Die Angebote der Jugendfeuerwehren
Rote Autos ziehen Nachwuchs magisch an

Dem Nachwuchs bei den Jugendfeuerwehren wird bei Übungen die technische Ausstattung näher gebracht.
  • Dem Nachwuchs bei den Jugendfeuerwehren wird bei Übungen die technische Ausstattung näher gebracht.
  • Foto: Feuerwehr Offenburg
  • hochgeladen von Rembert Graf Kerssenbrock

Ortenau (ds/rek). Dass die Feuerwehr kommt, wenn es brennt, ist für viele Menschen eine Selbstverständlichkeit. Sie vergessen dabei gerne, dass viele Feuerwehrleute Ehrenamtlich sind. Mittlerweile sind Nachwuchssorgen auch hier angekommen. Deshalb wird engagiert um die Jugend geworben.

"Die Jugendlichen sind von klein auf fasziniert von den roten Autos. Daher ist es schwer, nicht Feuerwehrmann oder- frau werden zu wollen", kennen die Verantwortlichen der Kehler Jugendfeuerwehr den Kindheitstraum. Derzeit sind in Kehl 38 Jugendliche, darunter vier Mädchen, bei der Jugendfeuerwehr aktiv. Bei Schauübungen in den verschiedenen Ortschaften soll den Jugendlichen das Engagement in der Freizeit näher gebracht werden.

Viele neue Mitglieder werden aber durch Freunde und Verwandte angeworben, die entweder selber in der Jugendfeuerwehr oder bereits in der aktiven Wehr sich engagieren, so die Erfahrung. Seit Ende vergangenen Jahres können bereits Kinder ab zehn Jahren in die Jugendfeuerwehr aufgenommen werden. Dadurch erhofft sich die Jugendfeuerwehr steigende Mitgliedszahlen. Jedoch ist es schwer für die heutige Jugend, sich an mehreren außerschulischen Aktivitäten zu beteiligen, so die Wehrleute: Die Jugendlichen haben immer mehr Nachmittagsunterricht und sind noch parallel noch in einem anderen Verein aktiv. Der Vorteil der Jugendfeuerwehr ist, dass sie eine Einrichtung der Stadt Kehl ist. So entfallen Mitgliedsbeiträge und zudem werden sie mit Dienstkleidung kostenlos ausgestattet. Zudem werden die Jugendlichen nach den Übungsabenden nach Hause gebracht.

Das Ziel für die Jugendlichen ist es, mit 17 Jahren den Grundlehrgang zu absolvieren, um dann mit Beginn des 18. Lebensjahres in den aktiven Einsatzdienst zu wechseln. Die Jugendlichen absolvieren bei ihren 14-tägigen Übungsabenden viele Tätigkeiten, die auch die aktive Wehr durchführt: Sie lernen den richtigen Umgang mit den Materialien der Einsatzfahrzeuge, Löschmittel wie Wasser oder Schaum und korrekte Bedienung der Feuerwehrtechnik. "Es wechseln eigentlich alle Jugendlichen in die aktive Feuerwehr, die bis zum 17. Lebensjahr bei der Jugendwehr aktiv sind", so die Erfahrung. "Ein großer Traum vieler Jugendlicher ist es mit Sicherheit, einmal mit Blaulicht und Martinshorn so einen großen Feuerwehr-LKW durch die Stadt zu einem Einsatz zu steuern", wissen die Kehler Verantwortlichen: "Wobei der Anlass leider kein Vergnügen ist."

In Lahr hat die Feuerwehr der Stadt insgesamt 152 Mitglieder in den Kinder- und Jugendgruppen. Bei der Jugendwehr sind zudem 14 Mädchen aktiv. "Sie werden spielerisch und altersgerecht auf die Feuerwehr vorbereitet", erklärt Thomas Happersberger von der städtischen Stabsstelle Feuerwehr und Bevölkerungsschutz. Die Jugendfeuerwehr verfügt über Gruppen bei den verschiedenen Einsatzabteilungen, zudem über eine Kindergruppe bei der ab vier Jahre mitgemacht werden kann. So werden Kinder ab vier Jahren durch Basteln und Spiele an die Übungen herangeführt.

In den Jugendgruppen werden Löschangriffe geübt und aktiv an den Berufsfeuerwehrtagen teilgenommen. Zudem gibt es in der Jugendfeuerwehr Wettkämpfe, in denen sich die Jugendlichen beweisen können, etwa bei dem Wettbewerb zur Leistungsspange oder für die Jugendflamme Stufe eins bis drei.

"Aus Interesse an Technik und an den Fahrzeugen und weil man als Feuerwehrmann und -frau Menschen helfen kann und eine wichtige Aufgabe erfüllt", nennt Happersberger Motivationsgründe für den Nachwuchs in der städtischen Abteilung aktiv zu sein.

Autor:

Rembert Graf Kerssenbrock aus Kehl

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