert so die biologische Vielfalt das ganze Jahr über.

Nehmen alle heimischen Vogelarten das zusätzliche Futterangebot an?
Hauptsächlich dient das Futterhäuschen häufigen Arten wie Meisen, Sperlingen und Finken. Generell kommt die Fütterung etwa zehn bis 15 Vogelarten zugute.

Worauf sollte man beim Futter achten?
Mit einer Körnermischung aus Sonnenblumenkernen als Basis kann man nicht viel falsch machen. Bei Weichfutterfressern wie Amsel, Drossel oder Rotkehlchen sind auch Haferflocken oder Rosinen beliebt. Meisenknödel sind ebenfalls eine gute Möglichkeit. Hierbei sollte allerdings darauf geachtet werden, die Plastiknetze zu entfernen. Darin können sich die Vögel leicht verfangen und verletzen. Ein besonderes Augenmerk sollte auf der Hygiene liegen. Damit das Futter nicht verdirbt, ist es sinnvoll, regelmäßig kleine Futtermengen anzubieten statt einmalig große Mengen. Um zu verhindern, dass sich Keime und Krankheiten verbreiten, sollten die Tiere nicht im Futter herumlaufen und es mit Kot verschmutzen können. Zudem sollte die Futterstelle überdacht sein, regelmäßig ausgefegt und mit heißem Wasser gesäubert werden.

Wo sollten die Futterstationen aufgestellt werden?
Die Futterstation sollte nicht in der Nähe von großen Fenstern platziert werden, diese können als Falle wirken. Der Standort sollte so gewählt werden, dass sich Katzen nicht anschleichen können. Am besten eignet sich eine übersichtliche Stelle in zwei bis drei Metern Entfernung zu Hecken und Büschen, die als Rückzugsort dienen.

Autor:

Daniela Santo aus Lahr

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