Stadt Kehl zieht Hochwasser- und Sturm-Bilanz
Mit blauem Auge davongekommen

Die Kinzig und ihre Nebenflüsse führen dieser Tage mehr Wasser als gewöhnlich. Wegen der hohen Pegelstände wurden Radwege am Flussbett gesperrt.
  • Die Kinzig und ihre Nebenflüsse führen dieser Tage mehr Wasser als gewöhnlich. Wegen der hohen Pegelstände wurden Radwege am Flussbett gesperrt.
  • Foto: Stadt Kehl
  • hochgeladen von Daniela Santo

Kehl (st). Starke Regenschauer und kräftige Windböen machten  auch der Stadt Kehl zu schaffen. Die Pegelstände stiegen an Rhein und Kinzig, vereinzelt wurden Bäume entwurzelt oder stürzten um. Dennoch: Land unter war in der Grenzstadt nicht zu befürchten. „Wir sind mit einem blauen Auge davongekommen“, bilanziert Frank Wagner, Leiter des Grünflächenmanagements beim Betriebshof, die Unwetterschäden.

Weil die Kinzig mehr Wasser führt, als dies üblicherweise der Fall ist, haben Feuerwehr und Betriebshof die Unterführungen für Radwege gesperrt. Diese Sperrung soll voraussichtlich bis Donnerstag oder Freitag, 6. oder 7. Februar, anhalten – abhängig davon, wie zügig die Pegelstände sinken. Diese hat die Feuerwehr fortlaufend im Blick. Sie gibt dem Betriebshof den Hinweis, wenn kritische Pegelstände erreicht werden und das Kinzigufer zu überschwemmen droht. „Wir wissen aus Erfahrung, dass städtische Radwege am Kinzigbett zügig überflutet werden“, erläutert Roland Walter, stellvertretender Feuerwehrkommandant. Daher werden Unterführungen entlang der Kinzig bereits gesperrt, bevor kritische Hochwassermarken erreicht sind. Dies sei Standardprozedere. 

Entspannte Lage

„Die Lage ist noch entspannt“, resümiert Frank Wagner, Leiter des Grünflächenmanagements beim Bauhof. Am Oberländer-Denkmal und entlang des Naturerlebnispfads im Rheinauenwald sind zwei Bäume umgestürzt. Forstmitarbeiter haben die Waldwege jedoch zügig wieder freigeräumt, sodass Spaziergänger ungehindert durch den Wald kommen. Nasse Böden in Verbindung mit starken Winden sorgen dafür, dass der ein oder andere Wackelkandidat unter den Bäumen letztlich umkippt, erklärt Frank Wagner. Mit Blick auf die bisherigen Schäden durch starken Wind und Wegen zieht er aber eine positive Zwischenbilanz: „Wir sind bisher mit einem blauen Auge davongekommen.“

Ökologische Flutung

In Goldscheuer ist auf Anweisung des Regierungspräsidiums in Freiburg die sogenannte ökologische Flutung angelaufen. Hierbei wird Rheinwasser in die Hochwasser-Rückhalteräume geleitet. Aus Sicherheitsgründen werden die Wegezugänge abgesperrt. „Das Wasser ist sehr kalt und hat eine hohe Fließgeschwindigkeit“, warnt Frank Wagner. Die Sicherheit der Bürger stehe hier an erster Stelle. Die ökologische Flutung dient auch dazu, Tiere und Pflanzen möglichst frühzeitig auf drohende Hochwasser vorzubereiten.

Autor:

Daniela Santo aus Lahr

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