Pilotprojekt wird fortgeführt
Schafe und Ziegen beweiden Steillagen

30 Schafe und Ziegen pflegen derzeit die schwer zugänglichen Steillagen am Bellenstein. Durch die extensive Beweidung bleiben die Flächen offen und wertvolle Lebensräume werden erhalten.  | Foto: Tamara Fritsch/Stadt Oberkirch
  • 30 Schafe und Ziegen pflegen derzeit die schwer zugänglichen Steillagen am Bellenstein. Durch die extensive Beweidung bleiben die Flächen offen und wertvolle Lebensräume werden erhalten.
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  • hochgeladen von Matthias Kerber

Oberkirch (st) Nachdem das Pilotprojekt zur tierischen Landschaftspflege im vergangenen Jahr erfolgreich gestartet ist, setzt die Stadt Oberkirch die Beweidung der Steillagen am Bellenstein auch in diesem Sommer fort. Seit Kurzem sorgen dort 30 Schafe und Ziegen gemeinsam für die naturnahe Pflege der schwer zugänglichen Flächen.

Steillagen sind zunehmend von der Aufgabe der traditionellen landwirtschaftlichen Nutzung betroffen. Gerade dort, wo eine maschinelle Bewirtschaftung aufgrund der Hanglage kaum möglich ist, bietet die extensive Beweidung eine nachhaltige Alternative. Während Ziegen Gehölze, Brombeeren und Dornen zurückdrängen, halten Schafe die Grasflächen kurz. Durch den kombinierten Einsatz beider Tierarten können die Flächen besonders effektiv offengehalten und ökologisch aufgewertet werden.

Die Tiere bleiben den gesamten Juli auf der Fläche. Ein weiterer Beweidungszeitraum ist für den kommenden Herbst geplant.

Nachhaltige Landschaftspflege

Mit der Fortführung des Projekts setzt die Stadt Oberkirch weiterhin auf eine naturnahe und nachhaltige Form der Flächenbewirtschaftung. Ziel ist es, die Kulturlandschaft langfristig zu erhalten, dem Zuwachsen wertvoller Steillagen entgegenzuwirken und die biologische Vielfalt zu fördern. Gleichzeitig trägt die Beweidung dazu bei, den Folgen des Strukturwandels in der Landwirtschaft insbesondere im Weinbau, zu begegnen. „Die positiven Erfahrungen aus dem vergangenen Jahr zeigen, dass die tiergestützte Landschaftspflege funktioniert. Mit der gemischten Beweidung durch Schafe und Ziegen entwickeln wir das Projekt konsequent weiter und leisten einen wichtigen Beitrag zum Erhalt unserer Kulturlandschaft“, erklärt Christoph Huber von der Stadt Oberkirch.

Betreut wird die Herde erneut von Halter Alban Schnurr, der das Projekt vor Ort umsetzt. Die bisher von Mitgliedern des örtlichen BUND gepflegte Fläche wird durch den Einsatz der Tiere sinnvoll ergänzt. Der Verein unterstützt die tiergestützte Landschaftspflege weiterhin ausdrücklich.

Spaziergänger werden gebeten, die Schafe und Ziegen nicht zu füttern, da dies ihrer Gesundheit schaden kann.

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