In der Ortenau bleibt es beim einheitlichen OG
Kreistag spricht sich gegen die alten Landkreis-Kennzeichen aus

Der Lahrer OB Wolfgang G. Müller behält das LR weiter nur an zweiter Stelle auf seinem Kennzeichen.
  • Der Lahrer OB Wolfgang G. Müller behält das LR weiter nur an zweiter Stelle auf seinem Kennzeichen.
  • Foto: Heine
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Ortenau. Es ist grundsätzlich in Deutschland möglich, die Kennzeichen alter Landkreise
wieder zuzulassen. Viele Regionen werden diese Möglichkeit tatsächlich
wahrnehmen. Im Ortenaukreis wird es dagegen beim einheitlichen OG auf
den Nummernschilden bleiben. Das hat jetzt der Kreistag bei 14
Gegenstimmen und drei Enthaltungen beschlossen.

Eigentlich kann der Landrat bestimmen, ob er beim Verkehrsministerium die
Wiedereinführung der ehemaligen Kennzeichen KEL, LR und WOL beantragen
will. Wie Frank Scherer in der Sitzung am gestrigen Dienstag betonte,
würde er selbst ein einheitliches O favorisieren. Nachdem der Bundesrat
neue Kennzeichen jedoch abgelehnt hat, überließ der Landrat die
Entscheidung über die Einführung alter Kennzeichen dem Kreisrat. Und
obwohl eine Minderheit wacker für mehr Vielfalt in der Ortenau kämpfte,
wollte eine klare Mehrheit von 54 Mitgliedern keine Änderung. Letztere
argumentierten vor allem mit der gemeinsamen Identität.

Der Lahrer Oberbürgermeister Wolfgang G. Müller (SPD) führte dagegen den
großen Wunsch vieler Menschen zur Individualisierung ins Feld, der sich
schon jetzt in vielen Autoschildern mit Initialen und Geburtstagsdaten
zeigt. „Ein selbstbewusster Kreis kann zulassen, dass es in
selbstbewussten Städten eigene Kennzeichen gibt“, warb er für „Akzeptanz
und Freiheit“. Auch Karlheinz Axt (FDP) sprach sich für Offenheit aus.
Zudem erinnerte er süffisant daran, dass ein Wunschkennzeichen mit einer
Gebühr verbunden ist, die der Kreistag dann für soziale Zwecke verwenden könnte.

Autor: Anne-Marie Glaser

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