Zentrales Kita-Vormerksystem
Mehr Bedarf als Plätze

In der Kindertagesstätte im Bürgerpark werden 110 Kinder im Alter von ein bis sechs Jahren betreut.
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  • hochgeladen von Daniela Santo

Lahr (ds). Nach Offenburg hat Lahr als zweite Stadt im Ortenaukreis im Januar ein zentrales Vormerksystem für Kindertagesstätten eingeführt, das Eltern die Anmeldung ihres Kindes vereinfachen soll. Das System ist gut angelaufen, mehr als 1.000 Vormerkungen sind seither eingegangen, berichtet das Amt für Soziales, Schulen und Sport auf Anfrage.

Online-System

"Die größte Herausforderung bestand am Anfang darin, alle Eltern über die Umstellung von den bisherigen Papieranmeldungen auf das Online-System zu informieren", erläutert Stefanie Isenmann. Anfangs seien auch viele Anfragen von den Eltern eingegangen, die unsicher waren, ob die Vormerkungen auch tatsächlich gespeichert wurden. "Daher war unsere Servicestelle in den ersten Wochen täglich telefonisch und auch persönlich erreichbar", so Isenmann. Heute, ein halbes Jahr nach der Einführung des zentralen Vormerksystems, werden die Sprechzeiten des Kita-Services am Dienstagvormittag und Donnerstagnachmittag insbesondere von Eltern in Anspruch genommen, die sprachliche oder technische Unterstützung brauchen.

"Leider standen am Starttermin noch nicht alle fremdsprachlichen Infoflyer zur Verfügung. Diese haben wir nach und nach erweitert, so dass wir mittlerweile Flyer in elf Sprachen anbieten können", berichtet die Sachbearbeiterin im Lahrer Rathaus. Oft würden sich Eltern auch nach dem aktuellen Bearbeitungsstand der Vormerkung erkundigen und nachfragen, wann sie einen Kita-Platz bekommen. 

Hoher Bedarf

Der Bedarf an Kita-Plätzen in Lahr sei aktuell sehr hoch, die zur Verfügung stehenden Plätze würden auch für das kommende Kindergartenjahr nicht ausreichen. Vor der Einführung der zentralen Kita-Vormerkung seien die händisch geführten Wartelisten nur noch schwer zu überblicken gewesen.

"Es kam häufig zu Mehrfachanmeldungen in den unterschiedlichen Kitas. Die Vorteile der zentralen Vormerkung sind zum einen die Übersichtlichkeit der eingehenden Anmeldungen, die Vereinheitlichung des Anmeldeverfahrens und der Anmeldestandards in allen Lahrer Kitas sowie die einfache Handhabung der Anmeldung für die Eltern. Zum anderen bietet die zentrale Vormerkung für die Verwaltung die Möglichkeit, tagesgenau festzustellen, wie groß der Echtbedarf an Kita-Plätzen ist", erklärt Stefanie Isenmann. Als Nachteil könne gesehen werden, dass sich Eltern auf drei Wunscheinrichtungen beschränken müssten. 

Derzeit vergeben die Leitungen die Kita-Plätze für das Kita-Jahr 2019/2020. "Hier wurden bereits verbindliche Zusagen in allen Einrichtungen für alle Betreuungsformen gemacht. Der nächste Vergabezeitraum für 2020/2021 wird voraussichtlich erst ab Januar 2020 beginnen. Für diesen Zeitraum können die Kita-Leitungen derzeit noch keine Zusagen machen", informiert Isenmann abschließend.

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