10. Oktober 2017, 22:18 Uhr | 0 | 419 Leser

Einkaufsgalerie Rée-Carré
Bis auf Elektronikmarkt stehen Ankermieter fest

Der aktuellste Entwurf für Fassaden, alte Stadthalle und den Platz in dem Ensemble der Einkaufsgalerie
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Der aktuellste Entwurf für Fassaden, alte Stadthalle und den Platz in dem Ensemble der Einkaufsgalerie (Foto: Grafik: OFB)

Offenburg (rek). Lebensmittel: Alnatura, Drogerie: DM, Bäckerei und Imbiss: Dreher, Sportbekleidung: Decathlon und B+B als Betreiber des Parkhauses – OFB als Investor für die Einkaufsgalerie Rée-Carré hat am Montag im Gemeinderat die ersten Ankermieter und einen Zeitplan für Abriss der Gebäude und den Hochbau in der nördlichen Innenstadt genannt. Jürgen Hege, Projektentwickler bei OFB, bestätigte dem Gemeinderat, dass rund 30 Prozent der 12.000 Quadratmeter Fläche zum jetzigen Zeitpunkt, und damit rund zwei Jahre vor der Eröffnung vermietet seien. Dass zudem ein Elektronikmarkt in das Rée-Carré einziehen werde, darüber sei er zuversichtlich.

Weil diese Zuversicht CDU-Fraktionschef Albert Glatt nicht reichte, stellte Baubürgermeister Oliver Martini klar: „Der Elektronikmarkt ist gesetzt“ und bezog sich damit auf die Vereinbarung mit der OFB. Durch die inzwischen abgeschlossene Normenkontrollklage und die zu schützenden Mauersegler im Sommer haben sich Verzögerungen ergeben. Der Zeitplan, den Hege nannte, sieht vor, dass die Tiefgarage bis 31. Dezember geöffnet bleibt. Der Abriss der alten Sparkasse werde dann im Januar oder Februar abgeschlossen sein. Nach dem Ausheben der Baugrube werde im April mit den Fundamenten und dem Hochbau begonnen. Eineinhalb Jahre später, gegen Ende 2019, ist die Eröffnung der Einkaufsgalerie angekündigt. Die ersten der 22 Wohnungen sollen dann Anfang 2020 bezogen werden können.

Mit der Vermarktung der kleineren Ladenflächen sowie der Büroräume, Gastronomieflächen und Mietwohnungen werde im Laufe des kommenden Jahres begonnen. „Derzeit erstellen wir die technische Planung“, erklärte Hege. Für den Lebensmittelmarkt habe es mehrere Interessenten gegeben, so Hege auf Nachfrage des SPD-Fraktionschefs Jochen Ficht. Ob auch Offenburger Händler in die Einkaufsgalerie einzögen, wollte Freie-Wähler Stadtrat Mario Vogt wissen. „Uns kommt es da auf einen Mix an“, so Hege, der damit bestätigte, dass auch ansässige Händler Interesse an dem Standort hätten.

Hege stellte den entstehenden „kleinen Stadtteil“ mit seinen Angeboten an Einkaufen, Dienstleistungen und Wohnen vor und betonte dabei die Zusammenarbeit mit dem Gestaltungsbeirat. Dass für die Stadthalle das historische Erscheinungsbild erhalten bleibe, aber modern gestaltet werde, erklärte Hege. Die Fassaden beinhalten eine Bandbreite von Klinker bis Putz, die so eine Lebendigkeit widerspiegelten.

Insgesamt zeigten sich alle Fraktionen mit der Zusammenarbeit und dem Stand der Planungen zufrieden und erwarten weitere Zwischenergebnisse zur Gestaltung der Grünflächen sowie des Platzes.

Der aktuellste Entwurf für Fassaden, alte Stadthalle und den Platz in dem Ensemble der Einkaufsgalerie
Fassaden von Klinker bis Putz sollen Lebendigkeit vermitteln.