• 30. Juni 2017, 23:07 Uhr
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Es ist endlich wieder Kirschenzeit: So fruchtig schmeckt der Sommer
Die Saison der knackigen roten Früchte ist gestartet

Kirschen geben durch ihre Säure und Süße gerade auch Desserts im Sommer ihren Kick.
Kirschen geben durch ihre Säure und Süße gerade auch Desserts im Sommer ihren Kick. (Foto: Foto: dh)

Ob süß oder sauer – Kirschen eignen sich ideal als fruchtiger Snack, zum Einwecken, Kochen oder Backen. Allerdings müssen die Kunden derzeit tiefer in die Geldbörse greifen. Viele Kirschblüten sind beim Frost im April abgestorben, das bedeutet geringere Erntemengen und damit höhere Preise. Der Großteil der Kirschen in Deutschland wird in Baden-Württemberg geerntet. Kirschen dürften damit in diesem Jahr als besondere Leckerei gelten. Süßkirschen werden in Deutschland auf einer Fläche von über 5.200 Hektar angebaut. Damit sind sie flächenmäßig nach Äpfeln die bedeutendste Art für den Baumobstanbau. Da die Früchte sehr empfindlich sind, schützen sie in modernen Anlagen häufig Schutzdächer aus Folie vor Regen und Unwetter. Übrigens: Kirschbäume werden klein gehalten, damit das Obst leichter zu pflücken ist. Doch welche Arten gibt es? Wie bereitet man Kirschen am besten zu? 

Obwohl Süß- und Sauerkirschen botanisch unterschiedlichen Arten angehören, sind sie eng miteinander verwandt: Beide zählen zum Steinobst aus der Familie der Rosengewächse. Der wichtigste Unterschied liegt im höheren Fruchtsäuregehalt der Sauerkirschen und ihrem dadurch säuerlichen Geschmack. Zudem wird bei dieser Art zwischen den dunklen Weichseln und den gelblichen Amarellen unterschieden. Herz- und Knorpelkirschen zählen hingegen zu den Süßkirschen. Sie zeichnen sich durch ihre dunkelrote bis schwarze Farbe und ihre süße Note aus.
Süßkirschen eignen vor allem als purer Fruchtsnack. Für Kuchen, Marmelade, Saft und Co. sollte die Wahl dagegen auf Sauerkirschen fallen. Denn sie schmecken aromatischer und werden mit etwas Zucker, Süßstoff oder Honig ebenfalls zur süßen Verführung. Sauerkirschen sind sehr vielfältig: Wild, Geflügel, Chutneys und andere herzhafte Gerichte bekommen durch die sauren Früchtchen eine besondere Note. Tipp: Egal, ob süß oder herzhaft – frische Kräuter geben Kirschspeisen einen besonderen Frischekick. Wie wäre es zum Beispiel einmal mit einem Sauerkirsch-Basilikum-Eis?

Reife, leckere Kirschen zeichnen sich durch ihre pralle Form aus. Die Farbe ist hingegen kein eindeutiger Qualitätshinweis. Je nach Sorte können sowohl dunkle als auch helle Kirschen besonders süß und aromatisch schmecken. Die Zubereitung von Kirschen ist im Grunde kinderleicht. Am einfachsten ist es, die Frucht mit einem spitzen, scharfen Messer zu halbieren und anschließend den Stein herauszutrennen. Tipp: Kirschen zuvor einige Minuten ins Gefrierfach legen. Aus leicht gefrorenem Fruchtfleisch lässt sich der Stein besser lösen. Wer größere Mengen verarbeiten möchte, kann auch auf einen Kirschentsteiner zurückgreifen.

Im Gegensatz zu anderen Obstsorten reifen Kirschen nicht nach. In einem Plastikbeutel verpackt halten sie sich bis zu zwei Tagen im Kühlschrank. Wichtig: Kirschen erst kurz vor dem Verzehr waschen – so bleiben sie länger frisch.

„Nach Steinobst wie Kirschen sollst du kein Wasser trinken“, hat Oma schon immer gepredigt. Hintergrund: Das Trinkwasser war früher so stark mit Bakterien belastet, dass es zusammen mit Steinobst einen Gärungsprozess in Gang setzte und Bauchkrämpfe auslöste. Doch keine Sorge – mit dem heutigen Wasser ist gut Kirschen essen.

Klein, aber oho: Süßkirschen enthalten viele wichtige Nährstoffe – neben den Vitaminen B und C auch Folsäure, Kalium, Magnesium und Eisen. Und: Kirschen sind gut für die Figur. 100 Gramm der kleinen roten Früchte enthalten gerade einmal 60 Kilokalorien.

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