Seckinger: Fastnacht lieber kurz und knackig als zu lang

Nur noch wenige Tage bis die Bändele die Straßen – hier in Gengenbach – schmücken. Kaum aufgehängt, müssen sie nach etwas über einem Monat auch schon wieder runter.
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Ortenau. Zwischen dem Start der Fastnachtszeit nach dem Dreikönigstag und deren Ende am
Aschermittwoch liegen gerade einmal 34 Tage. „Wir sind es gewohnt, mit
ex­trem kurzen und extrem langen Fastnachtswochen umzugehen. Daher wird
es auch dieses Jahr kein Problem“, zeigt sich Silvia Boschert,
Präsidentin des Ortenauer Narrenbundes (ONB), realistisch. „Ich mag es
lieber, wenn die Fastnacht kurz und knackig ist, als wenn sie sich über
viele Wochen hinzieht“, ist Gunther Seckinger, Narrenvogt der Vogtei
Ortenau des Verbands Oberrheinischer Narrenzünfte (VON), mit der
diesjährigen kalendarischen Lösung sehr zufrieden. 

„Ich habe gehört, dass bereits einzelne Veranstaltungen abgesagt wurden aufgrund
der terminlichen Enge“, so Seckinger, der auch Spättlemeister der
Ortenberger Dingeli Spättle Zunft ist. Denn: Nicht nur für die Zünfte
und ihre Veranstaltungen ist der Zeitraum kurz, auch die Besucher können
nicht überall gleichzeitig sein. 

Für den VON ist das Wochenende vom 8. bis 10. Januar ein zentraler Termin im Kalender: 22 Jahre Vogtei
Ortenau. Gefeiert wird bei der Zunft Sendewelle im Ettenheimer Ortsteil
Altdorf. Die Zunft hat auch ein Jubiläum und wird 60 Jahre alt. 50
Zünfte, davon 24 aus der hiesigen Vogtei mit rund 2500 Hästrägern,
werden nach dem Festbankett am Freitag beim Narrendorf am Samstag und
dem Festumzug am Sonntag in Altdorf feiern. 

Ein Woche später steht ein weiterer Höhepunkt an: Der Fernsehsender SWR hat die
Ettenheimer Narrengesellschaft Hoorig auserkoren und überträgt deren
Umzug am 17. Januar über drei Stunden live, bestätigt Seckinger. Als
weitere Umzüge mit großer Anziehungskraft nennt Seckinger die
Veranstaltungen der Narrenzunft Oberkirch und der Oppenauer Schlapp­gret
am Fastnachtsmontag. 

Vier närrische Jubiläen hat der ONB in den kommenden Wochen: 44 Jahre feiern Narrenzunft Krutblättsche aus
Kehl-Goldscheuer, die Narrenzunft Knerbli aus Berghaupten und die
Narro-Gruppe aus Oberkirch. Dazu kommt das 33. Gründungsjahr der
Schärmies aus Lahr-Mietersheim. „Wir sind gut aufgestellt mit unseren
Zünften und auch im ONB-Präsidium, so dass wir uns aufteilen werden“,
nennt Boschert, die in der Narrhalla Nelram in Kehl-Marlen aktiv ist,
das Vorgehen bei Terminüberschneidungen. „Die Jubiläen sind unsere
zentralen Termine in diesem Jahr. Eine eigene ONB-Veranstaltung wird es
2016 nicht geben“, so Boschert. Insgesamt werde es eine komprimierte
Fastnachtszeit, bei der aber jeder alles sehen werde, was die Narren
jedes Jahr auf die Beine stellen. „Eins ist aber auch sicher: Die heiße
Phase der Fastnacht wird auch in diesem Jahr vom Schmutzigen Donnerstag
bis zum Achermittwoch gehen und die Anzahl der Tage bleibt gleich“,
spricht Seckinger den Narren scherzhaft Mut zu, die diesjährige kurze
närrische Zeit zu genießen. 

„Die gelebte Fasent in den einzelnen Ortschaften ist das Wichtigste“, hebt Seckinger das Brauchtum als
zentrales Anliegen für die kommenden Tagen heraus. „Fastnacht ist
Kultur“, nennt Boschert den Grundsatz. „Wir verstehen darunter die
Bewahrung unserer regionalen Fastnachtskultur, die Hervorhebung einer
heimatverbundenen Fest- und Feierkultur sowie das Bekenntnis zu unserer
berechtigten Kultur der Freude und des Humors“.

Autor: Rembert Graf Kerssenbrock

Autor:

dtp02 dtp02 aus Offenburg

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